Thailändisches Curry mit Schweinefleisch, Aubergine und Thai-Basilikum Recipe
Dieses aromatische Curry mit Schweinefleisch, Aubergine und Thai-Basilikum ist sättigend und voller Umami-Geschmack. In Thailand werden ähnliche Gerichte oft in kleinen Schälchen neben Reis serviert – so wie bei uns Gulasch. Dank Kokosmilch und frischen Kräutern duftet selbst ein ganz normaler Tag zu Hause plötzlich nach Urlaub in Asien.
Dieses Gericht liegt nahe am thailändischen Gaeng Phet, also rotem Curry, ist aber auf in Deutschland leicht erhältliche Zutaten vereinfacht. Das Format „Schälchen Curry + Schälchen Reis“ erinnert an thailändische Hausmannskost, bei der jeder die Schärfe auf dem Teller selbst anpasst.
Dieses thailändische Curry mit Schweinefleisch, Aubergine und Thai-Basilikum begeistert mit tiefem Umami, der Cremigkeit der Kokosmilch und der deutlichen Schärfe der Currypaste. Anders als viele europäische Gulaschgerichte ist die Sauce hier leichter, aromatischer und voller Kräuter, während die Aubergine die Aromen wie ein Schwamm aufsaugt. Es erinnert an das, was in kleinen thailändischen Garküchen serviert wird – eine Schale dickes Curry neben einer Schale Reis, die man auf dem Teller miteinander vermischt.
Warum diese Version funktioniert
- Das Anbraten der Currypaste im dicken Teil der Kokosmilch holt das Aroma der Gewürze heraus, ohne sie zu verbrennen.
- Dünn geschnittenes Schweinefleisch wird schneller zart und überzieht sich gleichmäßiger mit der Sauce als große Würfel.
- Langes, unbedecktes Garen der Aubergine dickt die Sauce ein und sorgt für eine cremige Textur ganz ohne Bindemittel.
- Das Abschmecken am Ende mit Fischsauce und Zucker macht es leicht, Salzgehalt, Schärfe und Süße ins Gleichgewicht zu bringen.
Tipps vom Koch
Schneide das Schweinefleisch in dünne Scheiben oder kleine Stücke und brate es kräftig an, bevor du Flüssigkeit zugibst – so bekommt die Sauce mehr Tiefe. Die Currypaste solltest du kurz in etwas Fett und einem Teil der dicken Kokosmilchschicht anrösten, bis sie intensiv duftet; erst dann den Rest der Kokosmilch zugießen, sonst wirkt das Curry geschmacklich flach. Die Aubergine kannst du leicht salzen und ein paar Minuten stehen lassen, dann abtupfen – so nimmt sie weniger Fett auf und wird schneller weich.
Serviervorschläge
Serviere das Curry mit heißem Jasmin- oder Klebreis, der die Sauce gut aufnimmt, und frischen Blättern von Thai-Basilikum obendrauf. Dazu passen gut ein gekühltes Lagerbier oder Kokoswasser, das die Schärfe mildert. Das Gericht ist ideal für kalte Winterabende, wenn du klassischen Gulasch durch etwas Exotischeres, aber genauso Sättigendes ersetzen möchtest.
Worauf man achten sollte
- Gib nicht die gesamte Kokosmilch auf einmal dazu – ohne das Anbraten im dicken Teil bleibt der Geschmack flach.
- Zu hohe Hitze kann die Kokosmilch gerinnen lassen und in Klümpchen trennen, statt eine glatte Sauce zu ergeben.
- Verkürze die Garzeit der Aubergine nicht – halbgar bleibt sie schwammig und leicht bitter.
- Vorsicht mit zusätzlichem Salz: Fischsauce und Currypaste sind salzig, oft ist extra Salz gar nicht nötig.
Ersatzzutaten
- Statt Thai-Basilikum eine Mischung aus frischem Basilikum und Minze im Verhältnis 2:1 verwenden.
- Asiatische Aubergine kann durch normale violette Aubergine ersetzt werden, dann in kleinere Würfel schneiden.
- Wenn keine Kaffir-Limettenblätter vorhanden sind, dünn abgeschnittene Limettenschale ohne das weiße Innere verwenden.
- Das Schweinefleisch kann durch Hähnchenbrust ersetzt werden; die Schmorzeit dann um ein paar Minuten verkürzen.
