Sizilianische Arancini mit Mozzarella und Tomatensauce Recipe
Arancini sind knusprige Reisbällchen aus Sizilien, gefüllt mit zart schmelzender Mozzarella und serviert mit einer einfachen Tomatensauce. In Italien isst man sie oft als Streetfood-Snack oder kleines Partygericht – ein bisschen wie unsere Kroketten, nur aus Reis. Sie sind perfekt für eine Party zu Hause, weil man sie mit der Hand essen kann und sich innen ein angenehm cremiger Kern verbirgt.
In Sizilien sind Arancini ein typisches Streetfood und eine beliebte Bar-Snack-Spezialität, oft mit Ragù aus Fleisch oder Erbsen gefüllt. Die Variante nur mit Mozzarella ist technisch etwas einfacher, bleibt aber geschmacklich sehr klassisch.
Sizilianische Arancini verbinden cremiges Risotto mit einer knusprigen Panade und ergeben so einen kleinen, aber sehr sättigenden Snack mit zart schmelzendem Käse im Inneren. Es ist eines der charakteristischsten Streetfood-Gerichte Süditaliens – perfekt zum Essen „auf die Hand“, aber auch für lange Abende bei einem Glas Wein. Der Kontrast zwischen goldbrauner, knuspriger Hülle, weicher Käsefüllung und der einfachen Tomatensauce macht es schwer, bei nur einer Kugel aufzuhören.
Warum diese Version funktioniert
- Wie ein Risotto gegarter Reis ergibt eine cremige, leicht klebrige Masse, die ihre Form gut hält.
- Das Auskühlen des Reises und das Verdampfen überschüssiger Flüssigkeit verringern das Risiko, dass die Bällchen aufplatzen.
- Die dreifache Panade und ein kurzes Antrocknen sorgen für eine dicke, besonders knusprige Hülle.
- Der Test mit einem Brösel Semmelbrösel hilft, die richtige Öltemperatur auch ohne Thermometer zu treffen.
Tipps vom Koch
Den Reis nur bis al dente kochen – ist er zu weich, fallen die Bällchen auseinander, ist er zu hart, „klebt“ er beim Frittieren nicht richtig zusammen. Vor dem Formen der Arancini sollte die Reismasse vollständig ausgekühlt, am besten im Kühlschrank durchgekühlt sein, dann lassen sich kompakte Kugeln viel leichter formen. Achte auf die Öltemperatur: Ist es zu kalt, saugen sich die Arancini mit Fett voll und werden schwer, ist es zu heiß, verbrennt die Panade, bevor das Innere heiß ist.
Serviervorschläge
Arancini mit Schälchen dicker Tomatensauce servieren, z. B. mit Oregano und Chiliflocken gewürzt, damit jeder die Bällchen hineindippen kann. Dazu passt ein leichtes Rotwein wie Nero d’Avola oder einfach ein gut gekühltes Bier, wenn du sie auf einer Hausparty servierst. Bei größeren Runden die Arancini auf einer großen Platte neben Oliven, Käseplatte und einfachen Salaten anrichten – sie verschwinden schneller vom Teller als Chips.
Worauf man achten sollte
- Forme keine Bällchen aus warmem Reis – sie zerfallen leichter und saugen mehr Fett auf.
- Den Topf nicht überfüllen; zu viele Bällchen auf einmal senken die Öltemperatur.
- Wenn die Mozzarella sehr feucht ist, sie gründlich mit Küchenpapier abtrocknen, sonst kann es zu Rissen kommen.
Zutaten
- Risottoreis (z. B. Arborio) kann auch normaler Rundkornreis sein - 250 g
- Gemüse- oder Hühnerbrühe warm - 700 ml
- Zwiebel fein gehackt - 0.5 Stück
- Butter - 30 g
- geriebener Parmesan oder ein anderer gereifter Hartkäse - 40 g
- Mozzarella am Stück in Würfel geschnitten - 150 g
- Eier - 3 Stück
- Paniermehl - 120 g
- Mehl - 60 g
- Öl so viel, dass die Bällchen bis zur Hälfte darin schwimmen
- Passata (passierte Tomaten) für die Sauce - 300 ml
- Knoblauchzehe fein gehackt - 1 Stück
- Olivenöl für die Sauce - 1 Esslöffel
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Zubereitung
- In einem Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Die fein gehackte Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten unter Rühren anschwitzen, bis sie weich und leicht glasig ist, aber nicht bräunt – sie soll hell bleiben.
