Chinesische Sesambällchen Jian Dui mit schwarzer Sesampaste Recipe
Jian Dui ist ein beliebtes chinesisches Dessert, das oft zu Festtagen und an Straßenständen serviert wird. Es sind kleine Bällchen aus Klebreisteig, in Sesam gewälzt und frittiert, bis sie außen goldbraun und leicht knusprig und innen weich und elastisch sind. In dieser Version sind sie mit aromatischer schwarzer Sesampaste gefüllt – ein bisschen wie eine Mischung aus Krapfen und Sesamriegel in einem Bissen.
Jian dui werden in vielen Regionen Chinas zu Festtagen zubereitet und gelten als Symbol für Glück und Wohlstand, weil sie beim Frittieren stark aufgehen. In kantonesischen Dim-Sum-Restaurants sind sie oft mit roter Bohnenpaste gefüllt, während die Variante mit schwarzem Sesam besonders als hausgemachtes Dessert beliebt ist.
Chinesische Sesambällchen Jian Dui sind ein Dessert mit überraschender Textur – eine knusprige Sesamhülle umschließt elastischen Klebreisteig und aromatische schwarze Sesampaste. Der Kontrast zwischen der leichten Bitterkeit des gerösteten Sesams und der feinen Süße der Füllung macht es schwer, bei nur einem Stück aufzuhören. In China werden sie häufig zu Festtagen und Familienfeiern serviert, ersetzen in der heimischen Version aber wunderbar klassische Krapfen oder Spritzgebäck.
Warum diese Version funktioniert
- Die gut gekühlte Füllung aus schwarzem Sesam lässt sich leicht formen und läuft beim Frittieren nicht aus.
- Langes, gründliches Kneten des Teigs macht ihn geschmeidig und reduziert das Risiko, dass die Bällchen im heißen Öl aufreißen.
- Frittieren bei 150–160°C lässt die Bällchen langsam aufgehen und gleichmäßig durchgaren, ohne dass der Sesam verbrennt.
- Ein sorgfältiges Panieren und festes Andrücken der Sesamsamen sorgt für eine gleichmäßige, knusprige Kruste, die nicht abfällt.
Tipps vom Koch
Den Teig aus Klebreismehl so lange kneten, bis er glatt und leicht elastisch ist – wenn er bröselig ist, nach und nach etwas mehr heißes Wasser zugeben. Forme die Bällchen sorgfältig ohne Risse, sonst dringt beim Frittieren Öl ins Innere und das Dessert saugt sich voll Fett. Frittiere bei mittlerer Temperatur: Ist das Öl zu heiß, bräunt der Sesam zu schnell, während das Innere noch roh bleibt – besser die Bällchen ein paar Minuten ruhig im Öl „aufgehen“ lassen.
Serviervorschläge
Serviere Jian Dui noch leicht warm mit einer Tasse grünem Tee oder Jasmintee – der Aufguss unterstreicht das Sesamaroma perfekt. Für Treffen zu Hause kannst du sie auf einer großen Platte zusammen mit frischem Obst und Stücken Zartbitterschokolade anrichten, als Alternative zu Kuchen. Sie sind auch ein idealer süßer Snack für Spieleabende oder Serienmarathons statt Chips.
Worauf man achten sollte
- Bleiben nach dem Formen Risse oder Stellen mit sichtbarer Füllung, dringt Öl ins Innere ein und die Füllung kann auslaufen.
- Ist das Öl zu heiß, wird der Sesam schnell dunkel, während das Innere roh und gummiartig bleibt – reduziere die Hitze, wenn die Bällchen in weniger als 2–3 Minuten bräunen.
- Lege nicht zu viele Bällchen auf einmal ins Öl, da die Temperatur sonst stark abfällt und sie mehr Fett aufsaugen.
Ersatzzutaten
- Die Butter in der Füllung kannst du durch Kokosöl ersetzen; das verleiht einen dezenten Kokosgeschmack.
- Schwarzen Sesam kannst du durch weißen Sesam austauschen, allerdings wird das Aroma milder und weniger herb.
