Thailändisches grünes Curry mit Hähnchen und Aubergine Recipe

Grünes Curry ist ein Klassiker der thailändischen Küche – cremig, aromatisch und pikant. In Thailand wird es oft in kleinen Schüsseln zusammen mit Jasminreis serviert, ein bisschen wie bei uns Gulasch mit Grütze oder Kartoffeln. Diese Version mit Hähnchen und Aubergine ist eine vereinfachte Hausvariante, schmeckt aber trotzdem sehr authentisch thailändisch.

Grünes Curry ist eines der aromatischsten thailändischen Currys und wird traditionell mit Auberginen und Thai-Basilikum gekocht. In europäischen Haushalten werden die Gemüse oft teilweise durch regionale Sorten ersetzt, doch entscheidend bleibt das Gleichgewicht aus Schärfe, Süße und cremiger Kokosnote.

Das grüne Curry mit Hähnchen und Aubergine verbindet cremige Kokosmilch mit intensiv kräuteriger, pikant-würziger Currypaste und ergibt so eine Sauce mit tiefem, vielschichtigem Geschmack. Es erinnert ein wenig an Gulasch, aber in einer thailändischen, leichteren und aromatischeren Variante, die sich perfekt eignet, um sie mit einem Löffel aus einer Schüssel Jasminreis zu essen.

Warum diese Version funktioniert

  • Das Anbraten der Currypaste im Fett setzt ätherische Öle frei und verleiht der Sauce mehr Tiefe.
  • Das Hähnchen wird nur kurz angebraten und gart dann in der Sauce fertig, sodass es saftig bleibt.
  • In Kokosmilch gegarte Aubergine wird cremig und nimmt den Geschmack des Currys intensiv auf.
  • Das Abschmecken am Ende mit Fischsauce und Limette macht es leicht, die Balance der Aromen fein zu justieren.
Thailändisches grünes Curry mit Hähnchen und Aubergine

Tipps vom Koch

Die Currypaste in etwas Fett anrösten, bis sie intensiv duftet – in diesem Moment lösen sich die ätherischen Öle und der Geschmack der Sauce wird voller. Das Hähnchen nur kurz anbraten, bis es gerade eben fest ist; es gart dann im Sud fertig und bleibt so saftig. Der Aubergine genügend Zeit zum Garen geben, sonst bleibt sie schwammig. Die Schärfe lässt sich leicht über die Menge an Paste und Kokosmilch steuern – wenn es zu scharf geworden ist, lieber mehr Kokosmilch als Wasser zugeben.

Serviervorschläge

Das Curry mit lockerem Jasminreis oder braunem Jasminreis servieren, wenn du eine sättigendere Mahlzeit möchtest. Dazu passt ein leicht süßer Weißwein (z.B. halbtrockener Riesling) oder selbstgemachte Limonade mit Limette und Ingwer. Ich koche dieses Gericht gerne an Freitagabenden, wenn Freunde kommen – der Topf mit Curry kommt in die Mitte des Tisches und jeder nimmt sich selbst.

Worauf man achten sollte

  • Das Curry nicht lange zugedeckt köcheln lassen – die Sauce kann wässrig werden und an Intensität verlieren.
  • Zu langes Garen nach Zugabe des Basilikums lässt es nachdunkeln und bitter werden.
  • Nicht sofort die gesamte Menge Currypaste verwenden, da verschiedene Marken unterschiedlich scharf sind.

Ersatzzutaten

  • Aubergine kann durch Zucchini oder Butternut-Kürbis ersetzt werden; die Garzeit dann auf 6–8 Minuten verkürzen.
  • Thai-Basilikum lässt sich durch normales Basilikum oder eine Mischung aus Basilikum und Minze ersetzen.
  • Hähnchenbrust kann durch ausgelöste Hähnchenschenkel ersetzt werden, die Bratzeit dabei um 2–3 Minuten verlängern.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
25 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Hähnchenbrust in dünne Streifen geschnitten - 500 g
  • grüne Currypaste in Asia-Läden erhältlich; rote Currypaste kann als Ersatz verwendet werden - 2 Esslöffel
  • Kokosmilch 1 Dose - 400 ml
  • Hühnerbrühe oder Wasser - 200 ml
  • Aubergine in 2 cm große Würfel geschnitten - 1 Stück
  • Paprika in Streifen geschnitten - 1 Stück
  • Zucchini in Halbkreise geschnitten - 1 Stück
  • Öl z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl - 2 Esslöffel
  • Fischsauce kann durch Sojasauce ersetzt werden - 2 Esslöffel
  • Zucker - 1 Teelöffel
  • Blätter von Thai-Basilikum oder normalem Basilikum in kleinere Stücke gezupft - 1 Handvoll
  • Jasminreis - 300 g
  • Limettensaft zum Abschmecken am Ende - 1 Esslöffel
Hauptzutat: Hähnchen

