Thailändisches Grillhähnchen mit Knoblauch und Koriander (Gai Yang, hausgemacht) Recipe

Gai Yang ist ein beliebtes thailändisches Grillhähnchen, mariniert in Knoblauch, Koriander und Fischsauce. In Thailand wird es an Straßenständen verkauft, oft mit Klebreis und scharfer Sauce. Zu Hause kannst du es im Ofen oder in der Grillpfanne zubereiten – das Ergebnis ist trotzdem köstlich.

Gai Yang ist ein Klassiker der thailändischen Grillstände und wird traditionell mit Klebreis und einer scharfen Nam-Jim-Sauce serviert. In Thailand grillt man oft ganze, aufgeklappte Hühner über Holzkohle; hier ist die Technik für den heimischen Backofen vereinfacht.

Hausgemachtes Gai Yang bringt den Geschmack thailändischer Straßenstände auf den heimischen Balkon-Grill oder in den Backofen – das Aroma von Knoblauch, Koriander und Fischsauce ist unverwechselbar. Die Kombination aus knusprig gerösteter Haut und saftigem Schenkelfleisch ist ein ganz anderes Erlebnis als ein klassisches Hähnchenbrustfilet. Ein Gericht, das exotisch schmeckt und trotzdem mit sehr einfachen, leicht erhältlichen Zutaten auskommt.

Warum diese Version funktioniert

  • Hähnchenschenkel mit Knochen und Haut sind sehr fehlertolerant und bleiben beim Garen saftig.
  • Einschnitte im Fleisch helfen der Marinade, tiefer einzuziehen, und verkürzen die Garzeit.
  • Das Garen auf einem Rost lässt überschüssiges Fett abtropfen, sodass die Haut besser bräunt.
  • Einfach erhältliche Zutaten im deutschsprachigen Raum ergeben ein Aroma, das dem Straßen‑Gai‑Yang sehr nahekommt.
Thailändisches Grillhähnchen mit Knoblauch und Koriander (Gai Yang, hausgemacht)

Tipps vom Koch

Mariniere das Hähnchen mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht – besonders bei größeren Schenkeln mit Knochen, damit die Gewürze bis ins Innere vordringen. Vor dem Backen das Fleisch etwa 20–30 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen, damit es nicht eiskalt ist, sonst verbrennt die Außenseite, bevor das Innere gar ist. Wenn du im Ofen backst, zum Schluss die Grillfunktion einschalten oder die Temperatur in den letzten 5–7 Minuten erhöhen, damit die Haut richtig goldbraun und knusprig wird – dabei gut aufpassen, dass die Marinade nicht verbrennt.

Serviervorschläge

Am besten Gai Yang mit Klebreis oder normalem Jasminreis servieren, dazu eine scharfe Chili-Limetten-Sauce und frische Gurken oder einen thailändischen Karottensalat im Som-Tam-Stil. Dazu passen ein leichtes Bier, hausgemachte Limettenlimonade oder gekühlter Jasmintee. Ideal für den Wochenendgrill mit Freunden, wenn du etwas anderes als klassische Nackensteaks servieren möchtest.

Worauf man achten sollte

  • Die Marinierzeit nicht unter 1 Stunde verkürzen, sonst bleibt das Fleisch am Knochen fade.
  • Zu feuchte Haut vor dem Garen führt dazu, dass sie eher dämpft als bräunt.
  • Mit zugeschalteter Grillfunktion kann die Haut in einer Minute verbrennen – den Ofen in dieser Phase nicht unbeaufsichtigt lassen.

