Indische Naan-Fladen aus der Pfanne Recipe
Naan ist ein weiches Hefebrot aus Indien, das normalerweise im Tandoor-Ofen gebacken und zum Curry zum Mittag- oder Abendessen serviert wird. In dieser Version bereiten wir Naan in einer normalen Pfanne mit Joghurt zu – so werden die Fladen elastisch, an den Rändern leicht gebräunt und haben eine zarte, leicht säuerliche Note, die Saucen vom Teller perfekt aufnimmt.
Naan ist eines der bekanntesten Brote der indischen Küche und wird traditionell im Tandoor, einem sehr heißen Lehmofen, gebacken., In vielen indischen Haushalten und Restaurants ist Naan die klassische Beilage zu Currys, Dals und Tandoori-Gerichten., Die hier gezeigte Pfannen-Variante macht das Gericht auch ohne Spezialofen zugänglich und passt gut in eine europäische Küche, in der oft nur Herd und normale Pfanne zur Verfügung stehen., Der Zusatz von Joghurt ist in vielen nordindischen Naan-Rezepten üblich und sorgt für eine besonders weiche, leicht säuerliche Krume, die gut zu würzigen Saucen passt.
Du bekommst Naan-ähnliche Fladen ohne Tandoor-Ofen, nur mit einer normalen Pfanne., Die Textur ist weich und elastisch, ideal zum Aufnehmen von Saucen und Currys., Das Rezept ist alltagstauglich: wenige Zutaten, überschaubare Gehzeit und schnelle Zubereitung direkt vor dem Servieren., Mit Knoblauchbutter und Kräutern wirkt das Naan wie aus einem indischen Restaurant, lässt sich aber leicht zu Hause nachbacken.
Warum diese Version funktioniert
- Der Teig ist bewusst einfach gehalten und kommt mit wenigen, überall erhältlichen Zutaten aus.
- Die Kombination aus Trockenhefe, Joghurt und einer relativ kurzen Gehzeit sorgt für fluffige, elastische Fladen, ohne dass lange Teigführung nötig ist.
- Das Ausbacken in einer gut vorgeheizten, trockenen Pfanne imitiert die starke Hitze des Tandoors, sodass sich Blasen und braune Flecken bilden.
- Knoblauchbutter und frischer Koriander geben dem Naan ein Aroma, das an beliebte Restaurant-Varianten erinnert, bleiben aber leicht umzusetzen.
Tipps vom Koch
Wenn du Zeit hast, lass den Teig etwas länger gehen – auch 1,5 Stunden schaden nicht und machen die Fladen noch luftiger., Bestäube die Arbeitsfläche nur leicht mit Mehl, damit der Teig nicht zu viel zusätzliches Mehl aufnimmt und weich bleibt., Backe immer nur einen Fladen nach dem anderen, damit die Pfanne konstant heiß bleibt., Du kannst die Naans vor dem Servieren kurz übereinander stapeln und mit einem Tuch abdecken – so bleiben sie weich und trocknen nicht aus., Wenn du keinen frischen Koriander magst, kannst du stattdessen glatte Petersilie verwenden oder die Kräuter ganz weglassen.
Serviervorschläge
Serviere die Naans klassisch zu cremigen Currys wie Butter Chicken, Kichererbsen-Curry oder Linsen-Dal., Reiche sie zu Suppen, zum Beispiel Linsensuppe oder Tomatensuppe, als Ersatz für Brot., Nutze sie als schnelle Basis für eine Art „Naan-Pizza“: mit Joghurt oder Frischkäse bestreichen, mit Gemüse belegen und kurz im Ofen überbacken., Schneide die Fladen in Streifen oder Dreiecke und serviere sie als Fingerfood mit Dips wie Raita, Hummus oder Chutneys.
Worauf man achten sollte
- Die Wassertemperatur sollte nur lauwarm sein – zu heißes Wasser kann die Hefe schädigen und der Teig geht dann schlecht auf.
- Der Teig darf weich sein, sollte aber nicht extrem kleben; bei Bedarf nach und nach etwas Mehl einarbeiten, aber nicht zu viel, sonst werden die Naans trocken.
- Die Pfanne muss gut vorgeheizt sein – ist sie zu kalt, bilden sich kaum Blasen und der Fladen trocknet eher aus, statt schön aufzugehen.
