Thailändischer Dessert aus klebrigem Kokosreis mit Banane und Nüssen Recipe
Dieser einfache Dessert aus Klebreis, Kokosmilch, Banane und knusprigen Nüssen ist eine hausgemachte Version thailändischer Süßigkeiten von Straßenständen. Er ist cremig, dezent süß und sehr sättigend – ein bisschen wie eine Mischung aus Milchreis und Kokospudding. Ideal für einen ruhigen Abend oder als süßer Abschluss eines Essens.
Dies ist eine lockere Variation des thailändischen „Sticky Rice“, der auf Nachtmärkten meist mit Mango serviert wird. In dieser Version ersetzen Banane und Nüsse die eher exotischen Beilagen – so lässt sich das Dessert auch außerhalb Thailands leicht nachkochen.
Dieser Dessert ist Thailands Antwort auf Milchreis: Klebreis, der langsam in Kokosmilch gegart wird, ergibt die Konsistenz einer dicken, samtigen Creme. Die Süße der Banane und die Knusprigkeit der Nüsse geben ihm Charakter und erinnern an die süßen Snacks, die abends auf thailändischen Märkten verkauft werden. Es ist ein Dessert, das wirklich satt macht – eher wie ein kleines, tröstliches Gericht als nur „etwas Süßes“.
Warum diese Version funktioniert
- Das separate Garen von Reis und Kokosmilch verringert das Risiko, dass etwas anbrennt oder das Fett gerinnt.
- Das Flüssigkeitsverhältnis sorgt dafür, dass das Dessert zwischen Pudding und Klebreis liegt und sich leicht verdünnen oder weiter eindicken lässt.
- Die Banane wird erst auf dem Teller hinzugefügt und behält dadurch Struktur und frisches Aroma, statt zu einer verkochten Masse zu werden.
- Geröstete Nüsse und Kokosraspel bringen einen deutlichen Kontrast zur glatten, elastischen Basis.
Tipps vom Koch
Den Klebreis mehrmals gründlich waschen, bis das Wasser fast klar ist – so werden die Körner weich, ohne zu Brei zu zerfallen. Bei kleiner Hitze kochen und häufig umrühren, besonders zum Schluss, da Kokosmilch leicht am Topfboden anbrennt. Die Banane am besten ganz zum Schluss hinzufügen oder nur leicht erwärmen, damit sie nicht zerkocht und zu einer einheitlichen Masse wird.
Serviervorschläge
Warm in kleinen Schälchen servieren, mit gerösteten Nüssen und etwas Meersalz bestreut – ideal als Dessert nach einem leichten Gemüsegericht. Dazu passen grüner Tee, milder Jasmintee oder ein gekühlter Aufguss aus Zitronengras. Er ist auch eine tolle Option für einen Filmabend auf dem Sofa, wenn du statt Kuchen etwas Löffelbares, Wärmendes und Kokosnussiges möchtest.
Worauf man achten sollte
- Die Kokosmilch nicht sprudelnd kochen, sonst kann sie gerinnen und Fettklümpchen bilden.
- Gegen Ende des Kochens die Reismasse mit Kokosmilch alle paar Dutzend Sekunden vom Topfboden lösen – die dicke Masse brennt schnell an.
- Die Banane nicht in die heiße Masse geben oder mitkochen, sonst zerfällt sie und wird dunkel.
Ersatzzutaten
- Klebreis kann durch Sushireis ersetzt werden – sorgfältig kochen, damit er weich, aber nicht verkocht ist.
- Erdnüsse lassen sich durch Cashews oder Mandeln ersetzen, wenn jemand Erdnüsse meidet.
- Statt Banane kann reife Mango oder Ananas verwendet werden; die Früchte erst kurz vor dem Servieren schneiden.
- Vanilleextrakt kann durch eine Prise Zimt oder Kardamom ersetzt werden, um ein anderes Aroma zu erhalten.
