Gelbes Thai-Curry mit Kartoffeln und Hähnchen Recipe
Gelbes Curry ist eines der mildesten thailändischen Currys – cremig, aromatisch, mit weichen Kartoffeln und zarten Hähnchenstücken. In Thailand wird es oft für die ganze Familie gekocht, wenn Kinder oder Personen mitessen, die sehr scharfes Essen nicht mögen. Man kann es mit unserem Gulasch vergleichen, nur in einer Version mit Kokosmilch und exotischen Gewürzen.
Gelbes Curry ist eines der mildesten thailändischen Currys, geprägt vom Einfluss der indischen Küche und der muslimischen Gemeinschaften im Süden Thailands. Durch die Kartoffeln wirkt es besonders vertraut und hausgemacht und wird oft als sättigendes Eintopfgericht für die ganze Familie serviert.
Dieses gelbe Thai-Curry mit Kartoffeln und Hähnchen schlägt eine Brücke zwischen vertrautem Hausmannsgulasch und der Küche Südostasiens – bekannte Gemüse treffen hier auf kokosnussige Cremigkeit und aromatische Currypaste. Es ist milder als rotes oder grünes Curry und wird deshalb auch von Menschen gemocht, die scharfe Küche sonst eher meiden. Außerdem gehört es zu den Gerichten, die am nächsten Tag noch besser schmecken, wenn sich alle Gewürze richtig verbunden haben.
Warum diese Version funktioniert
- Das Anbraten der Currypaste vor dem Zugeben der Flüssigkeit kitzelt die Aromen der Gewürze heraus und verleiht der Sauce Tiefe.
- Die Kombination aus Kokosmilch und Brühe ergibt eine cremige, aber nicht zu schwere Sauce – ideal für ein Alltagsgericht.
- Größere, gleichmäßig geschnittene Stücke von Huhn und Kartoffeln garen gleichmäßig und zerfallen nicht in der Sauce.
Tipps vom Koch
Schneide die Kartoffeln in gleich große Stücke, damit sie gleichzeitig gar werden und in der Sauce nicht zerfallen – am besten gibst du sie kurz vor dem Fleisch oder zusammen mit ihm dazu, wenn sie kleiner gewürfelt sind. Das Hähnchen nur kurz bei höherer Hitze anbraten, gerade so, bis es außen weiß ist; den Rest erledigt das Schmoren in der Sauce – so bleibt es saftig. Die Kokosmilch erst zugeben, nachdem du die Hitze reduziert hast; zu starkes Kochen kann sie ausflocken und trennen.
Serviervorschläge
Serviere das Curry mit Jasmin- oder Basmatireis, der die Sauce wie ein Schwamm aufsaugt, und mit Limettenspalten zum Beträufeln direkt vor dem Essen. Dazu passt ein einfacher Salat aus Gurke und Koriander, der den Gaumen zwischen den Bissen erfrischt. Das Gericht eignet sich perfekt für ein entspanntes Familienessen am Sonntag, wenn du etwas anderes als Schnitzel auf den Tisch stellen möchtest, geschmacklich aber trotzdem „auf der sicheren Seite“ bleiben willst.
Worauf man achten sollte
- Die Kokosmilch nicht sprudelnd kochen lassen, sonst kann sie sich trennen und ihre glatte Konsistenz verlieren.
- Wenn du die Kartoffeln zu klein schneidest, zerfallen sie und verdicken die Sauce bis zur Konsistenz eines dicken Pürees.
Ersatzzutaten
- Das Hähnchen kannst du durch Pute oder Kichererbsen aus der Dose für eine vegetarische Version ersetzen.
- Kaffirlimettenblätter lassen sich durch fein abgeriebene Limettenschale ersetzen, die du am Ende der Garzeit zugibst.
- Statt gelber Currypaste kannst du eine milde rote verwenden – denke daran, dass das Gericht dann schärfer wird.
Zutaten
- Hähnchenbrust oder entbeinte Hähnchenschenkel in größere Würfel geschnitten - 600 g
- Kartoffeln geschält, in ca. 2 cm große Würfel geschnitten - 400 g
- Möhre in Halbscheiben geschnitten - 2 Stück
- Zwiebel in feine Streifen geschnitten - 1 Stück
- Kokosmilch - 400 ml
- Wasser oder Hühnerbrühe - 300 ml
- gelbe Currypaste milder als rote oder grüne Currypaste - 2.5 Esslöffel
- Öl - 2 Esslöffel
- Fischsauce oder Sojasauce - 2 Esslöffel
- brauner Zucker oder weißer - 1 Esslöffel
- Kaffir-Limettenblätter optional; kann durch Limettenschale ersetzt werden - 3 Stück
- Limettensaft - 1.5 Esslöffel
- Jasminreis - 250 g
- frischer Koriander oder Petersilie gehackt, zum Bestreuen - 2 Esslöffel
- Salz nach Geschmack, falls nötig
Zubereitung
- Koche den Jasminreis nach Packungsanweisung, damit er ungefähr zur gleichen Zeit wie das Curry fertig ist.
- Schneide das Hähnchen in größere Würfel. Kartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Möhre schälen und in Halbscheiben schneiden. Zwiebel schälen und in dünne Streifen schneiden.
- In einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die gelbe Currypaste zugeben und 1–2 Minuten unter Rühren anbraten, bis sie intensiv duftet und leicht schäumt.
- Die Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten unter Rühren braten, bis sie weich und leicht glasig ist.
- Die Hähnchenstücke zugeben. 4–5 Minuten unter Rühren braten, bis das Fleisch außen weiß ist, innen aber noch leicht roh sein darf.
- Kartoffeln und Möhre zugeben und umrühren, damit sie sich mit Currypaste und Fett überziehen.
- Kokosmilch und Wasser oder Brühe angießen. Kaffir-Limettenblätter zugeben (falls verwendet). Umrühren, zum Kochen bringen und dann die Hitze auf klein reduzieren.
- Das Curry zugedeckt 20–25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich und das Hähnchen vollständig gegart ist. Zwischendurch gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.
- Fischsauce und Zucker zugeben und umrühren. Weitere 3–5 Minuten ohne Deckel köcheln lassen, damit die Sauce leicht eindickt. Zum Schluss den Limettensaft zugeben. Abschmecken und bei Bedarf mit etwas Salz oder zusätzlicher Fischsauce nachwürzen.
- Kaffir-Limettenblätter herausnehmen (falls verwendet). Das Curry heiß servieren, mit frischem Koriander oder Petersilie bestreut, zusammen mit Jasminreis.
Aufbewahrung
Curry hält sich im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter 2–3 Tage und schmeckt am nächsten Tag oft noch aromatischer. Beim Aufwärmen bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erhitzen und bei Bedarf etwas Wasser oder Kokosmilch zugeben, damit die Sauce wieder cremig wird. Reis separat aufbewahren und erst beim Servieren mit dem Curry kombinieren.
Dieses Curry koche ich am häufigsten freitags, wenn ich weiß, dass ich am Samstag keine Zeit zum Kochen haben werde – eine große Portion reicht bei uns locker für zwei Tage. Ich lasse mir immer etwas Sauce ohne Kartoffeln übrig, um sie am nächsten Tag in die Pfanne zu geben und Eier hineinzuschlagen – so entsteht ein superschnelles Frühstück.