Süße gedämpfte Brötchen mit roter Bohnenpaste Recipe
Diese weichen, fluffigen Brötchen aus dem Dampfgarer, bekannt als Bao, sind in China ein beliebter Snack und ein typisches Dessert. Die Variante mit roter Bohnenpaste ist dezent süß und sehr sättigend – ein bisschen wie eine Mischung aus Hefeteilchen und Dampfnudel. In China isst man sie oft zum Frühstück oder als süße Beilage zum Tee.
Dou sha bao ist ein beliebter Bestandteil von Dim Sum in Südchina und Hongkong und wird dort oft zum Frühstück mit Tee gegessen. Die süße Paste aus roten Bohnen ist dort so alltäglich wie bei uns Konfitüre in Hefebrötchen.
Süße gedämpfte Brötchen mit roter Bohnenpaste sind die chinesische Antwort auf Hefeteilchen – nur werden sie im Dampf statt im Ofen gegart und bleiben dadurch besonders weich und saftig. Die mild süße Bohnenfüllung hat eine cremige, fast puddingartige Konsistenz und macht angenehm satt, ohne zu schwer oder zu süß zu sein. In China tauchen solche Bao sowohl an Frühstücksständen als auch bei gemütlichen Teerunden in der Familie auf.
Warum diese Version funktioniert
- Dämpfen statt Backen sorgt für einen außergewöhnlich weichen, schneeweißen Teig.
- Fertige Anko-Paste verkürzt die Arbeitszeit und garantiert eine gleichmäßige, glatte Füllung.
- Doppeltes Gehenlassen macht die Brötchen leicht und gleichmäßig luftig.
Tipps vom Koch
Den Teig so lange kneten, bis er wirklich glatt und elastisch ist – zu kurz geknetet ergibt kompakte statt fluffige Brötchen. Die Gehzeit ist entscheidend: Gib dem Teig so viel Zeit, wie er braucht, und orientiere dich eher am Volumen als an der Uhr; in einer kühlen Küche kann es doppelt so lange dauern. Beim Dämpfen den Deckel in den ersten Minuten nicht öffnen, sonst können die Brötchen zusammenfallen und verlieren ihre Leichtigkeit.
Serviervorschläge
Am besten noch warm servieren, idealerweise direkt nach dem Dämpfen, mit einer Tasse grünen oder Jasmintee – der Tee balanciert die Süße der Bohnenpaste wunderbar aus. Perfekt für ein entspanntes Wochenendfrühstück oder als süßer Snack für einen „Dim-Sum-Nachmittag“ zu Hause. Du kannst auch ein paar Brötchen in eine Dose packen und als süße Wegzehrung für eine längere Zugfahrt mitnehmen.
Worauf man achten sollte
- Die Flüssigkeit für den Teig darf nur lauwarm sein – zu heiß tötet die Hefe, und der Teig geht nicht auf.
- Den Deckel in den ersten 10 Minuten des Dämpfens nicht öffnen, sonst können die Brötchen zusammenfallen.
- Beim Formen nicht zu viel Mehl verwenden, sonst wird die Oberfläche nach dem Dämpfen trocken und matt.
Zutaten
- Mehl Type 450–550 - 400 g
- Trockenhefe, instant 1 Standardpäckchen - 7 g
- Zucker für den Teig - 40 g
- Milch oder Wasser lauwarm, nicht heiß - 220 ml
- Öl z.B. Rapsöl - 2 Esslöffel
- Prise Salz
- süße rote Bohnenpaste (Anko) in Asia-Läden erhältlich; siehe Variationen für einen Ersatz - 250 g
- Backpapier zum Unterlegen unter die Brötchen
Zubereitung
- Mehl, Hefe, Zucker und eine Prise Salz in eine große Schüssel geben und sorgfältig mit einem Löffel vermischen. Die Mischung sollte gleichmäßig sein, ohne dunklere Hefeklumpen, damit der Teig gleichmäßig aufgeht und keine Flecken bekommt.
- Lauwarme Milch oder Wasser (angenehm warm, nicht heiß) und das Öl hinzufügen. Den Teig 8–10 Minuten von Hand oder mit dem Knethaken kneten, bis er glatt, elastisch ist und sich von den Schüsselwänden löst; bei Fingerdruck soll er langsam zurückfedern.
- Wenn der Teig sehr klebrig ist, 1–2 Esslöffel Mehl zugeben, aber nicht mehr – er soll weich wie Knetmasse sein, nicht fest. Zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen, abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich verdoppelt hat und der Teig luftig wirkt.
- Falls die rote Bohnenpaste sehr flüssig ist, in einen kleinen Topf geben und bei geringer Hitze unter Rühren erhitzen, bis sie die Konsistenz von dicklicher Marmelade hat, die ihre Form auf dem Löffel behält. Vollständig abkühlen lassen, damit sie den Teig nicht erwärmt.
- Den gegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche legen. Die Luft vorsichtig herausdrücken, 20–30 Sekunden kneten, bis die großen Luftblasen verschwunden sind und die Oberfläche wieder glatt ist. Den Teig in 8 gleich große Stücke teilen, am besten mit Hilfe einer Waage.
- Jedes Stück zu einer Kugel formen und dann mit der Handfläche oder einem Nudelholz zu einer Scheibe von ca. 10 cm Durchmesser flachdrücken, mit dünnerem Rand und etwas dickerer Mitte. Dünnere Ränder lassen sich leichter zusammendrücken, und die dickere Mitte trägt die Füllung besser.
- Auf die Mitte jeder Scheibe 1–1,5 Esslöffel Bohnenpaste setzen. Die Ränder nach oben wie bei einem Säckchen zusammennehmen und sorgfältig verschließen, indem die Naht rundherum „zusammengekniffen“ wird, bis sie flach ist und keine sichtbaren Spalten mehr hat. Das Brötchen mit der Naht nach unten drehen und sanft glätten.
- Jedes Brötchen auf ein eigenes Quadrat Backpapier setzen. In den Dampfgarer oder auf einen Dämpfeinsatz über einem Topf mit Wasser legen und ausreichend Abstand lassen, da sie noch aufgehen. Abdecken und 15–20 Minuten ruhen lassen, bis sie deutlich aufgegangen und sehr leicht bei Berührung sind.
- Unmittelbar vor dem Dämpfen das Wasser unter dem Dampfgarer kräftig zum Kochen bringen. Die Brötchen ab dem Zeitpunkt starken Kochens 12–15 Minuten über intensiver Dampfhitze garen; der Dampf sollte konstant sein und der Deckel währenddessen nicht angehoben werden, damit sie nicht in sich zusammenfallen.
- Nach dem Ausschalten der Hitze 2 Minuten warten, ohne den Deckel abzunehmen, dann diesen schrittweise anheben und den Dampf entweichen lassen. So fallen die Brötchen nicht plötzlich zusammen. Am besten warm servieren, innerhalb von 10–15 Minuten, wenn sie am fluffigsten und zartesten sind.
Aufbewahrung
Gekochte Brötchen vollständig abkühlen lassen und luftdicht verpackt 1–2 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Zum Aufwärmen am besten erneut im Dampfgarer dämpfen, bis sie wieder weich und heiß sind.
Am liebsten mache ich diese Bao an einem ruhigen Sonntagvormittag, wenn genug Zeit ist, damit der Teig in Ruhe gehen kann und mehrere Dämpfgänge hintereinander möglich sind. Zwei Brötchen wandern fast immer „für schlechte Zeiten“ in die Tiefkühltruhe und werden nach einem anstrengenden Arbeitstag im Dampfgarer wieder aufgefrischt.