Deutscher Grießbrei mit Fruchtsauce Recipe

Grießbrei ist ein zarter, milchiger Dessertbrei aus Weichweizengrieß, der in Deutschland Kindern oft als Abendessen oder als süßes Hauptgericht serviert wird. Er erinnert im Geschmack an einen dicken Pudding oder sehr cremigen Grießbrei, ist aber etwas fester. Mit einer einfachen Fruchtsauce wird daraus ein wohliger, warmer Nachtisch, der sich leicht aus Grundzutaten zubereiten lässt.

In vielen deutschen Haushalten wird Grießbrei häufiger als warmes Abendessen denn als klassisches Dessert serviert, besonders für Kinder. Oft wird er auch statt mit Beerensoße mit Apfelmus oder mit Zimt und Zucker gereicht.

Grießbrei ist ein Klassiker der deutschen Küche – etwas zwischen Dessert und leichtem, süßem Hauptgericht, das oft anstelle eines traditionellen zweiten Gangs auf den Tisch kommt. Seine samtige, milchige Konsistenz und das feine Vanillearoma verbinden sich perfekt mit der leicht säuerlichen Beerensauce. Ein Gericht, das nach einem Winterspaziergang wärmt und gleichzeitig keine ausgefallenen Zutaten verlangt.

Warum diese Version funktioniert

  • Das Verhältnis von Milch zu Grieß ergibt einen Nachtisch, der schön dick, aber noch samtig fließend ist.
  • Eine Prise Salz hebt das Vanillearoma hervor und verhindert, dass der Brei fad schmeckt.
  • Die Soße aus tiefgefrorenen Früchten macht das Gericht unabhängig von der Saison.
  • Das Andicken der Soße mit Stärke ganz zum Schluss sorgt für eine glatte, glänzende Konsistenz.
Deutscher Grießbrei mit Fruchtsauce

Tipps vom Koch

Den Grieß wirklich in einem sehr dünnen Strahl einrieseln lassen und sofort mit dem Schneebesen einrühren – das ist der einzige Weg, Klümpchen zu vermeiden, ohne den Mixer zu benutzen. Achte darauf, dass die Milch nicht zu heftig kocht, da die Masse sonst schnell am Topfboden ansetzt; am besten einen Topf mit dickem Boden verwenden und auch die Ränder gut mitrühren. Die Fruchtsauce erst dann mit Stärke binden, wenn die Früchte kochen, und kräftig rühren, damit sich keine „Klumpen“ aus Stärke bilden.

Serviervorschläge

Grießbrei warm in kleinen Schälchen servieren, mit einem großzügigen Löffel Fruchtsauce obenauf und etwas Zimt, der direkt vor dem Servieren darübergestreut wird. Er eignet sich hervorragend als süßes Abendessen an einem kühlen, regnerischen Abend, zum Beispiel nach einem späten Training, wenn dir die Energie für ein aufwendiges Hauptgericht fehlt. Dazu passt ein Glas warme Milch, Früchtetee oder ein milder Kräutertee.

Worauf man achten sollte

  • Bringe die Milch nicht sprudelnd zum Kochen, da der Grieß sonst leicht ansetzt und am Topfboden anbrennt.
  • Wenn du den Grieß zu schnell einrieseln lässt oder aufhörst zu rühren, bilden sich Klümpchen, die sich nur schwer auflösen lassen.
  • Stärke immer in kaltem Wasser anrühren – in warmem Wasser klumpt sie sofort.

Ersatzzutaten

  • Vanillinzucker kannst du durch Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote ersetzen.
  • Beerenfrüchte lassen sich durch Kirschen, Erdbeeren oder eine Kompottmischung austauschen; passe dann die Zuckermenge an.
  • Einen Teil der Milch kannst du durch 30 %ige Sahne ersetzen, wenn du einen noch reichhaltigeren, cremigeren Nachtisch möchtest.
  • Bei laktosefreier Ernährung verwende Pflanzenmilch und ein pflanzliches Fett anstelle von Butter.
Vorbereitungszeit
10 Min
Kochzeit
10 Min
Gesamtzeit
20 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Milch - 800 ml
  • Weichweizengrieß - 80 g
  • Zucker - 40 g
  • Vanillinzucker - 1 Päckchen
  • Butter - 20 g
  • Salz - 1 Prise
  • Beerenfrüchte - 250 g
  • Zucker - 20 g
  • Wasser - 50 ml
  • Kartoffelstärke - 1 Teelöffel
Hauptzutat: Grieß

Zubereitung

  1. Milch in einen Topf gießen, Zucker, Vanillinzucker, eine Prise Salz und Butter zugeben. Bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis die Milch heiß, aber noch nicht kochend ist.
  2. Den Grieß langsam in einem dünnen Strahl in die heiße Milch einrieseln lassen und dabei ständig mit dem Schneebesen rühren, damit keine Klümpchen entstehen.
  3. Bei niedriger Hitze 4–5 Minuten unter ständigem Rühren kochen, bis die Masse deutlich eindickt und leicht zu „blubbern“ beginnt. Sie sollte glatt und cremig sein.
  4. Wenn der Grieß die Konsistenz eines dicken Puddings erreicht hat, den Topf vom Herd nehmen. Abdecken, damit sich keine Haut bildet, falls der Brei nicht sofort serviert wird.
  5. Für die Sauce die Früchte in einen kleinen Topf geben (tiefgekühlte nicht vorher auftauen), Zucker und Wasser hinzufügen. Bei mittlerer Hitze 5–7 Minuten erhitzen, bis die Früchte Saft abgeben und zu zerfallen beginnen.
  6. Die Kartoffelstärke in einer kleinen Schüssel mit 2 Esslöffeln kaltem Wasser glatt rühren. Die Mischung unter Rühren zu den kochenden Früchten gießen.
  7. Die Sauce noch 1 Minute kochen, bis sie leicht eindickt und die Konsistenz eines dünnen Fruchtpuddings hat. Vom Herd nehmen.
  8. Den Grießbrei in Schälchen füllen und die warme Fruchtsauce darübergeben. Sofort warm oder leicht abgekühlt servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Nein

Reste von Grießbrei und Fruchtsauce getrennt, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und beim Aufwärmen vorsichtig unter Rühren erhitzen, damit nichts ansetzt. Nicht zu stark kochen, damit der Brei nicht zu fest wird.

Autor Marek Krokosiński

Ich koche diesen Dessert am häufigsten an Freitagabenden, wenn im Haus nur noch eine Handvoll Tiefkühlbeeren und ein Liter Milch übrig sind und alle nach „etwas Süßem, aber keinem Kuchen“ verlangen. Ich mache immer etwas mehr Fruchtsauce, weil sie am nächsten Tag noch auf Haferbrei oder Pfannkuchen landet.

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