Krautsalat aus Weißkohl Recipe

Krautsalat ist ein deutscher Salat aus Weißkohl, der oft zu gegrillten Würsten und Braten serviert wird – ähnlich wie Coleslaw in englischsprachigen Ländern. Er ist leicht säuerlich, knackig und erfrischend und gleicht dadurch schwerere Gerichte gut aus. Er eignet sich hervorragend für Feiern, da man ihn gut im Voraus zubereiten kann.

In Deutschland ist Krautsalat eine feste Beilage in Biergärten und Wurstbuden, oft zusammen mit Kartoffelsalat serviert. Je nach Region wird er kräftiger mit Kümmel gewürzt oder ein wenig Brühe anstelle eines Teils des Essigs zugegeben.

Krautsalat ist ein säuerlicher, mit Kümmel gewürzter Salat, der in deutschen Biergärten zu fast jeder Grillwurst gehört. Durch das Kneten wird der Kohl geschmeidig, bleibt aber trotzdem knackig, und das einfache Dressing mit Apfelessig verleiht ihm Frische und Leichtigkeit. Er zeigt eindrucksvoll, wie man aus wenigen Zutaten eine Beilage macht, die selbst sehr deftige Teller „leichter“ wirken lässt.

Warum diese Version funktioniert

  • Das Kneten des Kohls mit Salz beschleunigt das Weichwerden und zieht Saft heraus, sodass der Salat saftig wird, ohne viel Öl zu brauchen.
  • Apfelessig sorgt für eine mildere, fruchtige Säure als Branntweinessig, wodurch der Geschmack frisch, aber nicht aggressiv wirkt.
  • Durch das feine Hobeln wird der Kohl gleichmäßig weich und bleibt auch bei kurzer Marinierzeit innen nicht hart.
Krautsalat aus Weißkohl

Tipps vom Koch

Überspringe das Kneten des Kohls mit Salz nicht – es ist der Schlüssel zur richtigen Textur und dazu, dass der Salat nicht trocken ist. Wenn du ihn für den Grillabend zubereitest, mach ihn mindestens ein paar Stunden vorher, am besten schon am Vorabend, denn der Geschmack gewinnt deutlich, wenn der Kohl durchziehen kann. Den Kümmel kannst du leicht im Mörser zerstoßen, so ist er im Geschmack präsent, stört aber diejenigen weniger, die ganze Körner nicht mögen.

Serviervorschläge

Serviere ihn zu Grillwürsten, Nackensteaks, Rippchen oder Brathähnchen – besonders beim Sommergrillen im Garten oder auf der Parzelle. Er passt gut zu Knoblauchbrot und Ofenkartoffeln vom Grill, weil er eine angenehme säuerliche Note einbringt. Dazu passen ein leichtes Weißwein, Cidre oder einfach eine gut gekühlte Zitronenlimonade.

Worauf man achten sollte

  • Den Knetvorgang nicht abkürzen – zu kurz gekneteter Kohl bleibt innen hart und trocken.
  • Mit Kümmel ist es leicht, zu übertreiben; wenn nicht alle ihn mögen, gib zunächst weniger dazu und streue bei Bedarf kurz vor dem Servieren etwas nach.
  • Gib nicht vor Ablauf von einigen Minuten zusätzliche Salzmenge dazu, denn der Kohl lässt nach und nach Saft, und der Geschmack konzentriert sich.

Ersatzzutaten

  • Apfelessig kannst du durch Weißwein- oder Branntweinessig ersetzen und die Menge um 1–2 Teelöffel reduzieren, da diese schärfer sind.
  • Einen Teil des neutralen Pflanzenöls kannst du durch Kürbiskernöl oder Leinöl ersetzen, das am Ende für ein nussiges Aroma zugegeben wird.
  • Wenn du ganze Kümmelkörner nicht magst, verwende gemahlenen Kümmel, aber in geringerer Menge, da er intensiver schmeckt.
Vorbereitungszeit
25 Min
Gesamtzeit
25 Min
Portionen
6

Zutaten

  • Weißkohl Gewicht nach Entfernen des Strunks - 800 g
  • Zwiebel klein - 1 Stück
  • Apfelessig - 4 Esslöffel
  • Pflanzenöl z.B. Rapsöl - 3 Esslöffel
  • Zucker - 1.5 Teelöffel
  • Salz plus zum Abschmecken - 1.5 Teelöffel
  • schwarzer Pfeffer frisch gemahlen - 0.5 Teelöffel
  • Kümmel optional - 0.5 Teelöffel
  • Petersilie Blätter, gehackt - 2 Esslöffel
Hauptzutat: Weißkohl

Zubereitung

  1. Den Kohl von den äußeren Blättern befreien, vierteln und den harten Strunk entfernen. Mit einem Messer oder einem Krauthobel sehr fein schneiden.
  2. Den Kohl in eine große Schüssel geben, mit 1,5 Teelöffeln Salz bestreuen und 3–4 Minuten gründlich mit den Händen durchkneten, bis er Saft zu ziehen beginnt und leicht weicher wird.
  3. Die Zwiebel schälen und in sehr feine Streifen oder kleine Würfel schneiden. Zum Kohl geben.
  4. In einer separaten Schüssel Essig, Öl, Zucker, Pfeffer und Kümmel verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  5. Den Kohl mit dem vorbereiteten Dressing übergießen und sehr gründlich vermischen, am besten mit den Händen, damit das Dressing alle Stücke erreicht.
  6. Den Salat mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur oder für einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden und der Kohl weiter weicher wird.
  7. Vor dem Servieren probieren und bei Bedarf mit zusätzlichem Salz, Pfeffer oder etwas Essig abschmecken. Mit gehackter Petersilie bestreuen.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 4 Tage
Einfrieren: Nein

Reste des Krautsalats in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren; er hält sich 2–3 Tage und wird mit der Zeit oft noch aromatischer. Vor dem Servieren kurz durchmischen und bei Bedarf nachwürzen.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich mache meistens eine große Schüssel Krautsalat vor dem Familiengrillen auf dem Balkon – die Zubereitung geht schnell, und dann schöpfen wir den ganzen Abend nach, weil er oft schneller verschwindet als das Fleisch. Ich lege mir immer eine kleine Portion „für morgen“ zurück, denn am nächsten Tag im Lunchbox schmeckt er noch besser.

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