Pollo alla pizzaiola – Hähnchen in Tomatensoße mit Oregano Recipe
Pollo alla pizzaiola ist ein Gericht, das wie Pizza ohne Teig schmeckt – saftiges Hähnchen, geschmort in einer aromatischen Tomatensoße mit Knoblauch, Oregano und Mozzarella. In italienischen Familien ist es ein schnelles Alltagsgericht, das Kinder meist ohne Murren essen, weil es sie an ihre Lieblingspizza erinnert.
Das ist ein einfaches Hausmannsgericht aus Kampanien, inspiriert von den typischen Pizzaaromen. Traditionell wird es in der Pfanne aus wenigen Grundzutaten zubereitet: Tomaten, Knoblauch und Oregano.
Pollo alla pizzaiola schmeckt wie eine geliebte Pizza Margherita, übertragen in einen Topf mit saftigem Hähnchen – tomatig, knoblauchig und kräftig kräuterig. Der Mozzarella schmilzt auf dem Fleisch und bildet eine cremige, Fäden ziehende Schicht, und die Tomatensoße schreit förmlich danach, mit dem letzten Stück Brot aufgewischt zu werden. Es ist eines dieser italienischen Gerichte, die sehr einfach sind und trotzdem dieses Gefühl von „kindlichem Comfort Food“ geben – nur in einer etwas gesünderen Version.
Warum diese Version funktioniert
- Das Plattieren der Hähnchenbrust zu dünnen Schnitzeln sorgt für kurzes Braten und ein saftiges Inneres ohne Austrocknen.
- Das Anbraten des Fleisches vor dem Schmoren in der Passata entwickelt ein intensiveres Aroma und gibt der Sauce Röstnoten vom Huhn.
- Die Mozzarella kommt ganz zum Schluss obenauf, sodass sie gleichmäßig schmilzt und eine ziehende Käsehaube bildet, ohne die Sauce zu trennen.
- Sanftes Schmoren bei niedriger Hitze und mit Deckel lässt die Sauce eindicken, ohne dass das Fleisch zerkocht.
Tipps vom Koch
Die Hähnchenbrüste leicht flachklopfen, damit sie überall gleich dick sind – so garen sie schnell und trocknen innen nicht aus. Das Fleisch zuerst goldbraun anbraten und erst danach in der Passata schmoren, damit es saftig bleibt und nicht wie „gekochtes“ Hähnchen wirkt. Den Oregano in zwei Portionen verwenden: etwas zu Beginn in die Soße geben und eine kleine Menge am Ende, nach dem Herunternehmen vom Herd, um das frische, intensive Aroma zu bewahren.
Serviervorschläge
Mit Pasta, Reis oder einfach mit einer dicken Scheibe knusprigem Baguette servieren, die man in die Soße tauchen kann – Kinder wählen meist diese letzte Variante. Für Erwachsene passt dazu ein leichtes Rotwein oder hausgemachte Limonade mit Zitrone und Minze. Eine tolle Idee für ein schnelles Familienessen unter der Woche, wenn alle Lust auf „etwas wie Pizza“ haben, aber keine Zeit für Hefeteig ist.
Worauf man achten sollte
- Den Knoblauch nicht verbrennen – wird er zu braun, wird die Sauce bitter und du solltest diesen Schritt besser noch einmal von vorn beginnen.
- Das Hähnchen nicht lange weitergaren, sobald der austretende Saft klar ist – sonst wird es trocken und faserig.
- Die Sauce nach Zugabe der Mozzarella nicht stark sprudelnd kochen lassen, da der Käse sonst gummiartig werden kann.
Ersatzzutaten
- Die Hähnchenbrust kannst du durch flach geklopfte, entbeinte Hähnchenschenkel-Schnitzel ersetzen – sie werden noch saftiger.
- Mozzarella lässt sich durch Provolone oder einen milden Schnittkäse ersetzen, wenn du einen intensiveren Käsegeschmack möchtest.
- Passata kann durch stückige Dosentomaten ersetzt werden, die einfach ein paar Minuten länger eingekocht werden, bis sie eindicken.
Zutaten
- Hähnchenbrustfilets insgesamt ca. 500 g - 2 Stück
- Passata aus Tomaten - 400 ml
- Mozzarella abgetropft, in Scheiben geschnitten - 120 g
- Knoblauchzehen - 3 Stück
- getrockneter Oregano - 1.5 Teelöffel
- Olivenöl - 2 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
- frisches Basilikum oder glatte Petersilie gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Die Hähnchenbrustfilets längs in dünnere Schnitzel schneiden (aus jeder Brust 2 Stück machen). Mit der Hand leicht flachdrücken, damit sie überall gleich dick sind. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.
- In einer großen Pfanne 1 Esslöffel Olivenöl bei mittelhoher Hitze erhitzen. Die Hähnchenstücke hineinlegen und 3–4 Minuten pro Seite anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Sie müssen innen noch nicht ganz durch sein, da sie später in der Soße schmoren. Auf einen Teller legen.
- In derselben Pfanne den zweiten Esslöffel Olivenöl erhitzen. Den Knoblauch fein hacken oder durch die Presse drücken. In die Pfanne geben und etwa 30 Sekunden bei mittlerer Hitze anbraten, bis er intensiv duftet, aber nicht braun wird.
- Die Passata zugießen, den getrockneten Oregano sowie eine Prise Salz und Pfeffer hinzufügen. Umrühren und 5–7 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Soße leicht eindickt und sanft blubbert.
- Die angebratenen Hähnchenstücke zurück in die Pfanne legen und in der Soße wenden, sodass sie gut bedeckt sind. Mit einem Deckel abdecken und 8–10 Minuten bei niedriger Hitze schmoren, bis das Hähnchen vollständig gar und zart ist.
- Den Deckel abnehmen. Auf jedes Stück Hähnchen eine oder zwei Scheiben Mozzarella legen. Erneut abdecken und 2–3 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen, bis der Käse geschmolzen und schön Fäden ziehend ist.
- Das Gericht mit gehacktem Basilikum oder Petersilie bestreuen. Sofort servieren und das Hähnchen großzügig mit der Tomatensoße aus der Pfanne übergießen.
Aufbewahrung
Reste vollständig abkühlen lassen und zusammen mit der Soße in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von 2 Tagen aufessen; langsam in der Pfanne oder in der Mikrowelle erwärmen, dabei eventuell einen Schluck Wasser hinzufügen, falls die Soße zu dick geworden ist.
Dieses Hähnchengericht ist mein Rettungsanker an Montagen, wenn die Kinder nach dem Unterricht hungrig nach Pizza fragen und ich im Kühlschrank nur Hähnchenbrust und Passata habe. Meist koche ich gleich die doppelte Menge, denn am nächsten Tag landen die Reste in Brötchen als schnelle „Subs“ zum Abendessen.