Zubereitung

  1. Jasminreis in einem Sieb so lange waschen, bis das Wasser fast klar ist. Dann nach Packungsanweisung kochen, sodass er weich, aber nicht verkocht ist, anschließend zugedeckt beiseitestellen – die Körner sollen locker bleiben und noch leicht dampfen.
  2. Das Hähnchen in dünne Streifen schneiden. Die Aubergine in ca. 2 cm große Würfel, die Paprika in Streifen und die Zucchini in Halbscheiben schneiden. Die Basilikumblätter von den Stielen zupfen, größere Blätter halbieren – auf dem Brett sollte ein deutlich kräuteriger Duft entstehen.
  3. In einer großen Pfanne oder einem weiten Topf das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die grüne Currypaste zugeben und unter Rühren etwa 1 Minute anbraten, bis sie intensiv duftet und leicht dunkler wird, aber nicht bräunt.
  4. 3–4 Esslöffel Kokosmilch angießen und 1–2 Minuten rühren, bis eine dicke, glatte Sauce mit deutlich grüner Farbe entsteht. Wenn sich eine dünne Fettschicht an der Oberfläche zeigt, ist die Currybasis fertig.
  5. Die Hähnchenstreifen hinzufügen. 3–4 Minuten unter Rühren braten, bis das Fleisch außen weiß ist und nicht mehr glasig roh wirkt; innen darf es noch leicht untergart sein – es gart später in der Sauce fertig.
  6. Die restliche Kokosmilch sowie Brühe oder Wasser zugießen. Gut verrühren, dabei den Bratsatz vom Pfannenboden lösen, und zum leichten Köcheln bringen, bis die Sauce gleichmäßig grün und glatt ist, ohne Klümpchen von Currypaste.
  7. Auberginenwürfel, Paprikastreifen und Zucchini hinzufügen. Bei mittlerer Hitze 10–12 Minuten ohne Deckel köcheln lassen, bis die Aubergine innen weich und leicht glasig ist und die Sauce deutlich eingedickt ist und den Löffel überzieht.
  8. Fischsauce und Zucker zugeben. Umrühren und probieren – der Geschmack sollte salzig, leicht süß und pikant sein; ist das Curry zu scharf, etwas Kokosmilch nachgießen, ist es zu mild, ein wenig Currypaste in einem Löffel Sauce auflösen und zugeben.
  9. Die Hitze ausschalten. Basilikumblätter und Limettensaft hinzufügen und vorsichtig unterrühren – das Basilikum soll nur leicht zusammenfallen und kräftig grün bleiben, während die Limette das frische, zitrusartige Aroma hervorhebt.
  10. Das heiße Curry in Schüsseln servieren, mit einer Portion Jasminreis daneben oder direkt auf dem Reis, damit die Sauce in die Körner einziehen kann. Mit ein paar frischen Basilikumblättern garnieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Curry und Reis getrennt in luftdichten Behältern im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufbrauchen. Beim Aufwärmen das Curry langsam in Topf oder Mikrowelle erhitzen und bei Bedarf etwas Wasser oder Kokosmilch zugeben. Reis immer gut durcherhitzen und nicht mehrfach aufwärmen.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Das ist eines der Gerichte, die ich koche, wenn ich spät von der Arbeit komme und in 30–40 Minuten etwas richtig „tröstliches“ Essen brauche. Ich mache fast immer gleich die doppelte Menge und friere einen Teil ein – das rettet mich an den stressigsten Tagen der Woche.

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