Zutaten
- Schweineschulter oder Nacken in dünne Scheiben oder Streifen geschnitten - 400 g
- Aubergine in größere Würfel geschnitten - 1 Stück
- Kokosmilch gut geschüttelt - 400 ml
- rote Currypaste Menge nach Geschmack - 2 Esslöffel
- Fischsauce oder Sojasauce - 2 Esslöffel
- Palmzucker oder brauner Zucker - 1 Esslöffel
- Kaffir-Limettenblätter optional, kann durch Limettenschale ersetzt werden - 3 Stück
- Thai-Basilikum oder normales Basilikum nur die Blätter - 1 Handvoll
- Öl zum Anbraten der Paste - 1 Esslöffel
- Wasser zum Verdünnen der Sauce - 150 ml
- Chilischote in Scheiben geschnitten, optional - 1 Stück
- Reis zum Servieren -
- Salz nach Geschmack, falls nötig -
Zubereitung
- Die Aubergine in größere Würfel schneiden. Wenn sie sehr bitter ist, leicht salzen, 15 Minuten stehen lassen, dann abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen – die Würfel sollten matt sein, nicht feucht oder glitschig.
- Das Schweinefleisch quer zur Faser in dünne Streifen schneiden, damit es schneller zart wird. Kaffir-Limettenblätter in kleinere Stücke zupfen, die Chilischote in Scheiben schneiden, Basilikumblätter erst kurz vor der Verwendung von den Stängeln zupfen.
- In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die rote Currypaste zugeben und 1–2 Minuten unter Rühren anbraten, bis sie intensiv duftet und leicht dunkler wird, aber nicht ansetzt oder raucht.
- Etwa 1/3 der Kokosmilch (den dicken Teil von der Oberfläche der Dose) angießen. 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze rühren, bis die Sauce leicht eindickt, glatt wird und sich kleine Tropfen Kokosfett an der Oberfläche zeigen.
- Die Schweinefleischscheiben zugeben. 5–7 Minuten bei mittlerer Hitze unter Rühren garen, bis die Stücke komplett durchgegart und innen nicht mehr rosa sind und sich am Topfboden kein roher Fleischsaft mehr sammelt.
- Die restliche Kokosmilch und das Wasser zugießen, Zucker und Fischsauce zugeben. Kaffir-Limettenblätter (oder feine Streifen Limettenschale) einwerfen. Alles zum leichten Köcheln bringen – es sollen nur kleine, ruhige Bläschen aufsteigen.
- Die Auberginenwürfel zugeben. 15–18 Minuten bei kleiner Hitze ohne Deckel köcheln lassen, dabei alle paar Minuten umrühren, bis die Aubergine sehr weich ist, sich bei leichtem Druck mit dem Löffel leicht zerdrücken lässt und die Sauce deutlich eingedickt ist.
- Die Sauce probieren und bei Bedarf mit zusätzlicher Fischsauce (für mehr Salz) oder etwas Zucker (zum Abrunden der Schärfe) abschmecken; ist das Curry zu dick, ein paar Esslöffel Wasser hinzugeben, bis die Sauce glatt vom Löffel fließt.
- Zum Schluss die Blätter des Thai-Basilikums und die Chiliringe zugeben. Noch 1–2 Minuten köcheln lassen, bis das Basilikum weich ist und intensiv duftet, die Blätter aber leuchtend grün bleiben und nicht grau werden.
- Das sehr heiße Curry in Schälchen neben gekochtem Jasminreis oder direkt auf dem Reis servieren, sodass die Körner etwas Sauce aufnehmen, aber nicht zu Brei werden.
Aufbewahrung
Das Curry vollständig abkühlen lassen, dann in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen bei niedriger Hitze langsam erhitzen und eventuell etwas Wasser oder Kokosmilch hinzufügen, falls die Sauce zu dick geworden ist. Nicht mehrfach aufwärmen.
Dieses Curry koche ich am häufigsten an einem Samstagabend, wenn ich Zeit habe, in Ruhe zu schnippeln und die Sauce bei kleiner Hitze „reifen“ zu lassen. Ich lege mir immer eine Portion für das Mittagessen am Montag zurück, denn nach einer Nacht im Kühlschrank sind die Aromen noch intensiver.