Chinesisches Dessert aus frittierten Bananen im Sesammantel Recipe
Ein einfaches, aber eindrucksvolles Dessert: Bananenstücke in einem leichten Teig, goldbraun ausgebacken und mit Sesam bestreut. In vielen chinesischen Restaurants werden ähnliche Desserts am Ende des Menüs serviert – außen knusprig, innen weich und süß. Ein bisschen wie unsere Pfannküchlein, nur in einer Bananen-Sesam-Version.
Ähnliche Desserts mit in Teig gebackenen Früchten findet man in vielen chinesischen Restaurants, manchmal zusätzlich in Karamell gewälzt. Straßenstände machen meist eine schlichtere Version: dünner Teig, Sesam und kurzes Frittieren in heißem Öl.
Dieses Dessert verbindet einen leicht knusprigen, goldbraunen Teig mit heißer, weicher Banane im Inneren und einem dezent nussigen Sesamaroma – eine ganz andere Liga als eine rohe Banane. In chinesischen Restaurants sind solche Süßspeisen oft die heimlichen Stars der Karte: einfache Zutaten, aber ein Effekt wie aus einer Dessertbar.
Warum diese Version funktioniert
- Sprudelwasser und Backpulver lockern den Teig, sodass die Hülle leicht und knusprig wird.
- Die Zugabe von Stärke sorgt dafür, dass die Ummantelung schneller fest wird und länger knusprig bleibt.
- Dickere, schräg geschnittene Bananenstücke behalten ihr cremiges Inneres und zerfallen nicht im Öl.
- Das Wälzen in Sesam vor dem Frittieren verstärkt das nussige Aroma und die Textur.
Tipps vom Koch
Der Teig sollte glatt und relativ leicht sein – Sprudelwasser sorgt für eine luftigere, aufgelockerte Struktur, deshalb gebe ich es erst kurz vor dem Frittieren dazu. Die Bananen schneide ich in dickere Stücke und wälze sie vor dem Eintauchen in den Teig in etwas Mehl, so haftet der Teig besser und läuft beim Frittieren nicht so leicht ab. Das Öl muss gut erhitzt, aber nicht rauchend heiß sein – ist die Temperatur zu niedrig, saugt der Teig zu viel Fett auf und wird schwer.
Serviervorschläge
Am besten sofort nach dem Frittieren servieren, noch heiß, mit etwas Honig, Ahornsirup oder einer dicken Karamellsauce darüber. Sie passen hervorragend zu grünem Tee oder einem kleinen Espresso nach einem selbst gekochten „chinesischen“ Abendessen. Für einen Abend mit Freunden serviere ich sie gern mit einer Kugel Vanilleeis, die auf den heißen Bananenstücken langsam schmilzt.
Worauf man achten sollte
- Verwende keine überreifen Bananen mit vielen dunklen Flecken – sie zerfallen beim Wenden im Teig.
- Wenn die Stücke beim Hineingeben ins Öl nicht sofort zischend an die Oberfläche steigen, ist das Fett zu kalt und der Teig saugt sich mit Öl voll.
- Zu dicker Teig bildet eine schwere, mehlig schmeckende Kruste – mit etwas Wasser verdünnen, bis er nur minimal dicker als Pfannkuchenteig ist.
Ersatzzutaten
- Honig kannst du durch Ahornsirup oder Agavensirup ersetzen.
- Einen Teil des weißen Sesams kannst du durch schwarzen Sesam ersetzen – für kräftigeres Aroma und mehr Kontrast.
Zutaten
- reife, aber feste Bananen mittelgroß - 3 Stück
- Mehl - 80 g
- Kartoffel- oder Maisstärke ca. 2 Esslöffel - 20 g
- Backpulver - 0.5 Teelöffel
- Mineralwasser mit Kohlensäure oder stilles Wasser kalt - 100 ml
- weißer Sesam - 2 Esslöffel
- Zucker für den Teig - 2 Esslöffel
- Salz - 1 Prise
- Öl zum Frittieren - 400 ml
- Honig oder Ahornsirup zum Beträufeln, optional
Zubereitung
- In einer Schüssel Mehl, Stärke, Backpulver, Zucker und eine Prise Salz vermischen, bis alles gleichmäßig verteilt ist und keine sichtbaren Klümpchen mehr vorhanden sind. Mit einem Schneebesen arbeiten, um die Mischung leicht zu lockern.
- Nach und nach sehr kaltes Wasser (am besten aus dem Kühlschrank) zugießen und mit dem Schneebesen rühren, bis ein glatter, leicht fließender Teig entsteht. Er sollte in einem dicken Band vom Löffel laufen und diesen mit einer dünnen, gleichmäßigen Schicht überziehen.
- Bananen schälen und schräg in Stücke von 3–4 cm Länge schneiden. Zu dünne Scheiben zerfallen leicht; wenn die Bananen sehr weich sind, für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sie etwas fester werden und ihre Form besser halten.
- Öl in einer tiefen Pfanne oder in einem Topf auf 170–180 °C erhitzen. Gibst du einen Tropfen Teig hinein, sollte er sofort an die Oberfläche steigen, kräftig brutzeln und langsam goldgelb werden, ohne innerhalb von ein paar Sekunden dunkel zu werden.
- Sesam auf einen kleinen Teller geben. Jedes Bananenstück in den Teig tauchen, den Überschuss zurück in die Schüssel abtropfen lassen (ohne dicke „Zapfen“) und anschließend vorsichtig im Sesam wälzen, dabei den Sesam leicht mit den Fingern andrücken.
- Die Bananenstücke vorsichtig portionsweise (je 5–6 Stück) in das heiße Öl geben, damit die Temperatur nicht zu stark absinkt und die Stücke nicht aneinanderkleben. 2–3 Minuten frittieren und dabei behutsam wenden, bis der Teig überall gleichmäßig goldgelb, deckend und deutlich knusprig ist.
- Die fertig ausgebackenen Bananen mit einem Schaumlöffel auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen. Wenn das Papier sich schnell mit Öl vollsaugt, auswechseln, damit das Dessert leichter und weniger fettig bleibt und die Panade von unten nicht aufweicht.
- Mit den restlichen Bananenstücken ebenso verfahren und darauf achten, dass das Öl möglichst gleichmäßig heiß bleibt – beginnt es stark zu rauchen oder der Sesam wird innerhalb weniger Sekunden dunkel, die Hitze reduzieren.
- Sofort servieren, solange die Bananen noch heiß und knusprig sind, mit einem feinen Strahl Honig oder Ahornsirup beträufelt. Für eine besonders eindrucksvolle Variante eine Kugel Vanilleeis dazugeben, die am heißen Teig leicht zu schmelzen beginnt.
Aufbewahrung
Am besten frisch und heiß servieren. Reste können bei Zimmertemperatur auf einem Teller ohne Abdeckung kurz stehen bleiben, damit sie nicht durch Kondenswasser aufweichen. Zum Aufwärmen kurz im Ofen oder in der Heißluftfritteuse knusprig backen, nicht in der Mikrowelle, da sie sonst weich werden.
Das ist mein Notfall-Dessert, wenn Freunde anrufen und sagen, dass sie „in einer halben Stunde vorbeikommen“ – Bananen und Mehl habe ich fast immer im Haus, also rühre ich nur schnell den Teig an und erhitze das Öl. Manchmal mache ich auch eine Mini-Version in der Grillpfanne ohne tiefes Frittieren, wenn wir mitten in der Woche einen „süßen Abend“ einlegen.