Zutaten
- Klebreismehl nicht durch normales Reismehl ersetzen; erhältlich in Asialäden - 250 g
- Zucker für den Teig - 70 g
- heißes Wasser nicht kochend, aber sehr warm - 160 ml
- schwarzer Sesam für die Füllung; weißer Sesam ist möglich, schmeckt aber milder - 60 g
- Zucker für die Füllung - 40 g
- Butter oder Kokosöl geschmolzen, für die Füllung - 25 g
- weißer Sesam zum Wälzen der Bällchen - 80 g
- Öl zum Frittieren; Menge abhängig vom Topf - 700 ml
Zubereitung
- Die Füllung vorbereiten: Schwarzen Sesam in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3–5 Minuten unter häufigem Rühren rösten, bis er intensiv duftet und leicht zu springen beginnt. Darauf achten, dass er nicht verbrennt.
- Die abgekühlten Samen in einer Kaffeemühle oder einem Mixer zu einem feinen Pulver mahlen, das an feuchten Sand erinnert. Mit Puderzucker und geschmolzener Butter oder Kokosöl verrühren, bis eine dicke, klebrige Paste entsteht, die ihre Form behält.
- Aus der Paste kleine Kugeln in Haselnussgröße (ca. 8–10 g) formen und auf einen Teller legen. Mindestens 20 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis sie deutlich fester sind und nicht mehr an den Fingern kleben.
- Für den Teig Klebreismehl und Zucker in eine Schüssel geben. Nach und nach heißes Wasser zugießen und mit einem Löffel rühren, bis ein weicher, leicht klebriger Teig entsteht; etwas abkühlen lassen und dann 3–4 Minuten kneten, bis er glatt ist und keine Risse mehr zeigt.
- Wenn der Teig bröselig ist oder trockene Risse aufweist, teelöffelweise heißes Wasser zugeben und weiterkneten, bis die Oberfläche glatt wie Modelliermasse ist. Den fertigen Teig in Stücke zu je ca. 20 g teilen und zu Kugeln formen.
- Jede Teigkugel in der Handfläche zu einer Scheibe flachdrücken, dabei die Mitte etwas dicker lassen als den Rand. Eine gekühlte Füllungskugel in die Mitte setzen, die Ränder nach oben ziehen, die Naht sorgfältig verschließen und erneut zu einer glatten Kugel ohne sichtbare Füllung rollen.
- Weißen Sesam in eine weite Schüssel geben. Jede Kugel leicht mit Wasser befeuchten, gründlich im Sesam wälzen und die Körner mit den Händen sanft andrücken, bis sie eine dichte, gleichmäßige Schicht auf der gesamten Oberfläche bilden.
- Öl in einem Topf oder in einer tiefen Pfanne auf 150–160°C erhitzen. Wenn kein Thermometer vorhanden ist, ein kleines Stück Teig hineingeben: Es sollte langsam an die Oberfläche steigen und leise brutzeln und erst nach einigen Dutzend Sekunden zu bräunen beginnen.
- Die Bällchen portionsweise 6–8 Minuten frittieren und dabei mit einem Schaumlöffel oder Essstäbchen vorsichtig bewegen, damit sie sich drehen. Zunächst liegen sie auf dem Boden, dann steigen sie auf und gehen deutlich auf; wenn der Sesam gleichmäßig goldgelb ist, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Vor dem Essen 5–10 Minuten abkühlen lassen, da die Füllung im Inneren sehr heiß ist und verbrennen kann. Die Bällchen lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren, wenn der Teig elastisch und die Kruste noch leicht knusprig ist.
Aufbewahrung
Reste nach dem Abkühlen in einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur 1 Tag oder im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren. Vor dem Servieren im Ofen oder in der Pfanne kurz erwärmen, damit sie wieder leicht knusprig und weich werden. Tiefgekühlte Bällchen direkt aus dem Gefrierfach im heißen Ofen aufbacken.
Ich mache diese Bällchen einmal im Jahr rund um das chinesische Neujahrsfest – ich reserviere mir dann einen ganzen Abend nur fürs Formen, Frittieren und „Probieren“ direkt vom Küchenpapier. Ich lege mir immer ein paar in eine Dose für den nächsten Tag zurück, aber meistens sind sie schon aufgegessen, bevor sie ganz abgekühlt sind.