Thailändischer Jasminreis, gebraten mit Gemüse und Ei Recipe
Gebratener Jasminreis mit Gemüse und Ei ist die thailändische Antwort auf unsere Frage „Was mache ich mit dem Reis von gestern?“. In Thailand wird so ein Gericht oft als schnelles Frühstück oder Mittagessen serviert. Es ist einfach, bunt und hilft, Gemüsereste aus dem Kühlschrank zu verwerten.
In Thailand ist solcher gebratener Reis ein typisches Frühstücksgericht und gleichzeitig ein beliebtes spätes Abendessen aus dem Straßenwok – oft zubereitet aus den Resten des Vortags.
Dieser thailändische gebratene Jasminreis hat ein charakteristisches, leicht blumiges Aroma, das sich mit normalem Langkornreis nicht nachahmen lässt. Er verbindet salzige Sauce, knackiges Gemüse und zartes Ei zu einem Gericht, das in Thailand genauso oft morgens um sieben wie spät abends aus dem Straßenwok auf den Tisch kommt. Es ist eine clevere Art, den Reis von gestern in eine vollwertige, bunte Mahlzeit zu verwandeln.
Warum diese Version funktioniert
- Reis vom Vortag garantiert eine lockere, körnige Struktur statt klebrigen Reisbreis.
- Das getrennte Anbraten der Eier sorgt für weiche, deutlich spürbare Stücke statt trockener Fetzen.
- Stärkere Hitze trocknet den Reis leicht an und verleiht ihm das typische, leicht angeröstete Wok-Aroma.
- Das Gemüse ist simpel, leicht erhältlich und behält seine Farbe sowie eine leichte Knackigkeit.
Tipps vom Koch
Der Reis muss gut abgekühlt und leicht angetrocknet sein – frisch gekochter Reis klebt und verwandelt alles in eine breiige Masse. Brate zuerst das Gemüse in gut erhitztem Fett, gib dann den Reis dazu und ganz zum Schluss das Ei, das zwar stocken, aber weich bleiben soll. Rühre am Anfang nicht zu heftig, damit die Reiskörner leicht bräunen und Wok-Aroma entwickeln können.
Serviervorschläge
Serviere den Reis mit einem Limettenviertel und ein paar Gurkenscheiben – genau so machen es die Straßenverkäufer in Bangkok. Dazu passt leicht gesüßter Jasmin-Eistee oder einfach grüner Tee, wenn du das Gericht als schnellen Büro-Lunch isst. Für ein größeres, hausgemachtes Abendessen kannst du dazu einen einfachen Salat aus Chinakohl mit Koriander und Erdnüssen auf den Tisch stellen.
Worauf man achten sollte
- Warmer, frisch gekochter Reis wird kleben – lasse ihn vollständig auskühlen und lockere die Körner gut auf.
- Gieße die Sojasauce nicht am Ende nur an einer Stelle hinein, sonst brennt der Reis dort leicht an und schmeckt zu salzig.
- Ist die Pfanne nicht heiß genug, beginnt der Reis zu schmoren und wird feucht statt schön gebraten.
Ersatzzutaten
- Fischsauce kannst du durch helle Sojasauce ersetzen, um eine vegetarische Version zu erhalten.
- Tiefgekühlte Erbsen lassen sich durch Mais oder fein geschnittene grüne Bohnen ersetzen.
- Jasminreis kannst du bei Bedarf durch einen anderen gut ausgekühlten, langkörnigen Reis austauschen.
