Italienischer Reisauflauf mit Gemüse und Mozzarella Recipe
Dieser Reisauflauf ist eine einfache Möglichkeit, übrig gebliebenen gekochten Reis und Gemüse zu verwerten. In Italien tauchen ähnliche Gerichte oft am Montag auf – nach dem Sonntagsessen darf nichts verschwendet werden. Cremiger Mozzarella auf der Oberfläche bildet eine appetitliche, Fäden ziehende Kruste.
In italienischen Haushalten sind Reisaufläufe eine beliebte Methode, übrig gebliebenen Reis vom Vortag zu verwerten – ähnlich wie bei Arancini. Die Zutaten wechseln oft je nachdem, welches Gemüse und welche Käsesorten gerade im Kühlschrank sind.
Der italienische Reisauflauf ist die Quintessenz der „Nichts wird verschwendet“-Küche – aus Resten von Reis und Gemüse entsteht ein sättigendes, hausgemachtes Gericht mit Fäden ziehendem Mozzarella obendrauf. Er erinnert ein wenig an Lasagne, aber statt Pasta gibt es zarte Reisschichten, die die Tomatensauce und Kräuter aufsaugen. Ein Rezept, das zeigt, wie man aus sehr einfachen Zutaten etwas zaubert, das nach Sonntagsessen duftet.
Warum diese Version funktioniert
- Die Verwendung von abgekühltem, lockeren Reis verhindert, dass der Auflauf zerkocht oder auseinanderfällt.
- Das Gemüse wird nur kurz angebraten, sodass es beim Überbacken Struktur behält und nicht zu Brei wird.
- Die Kombination aus Mozzarella und Parmesan sorgt für eine schön ziehende Käsekruste und einen intensiven Geschmack, ganz ohne schwere Sahne.
Tipps vom Koch
Der Reis sollte vollständig abgekühlt sein, bevor er in den Auflauf kommt – warmer Reis gibt Dampf ab und der Auflauf kann wässrig werden. Das Gemüse nur kurz anbraten, bis es leicht weich ist, damit es nach dem Backen noch Struktur hat und nicht zu Brei wird. Mozzarella am besten leicht aus der Lake abtropfen lassen und mit den Händen zerzupfen, so verteilt sich der Käse gleichmäßig auf der Oberfläche.
Serviervorschläge
Serviere ihn als Hauptgericht für ein entspanntes Montagabendessen, am besten mit einem einfachen Salat aus Tomaten und roter Zwiebel. Er eignet sich auch hervorragend als warmes Element auf einem „Family-Style“-Tisch, bei dem sich alle aus einer großen Form bedienen – zum Beispiel bei einem gemütlichen Samstagstreffen mit Freunden. Dazu passt ein leichter Rotwein, etwa Chianti, oder ein Kräutertee, wenn es ein schlichtes Abendessen unter der Woche ist.
Worauf man achten sollte
- Ist die Tomatensauce zu flüssig, wird der Reis matschig; deshalb so lange einkochen, bis die Sauce deutlich eindickt.
- Den Auflauf nicht direkt nach dem Backen anschneiden – solange er sehr heiß ist, zerläuft er leicht und lässt sich schwer portionieren.
- Keinen heißen, frisch gekochten Reis verwenden, da er sich schnell zu einer kompakten Masse verbindet.
Ersatzzutaten
- Zucchini kannst du durch in Würfel geschnittene Aubergine ersetzen, die vorher in der Pfanne weich gebraten wird.
- Mozzarella lässt sich durch einen anderen gut schmelzenden Käse wie Gouda oder Fontina austauschen.
- Parmesan kann durch einen anderen gereiften Hartkäse wie Grana Padano ersetzt werden.
- Einen Teil des Reises kannst du durch gekochte Gerste ersetzen, um einen nussigeren Geschmack zu erhalten.
