Chinesisches Dessert aus Kokosmilch und roten Bohnen Recipe
Dieses chinesische Dessert aus Kokosmilch und roten Bohnen ist dezent süß, cremig und sehr sättigend. In China sind süße Suppen und Desserts mit Bohnen etwas ganz Normales – ein bisschen so wie bei uns Pudding oder Grütze. Man kann es an kühlen Tagen warm servieren oder im Sommer gut gekühlt, wie einen dicken, kokosnussigen Pudding.
In China und vielen anderen asiatischen Ländern gelten süße Suppen aus Adzukibohnen als warmes Dessert oder Nachmittagssnack und werden oft in Teehäusern serviert. Die Kokos-Variante ist eine modernere, eher „caféartige“ Interpretation, inspiriert von den Küchen Südchinas und Hongkongs.
Dieses chinesische Dessert aus Kokosmilch und roten Bohnen verbindet die asiatische Tradition süßer Suppen mit der cremigen, tropischen Kokosnote, die man aus anderen Desserts kennt. Die dezente Süße und die dichte, fast puddingartige Konsistenz machen es zu etwas zwischen Dessert und kleiner, sättigender Mahlzeit – in China wird es abends oft anstelle von Kuchen gegessen.
Warum diese Version funktioniert
- Sie verbindet die traditionelle Bohnensuppe mit reichhaltiger Kokosmilch – so wird das Dessert cremig, bleibt aber im Geschmack angenehm leicht.
- Durch den Einsatz von Stärke lässt sich die Konsistenz einfach steuern, ohne das Verhältnis von Bohnen zu Milch zu verändern.
- Das teilweise Zerdrücken der Bohnen sorgt für eine cremige Basis, während die ganzen Bohnenstücke Textur geben.
- Eine Prise Salz verstärkt Kokos- und Vanillearoma, sodass das Dessert nicht fade wirkt.
Tipps vom Koch
Wenn du getrocknete Bohnen verwendest, koche sie wirklich weich, bis die Körner leicht zu zerfallen beginnen – dann wird das Dessert von selbst dicker und cremiger. Zucker nach und nach zugeben und zwischendurch probieren, da Kokosmilch je nach Marke unterschiedlich süß ist; vergiss die Prise Salz nicht, sie hebt den Geschmack hervor. Die Masse bei niedriger Hitze kochen und häufig umrühren, besonders am Topfboden, da Kokos leicht ansetzt.
Serviervorschläge
Serviere das Dessert an kühlen Abenden warm in kleinen Schälchen, ähnlich wie einen dicken Pudding – es passt hervorragend nach einem leichten Gemüseessen. Im Sommer kannst du es gut durchkühlen lassen und wie einen Pudding servieren, mit ein paar Eiswürfeln oder frischen Früchten (z. B. Mango) obendrauf. Es harmoniert gut mit ungesüßtem Grüntee, der die cremige Süße ausgleicht.
Worauf man achten sollte
- Kokosmilch nicht auf hoher Hitze kochen – sie brennt schnell an und hinterlässt bittere, braune Streifen am Topfboden.
- Stärke immer in kaltem Wasser anrühren; direkt in die heiße Flüssigkeit gegeben, bildet sie Klümpchen, die sich kaum auflösen.
- Die Bohnen müssen wirklich weich sein – zerfallen sie unter dem Löffel nicht leicht, noch länger kochen, sonst wirken sie mehlig im Biss.
Ersatzzutaten
- Statt Adzukibohnen kannst du rote Bohnen aus der Dose verwenden und dabei Sorten mit möglichst wenig mehliger Textur wählen.
- Vanille lässt sich durch Limetten- oder Orangenschale ersetzen, die gegen Ende der Kochzeit zugegeben wird.
- Weißen Zucker kannst du durch Rohrzucker oder Ahornsirup ersetzen – dabei wird der Nachtisch allerdings dunkler.
Zutaten
- rote Adzukibohnen oder rote Bohnen aus der Dose - 250 g
- Milch Kokosmilch aus der Dose - 400 ml
- Wasser - 300 ml
- Zucker - 3 EL
- Salz - 1 Prise
- Kartoffel- oder Maisstärke - 1.5 EL
- Vanille - 0.5 TL
- Kokosraspel - 2 EL
Zubereitung
- Wenn du getrocknete Bohnen verwendest, diese vorher einweichen (am besten über Nacht) und dann in frischem Wasser weich kochen, was 45–60 Minuten dauern kann. Für das Dessert etwa 250 g gekochte Bohnen verwenden. Wenn du Bohnen aus der Dose nimmst, abgießen und abspülen.
- Kokosmilch und 300 ml Wasser in einen mittelgroßen Topf geben. Zucker, eine Prise Salz und Vanille hinzufügen und bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und sich am Rand kleine Bläschen bilden – die Flüssigkeit soll heiß sein, aber nicht kräftig kochen.
- Die gekochten Bohnen in die heiße Kokosmilch geben, vorsichtig umrühren und leicht zum Köcheln bringen. Die Hitze reduzieren und 10–15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, dabei alle paar Minuten vom Topfboden her umrühren, bis die Flüssigkeit etwas eindickt und ein Teil der Bohnen zu zerfallen beginnt.
- Mit einem Löffel etwa 1/3 der Bohnen am Topfrand zerdrücken, bis ein Teil der Körner zu einer dicken Paste wird und ein Teil ganz bleibt. Die Masse sollte an eine Cremesuppe mit deutlich sichtbaren Bohnenstücken erinnern; für eine glattere Konsistenz mehr Bohnen zerdrücken.
- In einer kleinen Schüssel die Stärke mit 3–4 EL kaltem Wasser glatt rühren, bis eine vollkommen klümpchenfreie Suspension entsteht. Die Hitze unter dem Topf auf ein Minimum reduzieren und die Stärkemischung in einem dünnen Strahl einrühren, dabei den Nachtisch mit Löffel oder Schneebesen kräftig bewegen.
- Das Dessert weitere 2–3 Minuten bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren kochen, bis die Masse deutlich zu einer Art dünnem Pudding eindickt. Wenn du den Löffel anhebst, sollte sie glatt abfließen und einen dünnen, cremigen Film hinterlassen; bleibt sie auf dem Löffel stehen, etwas Wasser zugeben.
- Abschmecken und bei Bedarf noch 1–2 TL Zucker hinzufügen, dabei bedenken, dass das Dessert im kalten Zustand weniger süß wirkt. Den Topf vom Herd nehmen und etwa 5 Minuten stehen lassen, damit die Bläschen verschwinden und die Oberfläche glatt und leicht glänzend wird.
- Warm in kleinen Schälchen servieren und mit Kokosraspeln bestreuen – oben sollte sich eine zarte, cremige „Haut“ bilden. Für die kalte Variante den Nachtisch in Förmchen füllen, vollständig abkühlen lassen, abdecken und mindestens 2 Stunden kalt stellen; nach dem Durchkühlen ist die Masse deutlich puddingartiger.
Aufbewahrung
Reste im Kühlschrank aufbewahren; sie werden noch etwas dicker und lassen sich gut 1–2 Tage lang wie Pudding kalt essen.
Dieses Dessert hat bei mir zu Hause eine kleine Revolution ausgelöst – ich habe es zum ersten Mal nach einem selbstgemachten „chinesischen Abend“ statt Käsekuchen serviert, und alle wollten Nachschlag, obwohl sie anfangs skeptisch auf Bohnen im Dessert reagiert haben. Inzwischen koche ich sonntags oft eine größere Portion und nasche die nächsten zwei Abende nach dem Abendessen davon.