Reuben-Sandwich mit Rindfleisch und Sauerkraut Recipe
Das Reuben ist ein sättigendes, warmes Sandwich, das in New Yorker Delis besonders bei Büroangestellten als schneller Lunch beliebt ist. Es kombiniert Scheiben gepökeltes Rindfleisch, Sauerkraut, Käse und eine Mayonnaise-basierte Soße, alles in der Pfanne wie ein Toast überbacken. Die Aromen erinnern ein wenig an polnischen Bigos in der „Luxusversion“, nur zwischen zwei Brotscheiben gepackt.
Der Reuben-Sandwich entstand im 20. Jahrhundert in jüdischen Delis in den USA und wurde zum Symbol der üppig belegten New Yorker Sandwiches, bei denen Sauerkraut und gepökeltes Rindfleisch auf amerikanische Art serviert werden.
Das Reuben ist die Quintessenz der New Yorker Delis – ein Sandwich, das schmeckt wie eine Verbindung der polnischen Liebe zu Sauerkraut mit dem amerikanischen „alles auf einmal und üppig“-Ansatz. Salziges gepökeltes Rindfleisch, säuerliches Kraut, ziehender Käse und cremige Soße bilden Geschmacksschichten, deren Verhältnis sich mit jedem Bissen verändert. In Butter geröstetes Roggenbrot sorgt für Knusprigkeit und ein leicht nussiges Aroma, wie ein perfekt gebräunter Pfannentoast.
Warum diese Version funktioniert
- Die doppelte Käseschicht auf beiden Seiten der Füllung stabilisiert das Sandwich und sorgt für eine angenehm ziehende Textur.
- Durch gründliches Ausdrücken und bei Bedarf Abspülen des Sauerkrauts lässt sich die Säure kontrollieren, damit sie die übrigen Aromen nicht überdeckt.
- Braten bei mittlerer Hitze gibt dem Käse Zeit zu schmelzen, während das Brot goldbraun wird, ohne zu verbrennen.
Tipps vom Koch
Sauerkraut vorher probieren – ist es sehr sauer, kurz unter kaltem Wasser abspülen und gründlich ausdrücken, damit es das Sandwich nicht dominiert. Die Pfanne sollte gut erhitzt, aber nicht auf maximaler Hitze sein: Das Brot soll langsam goldbraun werden und der Käse Zeit haben zu schmelzen, bevor der Boden verbrennt. Wenn du dick geschnittenes, kaltes Rindfleisch aus dem Kühlschrank verwendest, lass es ein paar Minuten bei Zimmertemperatur liegen – dann wird das Sandwich schneller auch innen warm.
Serviervorschläge
Dieses Sandwich eignet sich hervorragend als kräftiger „Schreibtisch-Lunch“ – dazu passt eine einfache Tomatensuppe oder eine klare Brühe im Becher. Serviere es mit einer ganzen Gewürzgurke und einem einfachen Eisbergsalat, um die eher schweren Aromen aufzulockern. Zum Trinken passen Filterkaffee im Diner-Stil, ein helles Lagerbier oder hausgemachte Zitronenlimonade mit etwas Honig.
Worauf man achten sollte
- Zu hohe Hitze führt dazu, dass das Brot schnell verbrennt, während der Käse innen noch fest bleibt.
- Ist das Sauerkraut zu nass, saugen Brot und Soße sich voll und das Sandwich wird matschig.
Ersatzzutaten
- Statt Schweizer Käse kannst du Gouda oder einen anderen gut schmelzenden Schnittkäse verwenden.
- Wenn du kein gepökeltes Rindfleisch hast, nimm dünn aufgeschnittenen Rinderbraten oder hochwertiges Pastrami.