Zutaten
- gekochter Reis am besten leicht abgekühlt - 350 g
- Zucchini mittelgroß - 1 Stück
- Möhre mittelgroß - 1 Stück
- Paprika - 1 Stück
- gehackte Tomaten aus der Dose - 200 g
- geriebener oder in Kugeln erhältlicher Mozzarella - 150 g
- geriebener Parmesan oder ein anderer Hartkäse optional - 30 g
- Olivenöl - 2 Esslöffel
- getrockneter Oregano oder italienische Kräutermischung - 1 Teelöffel
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform von etwa 20×25 cm dünn mit Olivenöl einfetten, auch an den Seiten, damit der Reis nicht anhaftet und sich die Stücke nach dem Backen leicht herauslösen lassen.
- Zucchini, Möhre und Paprika waschen (Möhre schälen) und in kleine, gleichmäßige Würfel schneiden. Ähnliche Stückgröße sorgt dafür, dass das Gemüse gleichmäßig gart und leicht bissfest bleibt, statt zu zerkochen.
- 1 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Möhre und Paprika in die Pfanne geben und 4–5 Minuten unter Rühren anbraten, bis sie leicht weicher werden und an den Rändern stellenweise zart bräunen, aber nicht schwarz werden.
- Die Zucchini hinzufügen und weitere 3–4 Minuten braten, bis das Gemüse halbweich, aber noch bissfest ist. In der Pfanne sollte nun kaum Flüssigkeit stehen; falls du noch Wasser siehst, etwas länger braten, bis es verdampft ist.
- Die Tomaten aus der Dose, getrocknete Kräuter, Salz und Pfeffer hinzufügen. 5–7 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce deutlich eingedickt ist und beim Durchziehen mit dem Löffel kurz den Pfannenboden freilegt, ohne dass sofort Flüssigkeit nachläuft.
- In einer großen Schüssel den abgekühlten, lockeren Reis mit der heißen Gemüsesauce vermengen. Die Reiskörner sollen gleichmäßig von Sauce umhüllt sein, aber nicht darin schwimmen; siehst du eine Flüssigkeitsschicht am Boden, etwas Reis oder 1–2 Esslöffel Semmelbrösel zugeben.
- Die Hälfte des Reis-Gemüse-Mixes in die Auflaufform geben und mit einem Löffel glatt streichen, dabei leicht andrücken, damit keine Hohlräume bleiben. Mit der Hälfte des Mozzarellas bestreuen und gleichmäßig verteilen.
- Den restlichen Reis darauf verteilen, erneut glatt streichen und mit dem übrigen Mozzarella sowie dem geriebenen Parmesan bestreuen. Mit 1 Esslöffel Olivenöl beträufeln, damit der Käse beim Backen schön bräunt und nicht austrocknet.
- 20–25 Minuten backen, bis der Käse vollständig geschmolzen ist, stellenweise leicht goldbraun wird und die Ränder des Auflaufs sanft zu blubbern beginnen. Die Oberfläche sollte sich bei leichtem Druck federnd, nicht flüssig anfühlen.
- Den Auflauf nach dem Herausnehmen 5–10 Minuten ruhen lassen, bis er etwas fester wird und beim Bewegen der Form nicht mehr „wogt“. Mit einem scharfen Messer in Quadrate oder Rechtecke schneiden und mit einem breiten Pfannenwender herausheben.
Aufbewahrung
Reste im Kühlschrank in einer gut verschlossenen Dose 2–3 Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen im Ofen oder in der Pfanne mit etwas Wasser oder Sauce erhitzen, damit der Auflauf nicht austrocknet. Der Auflauf eignet sich auch gut zum Einfrieren; zum Servieren über Nacht im Kühlschrank auftauen und im Ofen aufbacken.
Am häufigsten mache ich diesen Auflauf am Sonntagabend aus Reis, der nach der Suppe übrig geblieben ist – am Montag stelle ich die Form nach der Arbeit einfach in den Ofen. Es ist eines dieser Gerichte, die am nächsten Tag fast noch besser schmecken, in Stücken in der Pfanne aufgewärmt.