Thailändische Tofu-Gemüse-Spieße vom Grill Recipe
Bunte Spieße aus mariniertem Tofu und Gemüse sind die pflanzliche Version von thailändischem Street Food – ideal für den Grill oder die Grillpfanne. In Thailand findet man auf der Straße unzählige Spieße – meist mit Fleisch, aber immer öfter auch mit Gemüse. Dieses Gericht ist perfekt für Partys, wenn du deine Gäste mit etwas anderem als der klassischen Grillwurst überraschen möchtest.
Auf den Straßenmärkten in Thailand liegen neben Fleischspießen oft auch Gemüse und Tofu auf dem Grill, die die kräftigen Marinaden genauso gut aufnehmen wie Fleisch. Dieses Rezept greift genau diese Idee auf: viel Geschmack in der Sauce, kurze Grillzeit und starke Röstung außen.
Diese thailändischen Spieße mit Tofu und Gemüse sind die pflanzliche Antwort auf die Grillklassiker der Straßen Bangkoks – voller Rauch-Aroma, einer pikant-süßen Marinade und zitrusfrischer Limette. Gut marinierter Tofu saugt die Sauce wie ein Schwamm auf und bekommt einen völlig neuen Charakter, weit entfernt vom Klischee des „geschmacklosen Käses“. Das bunte Gemüse ist hier nicht nur Beilage, sondern gleichberechtigter Star auf dem Teller.
Warum diese Version funktioniert
- Das gründliche Auspressen des Tofus vor dem Marinieren festigt seine Struktur und ermöglicht es ihm, mehr Marinade aufzunehmen.
- Das ausgewogene Verhältnis von Fett, Säure, Süße und Schärfe in der Marinade sorgt für eine schöne Karamellisierung des Tofus statt einer trockenen Kruste.
- Eingeweichte Spieße und mittlere Hitze verhindern, dass Holz und Honig zu schnell verbrennen, sodass die Spieße stabil bleiben.
- Wenn das Gemüse in ähnlich große Stücke geschnitten wird, garen Tofu und Gemüse gleichzeitig durch.
Tipps vom Koch
Tofu vor dem Marinieren gut auspressen (z.B. in ein Küchentuch wickeln und beschweren), damit er die Gewürze besser aufnimmt und auf dem Grill nicht zerfällt. Holzspieße mindestens 20–30 Minuten in Wasser einweichen, damit sie beim Grillen nicht verbrennen. Die Spieße häufig, aber vorsichtig wenden – Tofu neigt zum Ankleben, daher lieber kurz warten, bis er sich von selbst löst, statt zu reißen.
Serviervorschläge
Mit einer scharfen Erdnusssauce oder einem einfachen Dip aus Limettensaft, Sojasauce und Honig servieren, in den man jeden Bissen tauchen kann. Dazu passen ein Salat aus Chinakohl mit Koriander und eine Schüssel Jasminreis oder gegrillte Ananasscheiben. Dieses Gericht sorgt auf Sommergrills im Garten regelmäßig für Begeisterung – besonders dann, wenn alle nur mit Wurst und Nackensteaks rechnen.
Worauf man achten sollte
- Zu kleine Tofuwürfel brechen beim Wenden leicht – halte mindestens 2 cm Kantenlänge ein.
- Zu starke Hitze lässt den Honig in der Marinade verbrennen, bevor der Tofu innen heiß wird.
- Die Spieße nicht sofort wenden – warte, bis sich der Tofu von selbst leicht vom Rost löst, sonst reißt er.
- Nicht zu viel Marinade direkt auf den Rost bringen; der Überschuss tropft herunter und verbrennt unter den Spießen.
Ersatzzutaten
- Statt Tofu kannst du Tempeh verwenden, in ähnlich große Würfel schneiden und etwa 45 Minuten marinieren.
- Honig lässt sich durch Ahornsirup oder Agavendicksaft ersetzen, um eine vollständig vegane Variante zu erhalten.
- Koriander kannst du für korianderempfindliche Personen durch glatte Petersilie ersetzen.
- Die frische Chilischote kann durch Chiliflocken oder eine milde Chilisauce ersetzt werden, wenn du die Spieße weniger scharf magst.