Zutaten
- Klebreis (Sushi-Reis oder thailändischer Klebreis) Jasminreis ist möglich, aber der Dessert wird weniger klebrig - 180 g
- Wasser zum Kochen des Reises - 250 ml
- Kokosmilch - 300 ml
- Zucker oder weißer Zucker - 3 Esslöffel
- Salz zur Geschmacksverstärkung - 0.25 Teelöffel
- reife Bananen in Scheiben geschnitten - 2 Stück
- ungesalzene Erdnüsse oder Cashewkerne geröstet und grob gehackt - 3 Esslöffel
- Kokosraspel optional, zum Bestreuen - 1 Esslöffel
- Vanilleextrakt optional - 0.5 Teelöffel
Zubereitung
- Den Klebreis in eine Schüssel geben und mehrmals in kaltem Wasser waschen, bis das Wasser fast klar ist. In einem Sieb gründlich abtropfen lassen und 5–10 Minuten stehen lassen, damit die Körner nur feucht und nicht tropfnass sind.
- Den Reis in einen kleinen Topf geben, 250 ml Wasser zugießen, zudecken und zum Kochen bringen. Die Hitze auf klein reduzieren und 12–15 Minuten garen, bis der Reis das Wasser aufgenommen hat, weich und deutlich klebrig ist, ohne harten Kern.
- In einem zweiten Topf Kokosmilch, Zucker, Salz und Vanilleextrakt verrühren. Bei niedriger Hitze unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat und die Milch heiß ist und dampft – sie darf nur leicht „blubbern“, aber nicht sprudelnd kochen.
- Den fertig gegarten Reis vom Herd nehmen, zudecken und 5 Minuten ruhen lassen, damit er „nachzieht“. Die Körner sollen sich zu einer weichen, elastischen Masse verbinden, sich aber mit einem Löffel leicht trennen lassen, ohne harte Klumpen.
- Den heißen Reis in die Kokosmilch geben. Vorsichtig umrühren, damit jedes Korn mit Milch überzogen ist. Bei sehr niedriger Hitze 3–4 Minuten köcheln und dabei oft den Boden des Topfes abschaben; die Masse soll zu einer dicken Puddingkonsistenz eindicken und träge vom Löffel fließen.
- Den Topf vom Herd nehmen und 5–10 Minuten stehen lassen. In dieser Zeit dickt der Reis weiter ein – nach dem Umrühren sollte er sich langsam über den Topfboden verteilen und eine cremige Spur hinterlassen.
- Die Nüsse in einer trockenen Pfanne 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze rösten, bis sie leicht bräunen und intensiv duften. Auf ein Brett geben und grob hacken, damit sie beim Bestreuen deutlich knuspern.
- In derselben Pfanne die Kokosraspel 1–2 Minuten kurz anrösten, bis die Ränder goldbraun werden. Sofort auf einen Teller geben – bleiben sie in der heißen Pfanne, dunkeln sie schnell nach und werden bitter.
- Die Bananen erst kurz vor dem Servieren schälen und in Scheiben oder schräg in Stücke schneiden. Sie sollten weich und sehr süß sein, aber ihre Form behalten, ohne wässrig-breiige Stellen.
- Portionen des warmen klebrigen Kokosreises in Schälchen geben. Bananenscheiben darauf verteilen und mit den gehackten Nüssen sowie den gerösteten Kokosraspeln bestreuen. Leicht warm oder bei Zimmertemperatur servieren.
Aufbewahrung
Reste ohne Banane in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen verzehren. Beim Aufwärmen bei niedriger Hitze etwas Kokosmilch oder Wasser zugeben und vorsichtig umrühren. Frische Bananen immer erst direkt vor dem Servieren hinzufügen.
Diesen Reis mache ich oft an kalten, regnerischen Abenden, wenn ich keine Lust habe, den Ofen anzuschalten und in der Obstschale schon eine sehr fleckige Banane liegt. Manchmal packe ich die Reste in eine Dose und esse sie am nächsten Morgen im Büro zum Frühstück – Kollegen fragen dann, wo ich diesen „Kokospudding“ gekauft habe.