Zutaten
- Roggenbrot am besten in dickere Scheiben geschnitten - 4 Scheiben
- gepökeltes Rindfleisch dünne Scheiben, z. B. Corned Beef - 200 g
- Schweizer Käse z. B. Emmentaler - 4 Scheiben
- Sauerkraut gut ausgedrückt und gehackt - 120 g
- Butter weich, zum Bestreichen des Brots - 20 g
- Mayonnaise für die Soße - 2 Esslöffel
- Ketchup für die Soße - 1 Esslöffel
- Gewürzgurke fein gehackt, für die Soße - 1 Stück
- Zwiebel fein gehackt, für die Soße - 1 Esslöffel
- Salz Prise, für die Soße
- Schwarzer Pfeffer nach Geschmack, für die Soße
Zubereitung
- In einer kleinen Schüssel Mayonnaise, Ketchup, die fein gehackte Gewürzgurke und Zwiebel verrühren. Mit einer Prise Salz und Pfeffer abschmecken. Es sollte eine dicke, rosa Soße mit deutlich sichtbaren kleinen Gemüsestückchen entstehen.
- Das Sauerkraut gut ausdrücken und probieren – wenn es sehr sauer ist, kurz unter kaltem Wasser abspülen und nochmals gründlich ausdrücken. Bei Bedarf in kürzere Stücke schneiden, damit es sich leichter auf dem Sandwich verteilen lässt.
- Die Brotscheiben auf einem Brett auslegen. Zwei Scheiben auf der Innenseite mit der Soße bis ganz zum Rand bestreichen, damit das Sandwich gleichmäßig saftig ist und die Ränder nicht austrocknen.
- Auf jede bestrichene Scheibe eine Scheibe Käse, die Hälfte des Rindfleischs und die Hälfte des Sauerkrauts legen. Obenauf jeweils noch eine Scheibe Käse geben – sie wirkt wie ein „Kleber“, der die Füllung beim Schmelzen zusammenhält.
- Mit den übrigen Brotscheiben bedecken. Die Außenseiten aller Sandwiches (die später die Pfanne berühren) dünn mit weicher Butter bestreichen, sodass die gesamte Fläche gleichmäßig mit einer dünnen Schicht ohne Klümpchen bedeckt ist.
- Eine große Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Sandwiches in die Pfanne legen und 3–4 Minuten von der ersten Seite braten, dabei leicht mit einem Pfannenwender andrücken, bis die Unterseite gleichmäßig goldbraun und die Ränder deutlich knusprig sind.
- Die Sandwiches vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender wenden. Weitere 3–4 Minuten braten, bis die zweite Seite gebräunt ist und der Käse innen vollständig geschmolzen ist – bei leichtem Druck sollte das Sandwich federnd und in der Mitte leicht weich sein.
- Die Sandwiches aus der Pfanne nehmen und 1–2 Minuten ruhen lassen, damit sich die Füllung stabilisieren kann und beim Aufschneiden nicht herausläuft. Jedes Sandwich diagonal halbieren, damit die Schichten aus Käse, Fleisch und Sauerkraut schön sichtbar werden.
- Sofort heiß servieren, mit einer zusätzlichen Gewürzgurke oder einem Löffel übriger Soße zum Dippen der Sandwichränder.
Aufbewahrung
Am besten schmeckt das Reuben frisch aus der Pfanne. Übrig gebliebene Sandwiches können in Alufolie gewickelt im Kühlschrank aufbewahrt und in der Pfanne oder im Ofen bei mittlerer Hitze aufgefrischt werden, bis der Käse wieder schmilzt und das Brot knusprig ist.
Ich mache Reuben-Sandwiches immer dann, wenn nach dem Wochenende noch etwas Braten oder gepökeltes Rindfleisch übrig ist – am Montagabend wird daraus ein „New Yorker“ Abendessen ohne aus dem Haus zu müssen. Meist brate ich die Sandwiches auf einer großen Grillpfanne, damit ich gleich vier Stück auf einmal zubereiten kann und mir das Gemecker erspare, dass jemand auf seine Portion warten muss.