Chinesisches Dessert aus Klebreis mit Kokosmilch und Sesam Recipe

Dieses einfache Dessert aus in Kokosmilch gekochtem Klebreis mit geröstetem Sesam ist in Südchina ein beliebter süßer Abschluss einer Mahlzeit. Es erinnert etwas an unseren Milchreis, ist aber dichter, cremiger und duftet nach Kokos. Ideal für einen kühlen Abend oder als süßer Snack zum Tee.

Desserts aus Klebreis und Kokosmilch sind in Südchina und in den Küchen der benachbarten Länder Südostasiens sehr beliebt. Sie werden oft mit saisonalen Früchten wie Mango oder Durian serviert – als warmes oder gut gekühltes Finale einer Mahlzeit.

Dieses chinesische Dessert aus in Kokosmilch gekochtem Klebreis ist ein dichter, cremiger Pudding mit feiner Süße und deutlich wahrnehmbarem Kokosaroma. Der Klebreis verleiht ihm eine charakteristische, leicht zähe Konsistenz, die deutlich sättigender ist als klassischer Milchreis. Gerösteter Sesam bringt eine nussige Note und einen angenehmen Texturkontrast, sodass jeder Löffel überraschend vielschichtig ist für ein so schlichtes Rezept.

Warum diese Version funktioniert

  • Gründliches Waschen des Reises sorgt für ein cremig‑dickes, aber nicht kompaktes Dessert ohne mehliges Mundgefühl.
  • Die Mischung aus Kokosmilch und Wasser bringt ein klares Kokosaroma ohne schwere Fettigkeit.
  • Gerösteter weißer und schwarzer Sesam bringt Aroma und Knusprigkeit in die glatte, leicht zähflüssige Masse.
Chinesisches Dessert aus Klebreis mit Kokosmilch und Sesam

Tipps vom Koch

Den Reis vor dem Kochen gründlich in mehreren Wassern waschen, bis das Wasser fast klar ist – so wird das Dessert cremig, aber nicht zu schwer. Bei sehr kleiner Hitze kochen und häufig umrühren, besonders zum Ende hin, da Klebreis leicht am Topfboden ansetzt. Den Sesam nur so lange in der trockenen Pfanne rösten, bis er intensiv duftet und einzelne Körner zu „hüpfen“ beginnen – er verbrennt schnell und wird dann bitter.

Serviervorschläge

Am besten warm in kleinen Schälchen servieren, mit geröstetem Sesam und optional etwas Kokosraspeln oder Scheiben reifer Mango bestreut. Dazu passen Jasmintee oder leicht herber grüner Tee, die die Süße ausbalancieren. Ein ideales Dessert für einen ruhigen Abend zu Hause, wenn es draußen kalt ist und du lieber etwas Süßes statt Abendessen essen möchtest.

Worauf man achten sollte

  • Die Hitze nicht plötzlich stark erhöhen, da Klebreis am Topfboden schnell ansetzt und bitter wird.
  • Den Topf zum Ende der Garzeit nicht länger als 2–3 Minuten ohne Umrühren stehen lassen.

Ersatzzutaten

  • Klebreis kannst du durch Sushireis ersetzen, das Dessert wird dann allerdings etwas weniger zäh und klebrig.
  • Weißen Zucker kannst du durch Rohrzucker austauschen, was eine leichte Karamellnote hinzufügt.
Vorbereitungszeit
10 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
40 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Klebreis (Sushi- oder asiatischer Klebreis) - 200 g
  • Kokosmilch - 400 ml
  • Wasser - 200 ml
  • Zucker - 60 g
  • Salz - 1 Prise
  • weiße Sesamsamen - 2 Esslöffel
  • schwarze Sesamsamen - 1 Esslöffel
  • Vanille oder Vanillinzucker - 0.5 Teelöffel
  • Scheiben frischer Mango oder anderer Früchte
Hauptzutat: Klebreis

Zubereitung

  1. Den Reis in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken, mit der Hand durchrühren und das trübe Wasser abgießen. 4–5‑mal waschen, bis das Wasser fast klar ist und die Körner weniger stark kleben. Gründlich in einem Sieb abtropfen lassen und 5 Minuten stehen lassen, damit das Wasser abläuft.
  2. Kokosmilch und Wasser in einen Topf mit dickem Boden geben, den Reis und eine Prise Salz hinzufügen. Umrühren und bei mittlerer Hitze erhitzen, dabei etwa jede Minute umrühren, bis die Flüssigkeit heiß ist und sich am Rand kleine Bläschen bilden, ohne kräftig zu kochen.
  3. Sobald die Flüssigkeit leicht zu köcheln beginnt, die Hitze auf sehr klein reduzieren und den Topf mit einem leicht geöffneten Deckel abdecken. 20–25 Minuten köcheln lassen, dabei alle 2–3 Minuten umrühren und den Boden gründlich abschaben – die Masse sollte nach und nach eindicken und die Körner weich werden.
  4. Zucker und Vanille hinzufügen und gründlich einrühren. Ohne Deckel weitere 3–5 Minuten bei kleiner Hitze kochen, dabei den Boden ständig umrühren. Das Dessert ist fertig, wenn es so dick ist wie ein sehr fester Pudding und der Topfboden nach einem Löffelstrich 1–2 Sekunden sichtbar bleibt.
  5. Wenn du siehst, dass die Flüssigkeit verdampft ist, die Körner innen aber noch leicht hart sind, nach und nach 2–3 EL Wasser zugießen. Die Masse sollte nur sanft blubbern; kocht sie stark, sofort die Hitze reduzieren, da der Reis leicht anbrennt.
  6. Während der Reis kocht, den Sesam rösten: Weißen und schwarzen Sesam in einer trockenen, erhitzten Pfanne verteilen. 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze rösten, die Pfanne dabei häufig schwenken, bis der Sesam intensiv duftet, einzelne Körner „hüpfen“ und der weiße Sesam leicht goldgelb wird.
  7. Das heiße Dessert in kleine Schälchen oder Gläser füllen und Platz für die Früchte lassen. Die Oberfläche mit einem Löffel glattstreichen – die Masse sollte so dick sein, dass der Löffel eine deutliche Spur hinterlässt, die sich nur langsam wieder schließt.
  8. Die Oberfläche mit der Mischung aus geröstetem Sesam bestreuen, einen Teil für später aufbewahren, falls du das Dessert kalt servieren möchtest. Sofort warm servieren oder abkühlen lassen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchkühlen, bis die Masse wie Pudding fest geworden ist.
  9. Unmittelbar vor dem Servieren Scheiben von frischer Mango oder anderen Früchten deiner Wahl darauflegen – sie sollten an der Oberfläche liegen bleiben und nicht einsinken; das zeigt, dass das Dessert gut durchgestockt ist.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Nein

Im Kühlschrank hält sich das Dessert 2 Tage. Beim Aufwärmen in einem Topf etwas Wasser oder Kokosmilch zugeben und bei kleiner Hitze unter Rühren erwärmen, damit nichts ansetzt.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich koche dieses Dessert meistens an Sonntagabenden, wenn nach einem Curry vom Mittag noch Kokosmilch übrig ist – ich gebe Reis dazu, stelle den Herd auf kleine Flamme und lese weiter, während ich nur ab und zu nachsehe, ob nichts anbrennt. Ich mache gern etwas mehr und esse den Rest am nächsten Morgen zum Frühstück, leicht erwärmt mit einem zusätzlichen Löffel Kokosmilch.

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