- Den Reis einstreuen, umrühren und 1–2 Minuten anrösten, bis die Körner glänzen und leicht nussig duften. Etwa 1/3 der warmen Brühe angießen und köcheln lassen, bis sie fast vollständig aufgenommen ist.
- Nach und nach die restliche Brühe zugießen, dabei häufig umrühren. Insgesamt ca. 18–20 Minuten garen, bis der Reis weich, im Kern aber noch elastisch ist; die Körner sollen zusammenkleben, aber nicht zerfallen.
- Den Topf vom Herd nehmen, den Parmesan zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles vermischen. Den Reis dünn auf einem großen Teller oder Blech ausbreiten, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und anschließend mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen, bis er deutlich fester ist.
- Den kalten Reis in eine Schüssel geben, 1 Ei hineinschlagen und gründlich untermischen. Die Masse sollte dick und klebrig sein; beim Zusammendrücken in der Hand soll sie eine Kugel bilden, ohne zu reißen oder zu zerbröseln.
- Die Mozzarella in kleine Würfel schneiden und bei Bedarf mit Küchenpapier trockentupfen. 3 Schälchen vorbereiten: eines mit Mehl, eines mit 2 verquirlten Eiern, eines mit Semmelbröseln.
- Eine Portion der Reismasse in Mandarinen-Größe abnehmen und in der Handfläche flach drücken, in die Mitte einen Mozzarellawürfel legen. Die Ränder über dem Käse zusammendrücken und zu einer Kugel formen, die Füllung gut verschließen, sodass keine sichtbaren Spalten bleiben.
- Jede Kugel in Mehl wälzen, überschüssiges Mehl abklopfen, dann in Ei tauchen und zum Schluss in Semmelbröseln wenden, diese leicht andrücken. Auf einen Teller legen und 5–10 Minuten stehen lassen, bis die Panade leicht angetrocknet ist und nicht mehr klebt.
- In einem Topf oder einer tiefen Pfanne das Öl auf ca. 170–175 °C erhitzen. Die Temperatur prüfen, indem man ein Krümelchen Semmelbrösel hineinwirft – wenn es sofort zu brutzeln beginnt und nach etwa 30 Sekunden goldbraun ist, hat das Öl die richtige Temperatur.
- Die Arancini portionsweise 4–6 Minuten frittieren, dabei vorsichtig wenden, bis sie gleichmäßig goldbraun und sehr knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen; im Inneren sollte der Käse flüssig sein.
- Für die Sauce das Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen, den fein gehackten Knoblauch zugeben und 30–40 Sekunden anbraten, bis er intensiv duftet, aber nicht bräunt. Die Passata angießen, mit Salz und Pfeffer würzen.
- Die Sauce 8–10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, dabei umrühren, bis sie leicht eindickt und den Löffel glatt überzieht. Die Arancini heiß mit Schälchen der Sauce zum Dippen servieren.
Aufbewahrung
Übrig gebliebene, ausgekühlte Arancini im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 2–3 Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen im Ofen oder in der Heißluftfritteuse knusprig backen, damit die Panade wieder kross wird. Bereits einmal eingefrorene und aufgetaute Arancini nicht erneut einfrieren.
Am häufigsten mache ich Arancini nach einem Risotto-Wochenende – ich plane gleich eine größere Portion ein, damit ich am nächsten Tag Bällchen für das Spiel mit Freunden frittieren kann. Irgendjemand fragt immer, ob noch etwas „von der Dipsauce“ übrig ist, deshalb koche ich sie gleich in doppelter Menge.