Thailändischer Jasminreis mit Spiegelei und Pfannengemüse Recipe
Ein einfaches, hausgemachtes Gericht, inspiriert von thailändischen Frühstücken – eine Schüssel Reis, darauf ein Ei mit flüssigem Eigelb und schnell gebratenes Pfannengemüse. So etwas wie das thailändische Pendant zu unserem „Ei auf Reis“, ideal für ein entspanntes Wochenende oder ein schnelles, sättigendes Mittagessen.
In einfachen Garküchen in Thailand ist eine Schüssel Reis mit Ei und Gemüse ein schnelles Frühstück oder ein später Lunch für die Angestellten der umliegenden Läden. Es ist alltägliches Hausmannskost, bei der die Textur von Reis und Ei wichtiger ist als eine aufwendige Sauce.
Dieses Gericht zeigt, wie in Thailand aus einfachen Zutaten – Reis, Ei und etwas Gemüse – eine vollwertige Mahlzeit entsteht, die zu jeder Tageszeit passt. Aromatischer Jasminreis bildet den milden Hintergrund für ein Ei mit flüssigem Eigelb, das wie eine Sauce wirkt, und schnell angebratenes Gemüse mit leichtem Biss. Ein großartiges Beispiel für komfortables, hausgemachtes Essen auf thailändische Art, ganz ohne komplizierte Saucen und lange Zutatenlisten.
Warum diese Version funktioniert
- Das separate Braten der Eier ermöglicht es, den Gargrad des Eigelbs genau zu kontrollieren.
- Kurz angebratenes Gemüse behält Farbe und leichte Knackigkeit, sodass das Gericht nicht fade wirkt.
- Gut gespülter und ausgedampfter Reis bleibt unter den Toppings locker und körnig, statt zu einem festen Block zu werden.
Tipps vom Koch
Den Reis etwas früher kochen und leicht ausdampfen lassen – zu feuchter Reis wird unter Gemüse und Ei schnell matschig. Das Gemüse kurz in einer gut erhitzten Pfanne braten, nur bis es leicht weich ist, damit Farbe und Struktur erhalten bleiben. Das Spiegelei bei mittlerer Hitze mit Deckel braten, bis das Eiweiß vollständig gestockt ist, das Eigelb aber flüssig bleibt – das ist der Schlüssel zur cremigen „Sauce“ auf dem Reis.
Serviervorschläge
In einer tiefen Schüssel servieren, mit etwas Sojasauce oder Fischsauce zum Beträufeln und frischem Schnittlauch oder Koriander obendrauf. Dazu passen grüner Tee, leicht gesüßter Eistee oder ein hausgemachtes Limettengetränk. Das Gericht eignet sich hervorragend als schnelles Homeoffice-Mittagessen oder gemütliches Wochenendfrühstück, wenn du nicht lange am Herd stehen möchtest.
Ersatzzutaten
- Jasminreis kannst du durch einen anderen langkörnigen Reis ersetzen, solange du ihn gut ausdampfen lässt.
- Austernsauce kannst du durch Hoisinsauce oder – in einer fischfreien Version – durch einen zusätzlichen Teelöffel Sojasauce ersetzen.
- Stangenbohnen lassen sich durch kleine Brokkoliröschen ersetzen, die du 1–2 Minuten länger brätst.
Zutaten
- Jasminreis - 150 g
- Wasser zum Kochen des Reises (nach Packungsanweisung)
- Eier - 2 Stück
- Möhre (in feine Stifte geschnitten) - 1 Stück
- grüne Bohnen, tiefgekühlt oder frisch (in 3–4 cm lange Stücke geschnitten) - 100 g
- Paprika (in Streifen geschnitten) - 0.5 Stück
- Knoblauch (fein gehackt) - 1 Zehe
- Sojasauce - 2 Esslöffel
- Austernsauce (kann durch zusätzliche Sojasauce ersetzt werden) - 1 Esslöffel
- Öl (zum Braten) - 2 Esslöffel
- Schnittlauch (gehackt, zum Bestreuen) - 1 Esslöffel
- Pfeffer (zum Abschmecken) - 0.25 Teelöffel
Zubereitung
- Den Jasminreis in einem Sieb unter kaltem Wasser spülen, bis das ablaufende Wasser fast klar ist. Nach Packungsanweisung kochen, bis die Körner weich, aber elastisch sind, dann vom Herd nehmen und 5–10 Minuten zugedeckt stehen lassen, damit er ausdampft und locker wird.
- Die Möhre in feine Stifte, die Paprika in Streifen schneiden und die Bohnen, falls sie sehr lang sind, in 2–3 Stücke teilen. Achte darauf, dass die Stücke ähnlich dick sind – so garen sie gleichmäßig und kein Gemüse wird matschig oder bleibt hart.
- In einer großen Pfanne 1 Esslöffel Öl bei mittlerer bis mittelhoher Hitze erhitzen. Den fein gehackten Knoblauch zugeben und etwa 30 Sekunden braten, bis er intensiv duftet und leicht goldgelb ist; wenn er zu schnell dunkel wird, die Hitze reduzieren, damit er nicht bitter wird.
- Möhre, Bohnen und Paprika hinzufügen. 5–7 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis das Gemüse weich, aber noch leicht knackig ist – beim Durchschneiden sollte es leichten Widerstand bieten, und die Farben sollen kräftig bleiben, nicht grau werden.
- Sojasauce und – falls verwendet – Austernsauce angießen. Alles gründlich vermischen und weitere 1–2 Minuten braten, bis die Flüssigkeit etwas einkocht und das Gemüse mit einer dünnen, glänzenden Schicht überzieht. Die Pfanne beiseitestellen und abdecken, damit das Gemüse warm bleibt und nicht austrocknet.
- In einer separaten Pfanne den restlichen Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Eier hineinschlagen, dabei darauf achten, die Eigelbe nicht zu beschädigen, und 3–4 Minuten braten, bis das Eiweiß vollständig gestockt ist, die Ränder leicht knusprig sind und das Eigelb deutlich flüssig bleibt.
- Wenn du das Eigelb etwas fester magst, die Pfanne für die letzte Minute abdecken oder die Eier vorsichtig für 20–30 Sekunden wenden. Ein ideales Ei hat auch direkt am Eigelb mattes, gestocktes Eiweiß, während das Eigelb sich beim Bewegen der Pfanne noch leicht „wiegt“.
- Heißen Reis in Schalen füllen und mit einer Gabel etwas auflockern, damit die Körner sich voneinander lösen. Das Pfannengemüse darauf verteilen und ganz oben jeweils ein Spiegelei platzieren, sodass das Eigelb ganz bleibt und beim Anstechen auslaufen kann.
- Alles mit gehacktem Schnittlauch und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Sofort servieren, bevor das Eigelb fest wird, damit man es anstechen und mit dem Reis zu einer dicken, cremigen Sauce vermischen kann.
Aufbewahrung
Übrig gebliebenen Reis und Gemüse getrennt im Kühlschrank aufbewahren und in der Pfanne oder Mikrowelle aufwärmen; die Eier immer frisch zubereiten und nicht wieder aufwärmen.
Ich mache diesen Reis am häufigsten, wenn ich spät vom Training nach Hause komme – ich weiß, dass ich in 15 Minuten aus ein paar Sachen aus dem Kühlschrank eine Schüssel habe, die richtig satt macht. Manchmal gebe ich auch Reste vom Brathähnchen vom Vortag dazu, wenn noch etwas übrig ist.