Thailändischer Jasminreis gebraten mit Ei und Mais Recipe

Dieser einfache gebratene Reis mit Ei und Mais ist eine thailändische Art, übrig gebliebenen Reis vom Vortag zu verwerten. In Thailand stehen ähnliche Gerichte oft zum Frühstück oder als schnelles Mittagessen auf dem Tisch – sie sind günstig, sättigend und in wenigen Minuten zubereitet. Die Aromen sind mild, daher ist es auch eine tolle Option für Kinder oder alle, die gerade erst in die thailändische Küche einsteigen.

Khao Pad ist eines der alltäglichsten Gerichte in Thailand – es wird überall angeboten, von Schulkantinen bis hin zu Straßenständen. Zu Hause entsteht es meist aus dem, was gerade da ist: Gemüseresten, Reis vom Vortag und einer kleinen Portion Eiweiß.

Dieses Gericht zeigt, wie meisterhaft Thailänder Reisreste verwerten und sie in etwas verwandeln, das nach Streetfood duftet und trotzdem sehr hausgemacht wirkt. Der milde Geschmack des Eis, die Süße des Mais und der leichte Biss der Möhre ergeben eine Schüssel voller Komfort, die dennoch einen Hauch Exotik mitbringt. Es ist ein idealer Einstieg in thailändische Aromen – ganz ohne scharfe Chilis und komplizierte Saucen.

Warum diese Version funktioniert

  • Die Verwendung gut abgekühlten Reises sorgt dafür, dass die Körner getrennt braten, statt zu verkleben.
  • Das getrennte Anbraten der Eier liefert weiche, klar erkennbare Stücke statt eines im Hintergrund verschwindenden Rühreis.
  • Die Kombination aus Sojasauce und Fischsauce ergibt einen tieferen, typisch thailändischen Geschmack als reine Sojasauce.
  • Kurz angebratene Karotte bringt Knackigkeit, Mais sorgt für Süße – so schmeckt das Gericht nicht eindimensional.
Thailändischer Jasminreis gebraten mit Ei und Mais

Tipps vom Koch

Der Reis muss unbedingt gut abgekühlt und trocken sein – am besten vom Vortag; frisch gekochter Reis klebt und macht alles breiig. Brate das Ei in einer gut vorgeheizten Pfanne und rühre es erst, wenn es am Boden leicht gestockt ist – so wird es fluffig statt gummiartig. Probiere das Gericht gegen Ende der Garzeit und würze mit Sojasauce in kleinen Mengen nach, damit es nicht zu salzig wird.

Serviervorschläge

Serviere den gebratenen Reis direkt nach dem Braten mit Limettenstücken und gehackter Frühlingszwiebel – so kann jeder seine Portion am Tisch selbst abschmecken. Dazu passen grüner Tee oder selbstgemachter Eistee mit Zitrone besonders gut. Dieses Gericht rettet den Abend nach einem späten Feierabend, wenn im Kühlschrank nur noch Reis vom Vortag und ein paar Gemüsereste liegen.

Worauf man achten sollte

  • Keinen heißen, frisch gekochten Reis verwenden – er verwandelt sich in der Pfanne in eine klebrige Masse.
  • Nicht zu viel Reis auf einmal in die Pfanne geben; eine dicke Schicht beginnt zu garen, statt zu braten.
  • Saucen nach und nach hinzufügen und abschmecken, da das fertige Gericht sonst schnell zu salzig wird.
  • Knoblauch nur kurz anbraten; wird er zu dunkel, macht er den ganzen Reis bitter.

Ersatzzutaten

  • Mais kannst du durch grüne Erbsen oder eine Mischung aus tiefgekühltem Gemüse ersetzen.
  • Für eine vegetarische Version die Fischsauce weglassen und die Menge an Sojasauce leicht erhöhen.
  • Frühlingszwiebeln lassen sich durch fein gehackte Zwiebeln oder nur Schnittlauch ersetzen.
  • Weißen Pfeffer kannst du durch schwarzen ersetzen – gib ihn aber nach und nach dazu, da sein Aroma kräftiger wirkt.
Vorbereitungszeit
10 Min
Kochzeit
12 Min
Gesamtzeit
22 Min
Portionen
2

Zutaten

  • gekochter und abgekühlter Jasminreis am besten vom Vortag - 300 g
  • Eier verquirlt - 2 Stück
  • Mais aus der Dose oder tiefgekühlt abgetropft, falls aus der Dose - 80 g
  • Möhre fein gewürfelt - 0.5 Stück
  • Zwiebel in dünne Scheiben geschnitten - 2 Stück
  • Sojasauce - 1.5 Esslöffel
  • Fischsauce kann durch zusätzliche Sojasauce ersetzt werden - 1 Esslöffel
  • Öl zum Braten - 2 Esslöffel
  • Knoblauch fein gehackt - 1 Zehe
  • Pfeffer nach Geschmack - 0.25 Teelöffel
  • Gurkenscheiben zum Servieren optional
  • Viertel Limette zum Servieren optional - 2 Stück
Hauptzutat: Jasminreis

Zubereitung

  1. Alle Zutaten vorbereiten: Eier in einer Schüssel verquirlen, die Möhre fein würfeln, die Frühlingszwiebel in Scheiben schneiden und den Knoblauch fein hacken. Den Reis mit den Fingern auflockern, falls er zusammenklebt, damit sich die Körner trennen.
  2. In einer großen Pfanne oder einem Wok 1 Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Eier hineingießen und etwa 1 Minute braten, dabei vorsichtig rühren, bis weiche Rühreistücke entstehen. Die Eier auf einen Teller geben.
  3. In derselben Pfanne den zweiten Esslöffel Öl erhitzen. Den Knoblauch zugeben und unter Rühren etwa 30 Sekunden braten, bis er duftet, aber nicht bräunt.
  4. Die Möhre zugeben und 2–3 Minuten braten, bis sie leicht weicher wird. Dann den Mais und die Hälfte der geschnittenen Frühlingszwiebel hinzufügen und eine weitere Minute braten.
  5. Den gekochten Reis zugeben. 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze braten, häufig rühren und Klümpchen zerteilen, bis der Reis heiß und leicht trocken geröstet ist.
  6. Sojasauce und Fischsauce zugießen, mit Pfeffer bestreuen. Alles gut vermischen, damit die Sauce den Reis und das Gemüse gleichmäßig überzieht.
  7. Die gebratenen Eier wieder zugeben, vorsichtig unterheben und weitere 1–2 Minuten braten, bis alles gut vermischt und heiß ist.
  8. Den Reis auf Teller geben und mit der restlichen Frühlingszwiebel bestreuen. Mit Gurkenscheiben und Limettenvierteln zum Beträufeln vor dem Essen servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Nein

Reste des gebratenen Reises vollständig abkühlen lassen und in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bis zu 2 Tage aufbewahren. Vor dem Verzehr in der Pfanne oder Mikrowelle gründlich durcherhitzen. Nicht mehrfach aufwärmen.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Am häufigsten mache ich diesen gebratenen Reis am Sonntagabend, wenn nach einer Woche Kochen noch eine Schüssel Reis vom Freitags-Curry übrig ist. Dann kommt alles in die Pfanne, was ich noch in der Gemüseschublade finde, und in 10 Minuten steht das Serien-Abendessen auf dem Tisch.

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