Ersatzzutaten

  • Korianderwurzel durch dicke Stängel und die unteren Blätter von frischem Koriander ersetzen.
  • Fischsauce durch helle Sojasauce plus eine Prise Salz austauschen, wenn du Fisch vermeiden möchtest.
  • Braunen Zucker kannst du durch Honig oder – falls vorhanden – Palmzucker ersetzen.
  • Hähnchenschenkel mit Knochen lassen sich durch Unterkeulen oder Viertelstücke ersetzen; dann die Garzeit entsprechend verlängern.
Vorbereitungszeit
20 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
55 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Hähnchenschenkel mit Knochen und Haut es können auch Flügel oder Unterkeulen verwendet werden - 1 kg
  • Knoblauch geschält - 5 Zehen
  • Korianderwurzeln oder Korianderstängel wenn du keine Wurzeln hast, die unteren Stängelteile und etwas Blätter verwenden - 3 Stücke
  • weißer Pfeffer kann durch schwarzen ersetzt werden - 1 Teelöffel
  • Fischsauce - 3 Esslöffel
  • Sojasauce - 1 Esslöffel
  • Zucker - 1 Esslöffel
  • Öl für die Marinade - 1 Esslöffel
  • Limettensaft optional, für leichte Säure - 1 Esslöffel
Hauptzutat: Hähnchen

Zubereitung

  1. Knoblauch sowie Korianderwurzeln oder dicke Stängel sehr fein hacken und dann mit etwas Salz im Mörser zu einer feuchten, klebrigen Paste zerstoßen. Es sollten keine groben Stücke mehr sichtbar sein; falls du keinen Mörser hast, nutze einen kleinen Mixer im Pulsbetrieb.
  2. Die Paste in eine Schüssel geben, weißen Pfeffer, Fischsauce, Sojasauce, Zucker oder Honig und Öl hinzufügen. Rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Marinade glatt und leicht dickflüssig ist, ohne Zuckerkristalle. Zum Schluss den Limettensaft einrühren.
  3. Die gewaschenen Hähnchenschenkel gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen, besonders die Haut – sie sollte sich trocken anfühlen, sonst dämpft sie statt zu bräunen. Jedes Stück 2–3‑mal flach bis ins Fleisch einschneiden, dabei den Knochen aussparen.
  4. Das Hähnchen in eine große Schüssel oder einen Druckverschlussbeutel geben, die Marinade zugeben und das Fleisch sorgfältig einreiben, auch unter der Haut. Jedes Stück sollte gleichmäßig bedeckt sein. Mindestens 1 Stunde, idealerweise 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
  5. Die Hähnchenschenkel 20–30 Minuten vor dem Garen aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie nicht eiskalt sind. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Schenkel mit der Hautseite nach oben auf einen Rost legen, der über ein mit Backpapier oder Folie ausgelegtes Blech gesetzt wird, und etwas Abstand zwischen den Stücken lassen.
  6. 30–35 Minuten backen, bis die Haut kräftig goldbraun ist und das Fett darunter deutlich zischt. Beim Einstechen nahe am Knochen sollte klarer Fleischsaft austreten; mit Thermometer auf 75–78 °C Kerntemperatur zielen.
  7. Für noch mehr Bräune zum Schluss die Grillfunktion für 3–5 Minuten zuschalten und das Fleisch dabei im Minutentakt kontrollieren. Die Haut soll tief goldbraun mit leicht gebräunten Rändern sein, aber ohne schwarze, verkohlte Stellen.
  8. Die Hähnchenschenkel nach dem Garen auf ein Gitter oder ein Brett legen und 5–10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Säfte stabilisieren. Heiß mit Reis, frischem Gemüse und einer scharfen Chili-Limetten-Sauce servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Übrig gebliebenes Hähnchen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Es schmeckt auch kalt, z.B. in Wraps oder auf einem Reissalat. Zum Aufwärmen im Ofen kurz bei hoher Temperatur erhitzen, damit die Haut wieder etwas knusprig wird.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich habe diese Marinade zum ersten Mal für ein Grillfest am 1. Mai gemacht, und der Nachbar aus dem zweiten Stock kam tatsächlich herunter, um zu fragen, was auf dem ganzen Hof so gut duftet. Seitdem mache ich immer gleich die doppelte Menge, weil die „Reste für morgen“ noch am selben Abend verschwinden.

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