- Knoblauch in der Butter darf nicht bräunen, sonst wird er bitter; lieber bei niedriger Hitze nur kurz erwärmen.
- Die Fladen nicht zu lange in der Pfanne lassen, sonst werden sie hart – sobald sie aufgegangen sind und schöne braune Flecken haben, herausnehmen.
Ersatzzutaten
- Statt Naturjoghurt kannst du auch griechischen Joghurt verwenden; dann eventuell 1–2 Esslöffel Wasser mehr hinzufügen, falls der Teig zu fest ist.
- Pflanzenöl kann durch geschmolzene Butter oder Ghee ersetzt werden, was einen reicheren Geschmack ergibt.
- Wenn du keine Trockenhefe hast, kannst du frische Hefe verwenden (etwa die dreifache Menge in Gramm), in lauwarmem Wasser mit Zucker auflösen und dann zum Mehl geben.
- Für eine vegane Version ersetze Joghurt durch pflanzlichen Joghurt (z. B. Soja oder Kokos) und Butter durch Pflanzenöl oder vegane Margarine.
- Statt frischem Koriander kannst du glatte Petersilie oder Schnittlauch verwenden, wenn dir Koriander zu intensiv ist.
Zutaten
- Weizenmehl - 350 g
- Naturjoghurt - 150 g
- Wasser - 80 ml
- Trockenhefe - 5 g
- Zucker - 5 g
- Salz - 5 g
- Pflanzenöl - 20 ml
- Butter - 30 g
- Knoblauch - 2 Zehen
- frischer Koriander - 5 g
Zubereitung
- Mehl, Hefe, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und mit einem trockenen Löffel verrühren, damit sich die Zutaten gleichmäßig verteilen.
- Joghurt, lauwarmes Wasser und 1 Esslöffel Öl hinzufügen und den Teig 5–7 Minuten mit der Hand kneten, bis er glatt, weich und leicht elastisch ist; wenn er sehr klebt, mit etwas Mehl bestäuben.
- Eine Kugel formen, dünn mit Öl bestreichen, zurück in die Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 45–60 Minuten gehen lassen, bis der Teig sein Volumen deutlich verdoppelt hat und luftig ist.
- Den gegangenen Teig in 8 gleich große Stücke teilen, jedes zu einer Kugel formen und mit einem Tuch abdecken, damit sie nicht austrocknen.
- Eine trockene, schwere Pfanne auf mittlerer bis mittelhoher Hitze 2–3 Minuten vorheizen, bis sie deutlich heiß ist (ein Tropfen Wasser sollte zischen und schnell verdampfen).
- Eine Teigkugel auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem ovalen Fladen von ca. 3–4 mm Dicke ausrollen, in die heiße Pfanne legen und 1–2 Minuten backen, bis sich Blasen auf der Oberfläche bilden und die Unterseite braune Flecken bekommt.
- Das Naan wenden und weitere 1–2 Minuten backen, bis der Fladen deutlich aufgeht und wieder dunklere Flecken bekommt; bei Bedarf die Hitze reduzieren, damit er nicht verbrennt.
- Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen, den fein geriebenen Knoblauch hinzufügen und 30–40 Sekunden bei niedriger Hitze erwärmen, bis ein intensiver Duft entsteht, der Knoblauch aber nicht bräunt; die heißen Naans mit der Knoblauchbutter bestreichen, mit gehacktem Koriander bestreuen und sofort servieren, solange sie noch weich und leicht dampfend sind.
Aufbewahrung
Fertig gebackene Naans im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter bis zu 2 Tage aufbewahren oder, getrennt durch Backpapier, einfrieren. Zum Aufwärmen 1–2 Minuten in einer trockenen Pfanne erhitzen, bis sie weich werden und leicht warm sind.
Dieses Pfannen-Naan ist eine meiner liebsten Möglichkeiten, ein einfaches Curry-Abendessen besonders zu machen, ohne viel zusätzlichen Aufwand., Es lohnt sich, die Fladen direkt vor dem Essen zu backen – der Duft von frischem Naan in der Küche macht sofort Appetit., Wenn etwas übrig bleibt, verwende ich die Naans am nächsten Tag gern als Wrap-Basis für Gemüse, Salat und Reste von Currys.