Grießplätzchen mit Apfel und Zimt Recipe
Grießplätzchen mit Apfel und Zimt sind weiche, zarte Küchlein, die wie eine Mischung aus Milchgrieß und Hefepfannkuchen schmecken. Ideal für ein gemütliches Frühstück oder ein süßes Abendessen, besonders wenn kleine Naschkatzen im Haus unterwegs sind.
Dies ist eine hausgemachte, polnische Variante von Racuchy (kleinen Pfannkuchen), bei der das klassische Weizenmehl durch Hartweizengrieß ersetzt wird – in der polnischen Küche oft als „Milchabendessen“ für Kinder verwendet.
Grießplätzchen mit Apfel und Zimt haben eine Konsistenz zwischen Pudding und Hefepfannkuchen, wodurch sie besonders weich und fluffig sind. Die Süße des Apfels und das warme Aroma des Zimts lassen sie ein wenig wie einen in kleine Küchlein verpackten Apfelkuchen schmecken. Sie sind eine tolle Möglichkeit, Weichweizengrieß auf eine weniger offensichtliche, eher „dessertartige“ Weise zu verwenden.
Warum diese Version funktioniert
- Das Quellen des Grießes in heißer Milch verleiht den Plätzchen eine weiche, puddingähnliche Struktur.
- Der ausgedrückte Apfel bringt Feuchtigkeit und Geschmack, ohne den Teig zu verwässern.
- Mittlere Hitze sorgt für eine schöne Bräunung, ohne den Zucker an der Oberfläche zu verbrennen.
Tipps vom Koch
Den Grieß am besten mit heißer Milch übergießen und ihm ein paar Minuten Zeit zum Quellen geben – dann fallen die Plätzchen in der Pfanne nicht auseinander. Bei mittlerer Hitze braten, bis die Ränder deutlich gestockt sind und sich Bläschen auf der Oberfläche bilden – erst dann wenden. Mit der Zuckermenge vorsichtig sein, denn ein süßer Apfel verstärkt den Geschmack ohnehin, und zu viel Zucker lässt die Plätzchen schneller anbrennen.
Serviervorschläge
Mit cremigem Naturjoghurt, einem Klecks Sahne oder Vanillesoße servieren, für Kinder zusätzlich mit etwas Honig. Zum Frühstück passt eine Tasse Kakao oder Milchkaffee, zum Abendessen ein wärmender Tee mit Zitrone. Das Gericht eignet sich besonders für kühle Wochenendmorgen, wenn alle im Schlafanzug durch die Küche schlurfen.
Worauf man achten sollte
- Gib das Ei nicht in sehr heißen Grieß – es kann stocken und Klümpchen wie Rührei bilden.
- Bei zu hoher Hitze verbrennt der Zucker im Teig schnell, während das Innere roh und schmierig bleibt.
- Wenn der Apfel sehr saftig ist und du ihn nicht ausdrückst, können die Plätzchen in der Pfanne auseinanderlaufen.
Ersatzzutaten
- Etwa 1/3 der Milch kannst du durch Naturjoghurt ersetzen, für einen leicht säuerlichen Geschmack.
- Vanillinzucker kannst du durch 1/2 Teelöffel Vanilleextrakt oder -paste ersetzen.
- Weißen Zucker kannst du durch Rohrzucker ersetzen – die Plätzchen bekommen dann eine karamellige Note.
Zutaten
- Weichweizengrieß (ca. 3/4 Tasse) - 120 g
- Milch (auch pflanzliche Milch möglich) - 250 ml
- Ei - 1 Stück
- Apfel (mittelgroß, süß-säuerlich) - 1 Stück
- Zucker (oder weniger, nach Geschmack) - 2 Esslöffel
- Vanillinzucker - 1 Teelöffel
- gemahlener Zimt - 0.5 Teelöffel
- Backpulver - 0.5 Teelöffel
- Öl (zum Braten) - 3 Esslöffel
- Prise Salz
- Zucker (zum Bestreuen, optional)
Zubereitung
- Die Milch in einen kleinen Topf gießen und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sie heiß, aber nicht kochend ist – am Rand können sich kleine Bläschen und Dampf bilden.
- Den Grieß in eine Schüssel geben, eine Prise Salz hinzufügen. Unter ständigem Rühren mit einem Löffel die heiße Milch in dünnem Strahl zugießen, bis die Masse glatt, homogen und ohne Klümpchen ist.
- Den Grieß etwa 10 Minuten stehen lassen. Danach sollte er deutlich eingedickt sein, seine Form auf dem Löffel halten, innen aber noch weich und cremig und nicht trocken sein.
- Den Apfel schälen, wenn du ihn ohne Schale bevorzugst, und auf einer Reibe mit groben Löchern raspeln. Den überschüssigen Saft in der Hand leicht ausdrücken, damit der Teig nicht zu dünn und wässrig wird.
- Zum abgekühlten, warmen, aber nicht heißen Grieß Ei, Zucker, Vanillinzucker, Backpulver, Zimt und den geriebenen Apfel geben. Zu einer gleichmäßigen, fluffigen Masse verrühren.
- Die Masse sollte so dick sein wie dicke Sahne und langsam vom Löffel fließen, sodass deutliche Kleckse entstehen. Ist sie zu flüssig, 1–2 Esslöffel Grieß hinzufügen und 2–3 Minuten warten, bis er die Flüssigkeit aufgenommen hat.
- In einer Pfanne mit Antihaftbeschichtung eine dünne Schicht Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Wenn das Öl leicht zu „wellen“ beginnt und bei Kontakt mit etwas Teig leise zischt, mit einem Löffel kleine, runde Plätzchen hineingeben.
- Die Plätzchen 2–3 Minuten auf der ersten Seite braten, bis die Ränder deutlich gestockt sind und der Boden gleichmäßig goldbraun ist. An der Oberfläche können kleine Luftbläschen erscheinen und sie sollte nicht mehr roh aussehen.
- Die Plätzchen vorsichtig wenden und weitere 1,5–2 Minuten braten, bis sie goldbraun und bei leichtem Druck federnd sind und sich innen nicht mehr wie roher Teig anfühlen.
- Die fertigen Plätzchen auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen, um überschüssiges Fett aufzusaugen. Warm servieren, mit Puderzucker bestreut oder mit Joghurt und frischem Obst.
Aufbewahrung
Die abgekühlten Plätzchen können in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahrt werden. Vor dem Servieren in der Pfanne oder im Ofen kurz aufwärmen, damit sie wieder weich und leicht knusprig werden.
Ich brate diese Plätzchen meistens am Sonntag, wenn noch angebrochene Milch im Kühlschrank „verbraucht“ werden muss. Ich mache immer gleich die doppelte Menge, weil die Hälfte direkt aus der Pfanne verschwindet, bevor ich sie überhaupt auf den Teller legen kann.