Zutaten
- gekochter und abgekühlter Jasminreis am besten Reis vom Vortag - 450 g
- Eier - 3 Stück
- Möhre in kleine Würfel geschnitten - 1 Stück
- tiefgekühlte Erbsen müssen nicht aufgetaut werden - 80 g
- Zwiebel fein gehackt - 0.5 Stück
- Knoblauch gehackt - 2 Zehen
- Sojasauce - 2.5 Esslöffel
- Fischsauce kann für eine vegetarische Version weggelassen werden - 1 Esslöffel
- Öl zum Braten - 3 Esslöffel
- Frühlingszwiebel in dünne Ringe geschnitten - 2 Stück
- Limettensaft optional, zum Servieren - 1 Esslöffel
- Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Wenn du frisch gekochten Reis verwendest, verteile ihn in einer dünnen Schicht auf einem Teller und lass ihn vollständig auskühlen, bis die Körner sich trocken anfühlen. Am besten eignet sich Reis, der am Vortag gekocht und im Kühlschrank durchgekühlt wurde.
- Kurz vor dem Braten alle Klümpchen im Reis mit der Hand oder einer Gabel zerdrücken, bis jedes Korn einzeln liegt. Der Reis sollte beim Mischen rascheln und nicht zu Klumpen zusammenkleben.
- Die Eier in einer Schüssel mit einer Prise Salz verquirlen. Eine große Pfanne oder einen Wok bei mittelhoher Hitze erhitzen, 1 Esslöffel Öl hineingeben und zu einer dünnen Schicht in der Pfanne verteilen.
- Die verquirlten Eier in die heiße Pfanne gießen. Braten und dabei die gestockten Ränder sanft zur Mitte schieben, bis weiche, feuchte Rühreiflocken ohne braune Stellen entstehen. Vom Herd nehmen, solange sie noch leicht cremig sind, und beiseitestellen.
- Das restliche Öl in dieselbe Pfanne geben. Die fein gehackte Zwiebel hinzufügen und 3–4 Minuten braten, bis sie weich und glasig ist und die Ränder leicht goldgelb werden, aber nicht bräunen.
- Den gehackten Knoblauch hinzufügen und etwa 1 Minute unter Rühren braten, bis ein deutlich süßlicher Knoblauchduft aufsteigt und die Scheibchen am Rand nur leicht goldgelb werden. Sobald sie dunkler zu werden beginnen, die Hitze sofort reduzieren.
- Die gewürfelte Möhre dazugeben und 3–4 Minuten braten, bis das Messer mit leichtem Widerstand hineingleitet. Die tiefgekühlten Erbsen hinzufügen und weitere 2 Minuten braten, bis sie vollständig aufgetaut und leuchtend grün sind.
- Die Hitze auf eine recht hohe Stufe erhöhen. Den Reis hinzufügen, Klümpchen mit dem Pfannenwender zerteilen und 3–4 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis die Körner heiß, locker und an den Rändern leicht trocken sind, nicht feucht und kompakt.
- Den Reis mit Sojasauce und Fischsauce beträufeln, dabei über die gesamte Oberfläche verteilen. 1–2 Minuten braten, bis jedes Reiskorn gleichmäßig gefärbt ist, die Sauce verdampft ist und am Pfannenboden leichte, trockene „Schabgeräusche“ zu hören sind. Mit Pfeffer abschmecken.
- Die gebratenen Eier und die schräg geschnittene Frühlingszwiebel hinzufügen. Vorsichtig untermischen, nur so weit, dass sich alles verbindet und die Eier in spürbaren Stücken bleiben. Sofort servieren und die Portion auf dem Teller mit Limettensaft beträufeln.
Aufbewahrung
Gekochten Reis immer rasch abkühlen und im Kühlschrank aufbewahren. Gebratenen Reis kannst du luftdicht verpackt 1 Tag im Kühlschrank lagern und in der Pfanne oder Mikrowelle gründlich erhitzen, bevor du ihn isst.
Ich mache diesen Reis am häufigsten am Sonntagabend, wenn nach der ganzen Woche noch eine halbe Möhre, eine Handvoll Erbsen und eine einsame Zwiebel im Kühlschrank liegen. Es ist auch mein Rettungsgericht nach dem Urlaub, wenn im Schrank nur Reis ist und mir die Kraft für einen Einkauf fehlt.