Zutaten
- naturbelassener fester Tofu abgetropft - 400 g
- Paprika - 1 Stück
- Paprika - 1 Stück
- Zucchini mittelgroß - 1 Stück
- Zwiebel - 1 Stück
- Öl für Marinade und zum Bestreichen - 3 Esslöffel
- Sojasauce kann hell sein - 3 Esslöffel
- Limettensaft - 2 Esslöffel
- Knoblauch fein gehackt oder gerieben - 2 Zehen
- Honig oder Ahornsirup Veganer verwenden Sirup - 1.5 Esslöffel
- Chilischote fein gehackt, ohne Kerne - 0.5 Stück
- frischer Ingwer gerieben, Stück ca. 2 cm - 10 g
- frischer Koriander gehackt, zum Bestreuen - 2 Esslöffel
- geröstete Erdnüsse gehackt, optional zum Servieren - 2 Esslöffel
- Schaschlikspieße Holzspieße 20 Minuten vor dem Grillen in Wasser einweichen - 12 Stück
Zubereitung
- Tofu aus der Packung nehmen und gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen. In mehrere Lagen Küchenpapier wickeln, mit einem Teller oder einer leichten Platte beschweren und etwa 15 Minuten stehen lassen, bis das Papier deutlich feucht ist und der Tofu fester wirkt. Anschließend in Würfel von 2–2,5 cm Kantenlänge mit möglichst gleichmäßigen Seiten schneiden.
- Paprika entkernen und in größere Quadrate schneiden. Zucchini in ca. 1 cm dicke Halbringe schneiden. Rote Zwiebel schälen, vierteln und jedes Viertel in 2–3 Stücke schneiden, damit die Schichten auf dem Spieß nicht auseinanderfallen.
- In einer Schüssel Öl, Sojasauce, Limettensaft, Honig oder Ahornsirup, fein geriebenen Ingwer, durchgepressten Knoblauch und fein gehackte Chilischote verrühren. Die Marinade sollte glatt, leicht dickflüssig und deutlich salzig-süß mit einer pikanten Schärfe im Abgang sein.
- Tofuwürfel in die Marinade geben und behutsam mischen, damit die Kanten nicht zerbrechen. Mindestens 15, besser 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen und alle paar Minuten vorsichtig durchmischen – der Tofu sollte an den Rändern etwas nachdunkeln und sich glatt und leicht glitschig vom Saucefilm anfühlen.
- Wenn du Holzspieße verwendest, diese 20–30 Minuten in kaltem Wasser einweichen, bis sie nicht mehr an die Oberfläche treiben. In dieser Zeit den Grill, eine Grillpfanne oder den Backofen mit Grillfunktion auf mittelhohe Temperatur vorheizen.
- Tofu und Gemüse abwechselnd auf die Spieße stecken: Paprika, Tofu, Zucchini, Zwiebel, Tofu usw., dabei an beiden Enden jeweils etwa 2 cm frei lassen. Die Stücke sollten ähnlich groß sein, sodass der Spieß gleichmäßig „prall“ ist und keine großen Lücken entstehen.
- Die Spieße mit der restlichen Marinade mit einem Pinsel oder Löffel von außen bestreichen. Falls die Marinade sehr dick ist, 1 EL Wasser zugeben, damit sie sich als dünne, glänzende Schicht gut verteilen lässt, ohne in Strömen herunterzulaufen.
- Die Spieße auf den vorgeheizten Rost legen und 10–15 Minuten bei mittlerer Hitze grillen, dabei alle 2–3 Minuten wenden. Der Tofu ist fertig, wenn er goldbraune Röststreifen oder Flecken hat und das Gemüse innen weich, an den Rändern aber leicht gebräunt ist; die Spieße erst wenden, wenn sich der Tofu von selbst etwas vom Rost löst.
- Fertige Spieße auf eine Platte legen, mit gehacktem Koriander und grob gehackten, gerösteten Erdnüssen bestreuen. Sofort servieren, solange der Tofu heiß ist und das Gemüse noch bissfest und saftig, nicht schlaff, ist.
Aufbewahrung
Gegrillte Tofu-Spieße schmecken frisch am besten. Reste kannst du abgekühlt luftdicht verpackt im Kühlschrank 1 Tag aufbewahren und in der Pfanne oder im Ofen kurz aufwärmen. Bereits einmal erhitzte Spieße nicht mehrfach wieder aufwärmen.
Diese Spieße habe ich das erste Mal an einem Maifeiertag gemacht, als sich herausstellte, dass plötzlich die Hälfte der Runde „auf veggie umgestiegen“ war und das Grillmenü in letzter Minute gerettet werden musste. Seitdem habe ich immer einen Block Tofu „auf Abruf“ im Kühlschrank, weil ich weiß, dass er auf dem Grill jede Situation rettet.