Sundubu Jjigae – scharfer Eintopf mit weichem Tofu und Meeresfrüchten Recipe
Sundubu Jjigae ist ein wärmender, dichter Eintopf mit sehr weichem Tofu, der in Korea an kühleren Tagen oder nach einer Feier oft als „Aufwach-Suppe“ gegessen wird. Er wird in kleinen, blubbernden Töpfchen serviert, häufig mit einem rohen Ei obendrauf, das durch die heiße Brühe stockt. Zu Hause kannst du einen ähnlichen Effekt in einem normalen Topf erzielen – wichtig ist, das Gericht wirklich sehr heiß zu servieren.
Sundubu Jjigae verbindet seidig-weiches, fast löffelzartes Tofu mit einer intensiv scharfen, knoblauchreichen Brühe und dem salzigen Geschmack von Meeresfrüchten – ein Gericht, das wirklich von innen wärmt. In Korea gilt es oft als „Rettungssuppe“ nach einer langen Nacht, denn die scharfe Brühe und die hohe Temperatur bringen einen zuverlässig wieder auf die Beine.
Tipps vom Koch
Der Schlüssel ist, Gochujang und Gochugaru mit Zwiebel und Knoblauch anzubraten – die Gewürze müssen zu duften beginnen, dürfen aber nicht zu dunkel werden, sonst wird der Eintopf bitter. Gib das Tofu vorsichtig dazu und rühre danach nicht mehr kräftig, sondern bewege den Topf nur leicht, damit große, weiche Stücke erhalten bleiben. Die Meeresfrüchte kommen ganz zum Schluss hinein, und die Garzeit ist wichtig – zu lange gekochte Garnelen werden gummiartig, Muscheln hart.
Serviervorschläge
Serviere Sundubu Jjigae wirklich kochend heiß, am besten in kleinen Töpfchen oder ofenfesten Schüsseln, mit einer separaten Schüssel weißen Reis daneben – den Reis kann man in den Eintopf tauchen oder direkt in der Schüssel untermischen. Es ist ein ideales Gericht für einen kalten, regnerischen Abend oder nach einem langen Spaziergang, wenn du schnell wieder warm werden möchtest. Dazu passt heißer grüner Tee oder, wenn du magst, ein kleines Gläschen Soju daneben.
Zutaten
- Tofu sehr weich - 400 g
- Garnelen - 150 g
- Miesmuscheln oder andere Muscheln - 100 g
- Brühe - 800 ml
- Zwiebel - 1 Stück
- Knoblauch - 3 Zehe
- Gochujang-Paste - 1.5 Esslöffel
- Gochugaru-Chiliflocken - 1 Esslöffel
- Sojasauce - 2 Esslöffel
- Öl - 1.5 Esslöffel
- Sesamöl - 1 Esslöffel
- Zucker - 0.5 Teelöffel
- Zucchini - 0.5 Stück
- Champignons - 100 g
- Schnittlauch - 3 Esslöffel
- Ei - 1 Stück
Zubereitung
- Die Zwiebel fein würfeln, den Knoblauch sehr fein hacken, die Zucchini in Halbmonde schneiden, die Champignons in dünne Scheiben schneiden, den Schnittlauch schräg in Stücke schneiden.
- Garnelen und Muscheln unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen; bei Tiefkühlware vorher vollständig auftauen lassen.
- In einem Topf mit dickem Boden das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen, die Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten braten, bis sie weich und leicht glasig ist.
- Knoblauch, Gochugaru-Chiliflocken und Gochujang-Paste hinzufügen und 1–2 Minuten unter Rühren braten, bis die Gewürze intensiv duften, aber nicht anbrennen.
- Die Brühe angießen, Sojasauce und Zucker zugeben, umrühren, zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 5 Minuten köcheln lassen.
- Zucchini und Champignons zugeben und weitere 5 Minuten kochen, bis das Gemüse weich, aber noch nicht zerfallen ist.
- Das Tofu vorsichtig mit einem Löffel in den Topf geben und in größere Stücke teilen; nicht zu kräftig rühren, damit es nicht völlig zerfällt.
- Garnelen und Muscheln hinzufügen und bei niedriger Hitze 4–5 Minuten köcheln, bis die Meeresfrüchte matt und fest sind und die Suppe leicht sämig ist.
- Zum Schluss das Sesamöl einlaufen lassen und den Topf vorsichtig schwenken, statt mit dem Löffel zu rühren, um das Tofu nicht zu zerstören.
- Abschmecken und bei Bedarf mit zusätzlicher Sojasauce oder etwas Chiliflocken nachwürzen, wenn du es sehr scharf magst.
- Kurz vor dem Servieren den Eintopf nochmals kräftig zum Kochen bringen, das Ei in die Mitte hineinschlagen und 1–2 Minuten kochen, bis das Eiweiß zu stocken beginnt und das Eigelb flüssig bleibt.
- Vom Herd nehmen, mit gehacktem Schnittlauch bestreuen und sehr heiß servieren, am besten mit einer Schüssel gekochtem Reis dazu.
Aufbewahrung
Reste abkühlen lassen und in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von 2–3 Tagen auf kleiner Hitze im Topf oder in der Mikrowelle vorsichtig wieder erhitzen, ohne das Tofu zu stark zu rühren.