Nikujaga – japanischer Gulasch mit Rindfleisch und Kartoffeln Recipe

Nikujaga ist ein japanischer Hausmanns-Gulasch mit dünn geschnittenem Rindfleisch, Kartoffeln und Karotten, geschmort in einer süß-sojaischen Sauce. In Japan erinnert er an das Mittagessen bei Mama oder Oma, ähnlich wie bei uns Bigos oder Gulasch. Der Geschmack ist mild, aber sehr tief, und die Sauce zieht wunderbar in die Kartoffeln ein.

Nikujaga gilt in Japan als klassisches „Okaasan-no-aji“, also typisches Hausmannskost-Gericht, das oft mit der Küche von Mutter oder Großmutter verbunden wird. Man findet es in Izakayas und Kantinen als einfaches, wärmendes Gericht, das zusammen mit Reis gegessen wird.

Nikujaga verbindet vertraute Eintopf-Elemente wie Kartoffeln, Karotten und Rindfleisch mit den Aromen von Sojasauce und Mirin. Dadurch entsteht ein Gericht, das gleichzeitig heimelig und typisch japanisch schmeckt – perfekt, um japanische Hausmannskost kennenzulernen.

Warum diese Version funktioniert

  • Dünn aufgeschnittenes Rindfleisch wird schnell zart, daher braucht das Gericht keine lange Schmorzeit.
  • Die Sauce aus Brühe, Sojasauce, Mirin und Zucker bildet den typischen Nikujaga-Geschmack nach, ohne seltene Spezialzutaten zu benötigen.
  • Das Hinzufügen von Erbsen am Ende bringt Farbe und Frische in das Gericht, statt einer einheitlich braunen Masse.
  • Sanftes Rütteln am Topf statt Rühren mit dem Löffel verhindert, dass die Kartoffeln zerfallen und die Sauce trüb wird.
Nikujaga – japanischer Gulasch mit Rindfleisch und Kartoffeln

Tipps vom Koch

Verwende eher festkochende Kartoffeln, damit sie beim Schmoren nicht zerfallen. Rühre den Eintopf nicht zu kräftig um, sondern schwenke den Topf, damit die Kartoffelstücke ganz bleiben. Wenn du dünn geschnittenes Rindfleisch aus dem Asia-Laden verwendest, wird das Fleisch besonders zart.

Serviervorschläge

Serviere Nikujaga in Schalen, mit etwas Reis und eingelegtem Gemüse wie Gurken oder Rettich. Eine Miso-Suppe und grüner Tee machen daraus ein vollständiges, japanisch inspiriertes Menü. Reste können in einer Lunchbox mit Reis als einfaches Büro- oder Schulessen mitgenommen werden.

Worauf man achten sollte

  • Reduziere die Sauce nicht komplett – im Topf sollte etwas Flüssigkeit verbleiben, die die Zutaten umhüllt.
  • Bei sehr mehligkochenden Kartoffeln solltest du gegen Ende nicht mehr mit dem Löffel rühren, sonst verwandeln sie sich in Püree.
  • Mirin und Zucker karamellisieren leicht; achte zu Beginn darauf, dass bei zu hoher Hitze nichts am Topfboden ansetzt.
Vorbereitungszeit
20 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
55 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Rindfleisch - 400 g
  • Kartoffeln - 600 g
  • Karotte - 150 g
  • Zwiebel - 200 g
  • Sojasauce - 60 ml
  • Zucker - 20 g
  • Mirin - 40 ml
  • Brühe - 400 ml
  • Pflanzenöl - 15 ml
  • grüne Erbsen - 60 g
  • Schnittlauch - 5 g
Hauptzutat: Rindfleisch

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen und in größere Würfel von etwa 3 cm schneiden. Die Karotten schälen und in Halbmonde oder dickere Scheiben schneiden.
  2. Die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Das Rindfleisch in dünne Streifen schneiden, falls es nicht bereits geschnitten ist.
  3. In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten unter Rühren anbraten, bis sie weich und leicht glasig ist, aber nicht bräunt.
  4. Das Rindfleisch hinzufügen und 3–4 Minuten braten, bis das Fleisch außen nicht mehr roh aussieht. Es muss innen noch nicht vollständig durchgegart sein, da es noch geschmort wird.
  5. Kartoffeln und Karotten dazugeben und alles etwa eine Minute zusammen umrühren.
  6. Brühe, Sojasauce und Mirin angießen und den Zucker hinzufügen. Vorsichtig umrühren, den Topf mit einem Deckel abdecken und zum Kochen bringen.
  7. Die Hitze reduzieren, sodass alles nur leicht köchelt. Zugedeckt 20–25 Minuten schmoren, bis die Kartoffeln weich, aber noch nicht zerfallen sind. Alle paar Minuten den Topf vorsichtig rütteln, statt kräftig mit einem Löffel umzurühren, damit die Kartoffeln nicht zerbrechen.
  8. In den letzten 5 Minuten der Garzeit die tiefgekühlten Erbsen hinzufügen, vorsichtig umrühren und ohne Deckel kochen, damit die Sauce leicht eindickt.
  9. Die Sauce probieren und bei Bedarf mit etwas Sojasauce oder einer Prise Zucker nachwürzen, wenn du es süßer magst.
  10. Heiß servieren und mit gehacktem Schnittlauch bestreuen. Du kannst das Gericht pur oder mit einer kleinen Portion Reis an der Seite servieren, wenn du ein besonders sättigendes Mittag- oder Abendessen möchtest.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Nikujaga lässt sich sehr gut aufwärmen – viele finden, dass es am nächsten Tag sogar noch besser schmeckt, weil die Aromen durchgezogen sind. Im Kühlschrank in einem geschlossenen Behälter 2–3 Tage aufbewahren und beim Aufwärmen etwas Wasser oder Brühe hinzufügen, falls die Sauce zu stark eingedickt ist.

Autor Marek Krokosiński

Nikujaga ist eines dieser Gerichte, die sofort ein Gefühl von Zuhause vermitteln, auch wenn man nicht in Japan aufgewachsen ist. Es ist unkompliziert, sättigend und lässt sich gut vorbereiten – ideal für Tage, an denen man etwas Warmes und Tröstliches braucht.

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