Frittata mit Zucchini und Parmesan Recipe

Frittata ist die italienische Cousine des Omeletts – dicker, sättigender und voller Gemüse. In Italien isst man sie als schnelles Frühstück, leichtes Mittagessen oder schneidet sie in Würfel und serviert sie auf Partys als kleine Häppchen. Diese Version mit Zucchini und Parmesan ist zart, aromatisch und schmeckt sowohl warm als auch kalt hervorragend.

Diese Frittata verbindet italienische Schlichtheit mit einer besonders zarten, fast souffléartigen Struktur dank Milch und Parmesan. Die Zucchini bringt eine leicht süßliche, frische Note ein, während der Parmesan einen tiefen, herzhaften Umami-Geschmack liefert, der das Gericht sättigend, aber dennoch leicht macht. Sie schmeckt wie ein Frühstück in einer kleinen Bar irgendwo in der Toskana.

Warum diese Version funktioniert

  • Das gründliche Ausdrücken der Zucchini entfernt überschüssiges Wasser, sodass die Mitte weder nass noch eingefallen ist.
  • Braten bei niedriger Hitze sorgt für gleichmäßig gestockte Eier ohne angebrannten Boden.
  • Parmesan bindet und würzt die Masse, sodass weder Mehl noch Sahne nötig sind.
Frittata mit Zucchini und Parmesan

Tipps vom Koch

Es ist gut, die Zucchini leicht zu salzen und etwas auszudrücken, damit überschüssiges Wasser entweicht und die Frittata nicht wässrig wird und nach dem Backen nicht zusammenfällt. Die Eier nur so lange verrühren, bis sich die Zutaten verbunden haben, nicht zu lange aufschlagen, sonst wird die Struktur eher schwammig statt cremig. Nimm die Frittata aus dem Ofen, wenn die Mitte noch leicht wackelt – sie gart in der Resthitze nach und bleibt saftig.

Serviervorschläge

Serviere sie mit einem einfachen Rucolasalat, mit Zitrone und Olivenöl beträufelt, sowie einer Scheibe knusprigem Sauerteigbrot. Sie passt hervorragend zu Milchkaffee als spätes Wochenendfrühstück oder zu einem Glas leichtem, trockenem Weißwein zum Abendessen. Für ein Picknick kannst du sie in Dreiecke schneiden und in eine Dose packen – kalt schmeckt sie genauso gut.

Worauf man achten sollte

  • Die Eier nicht zu lange aufschlagen – eine aufgeschäumte Masse fällt nach dem Garen stark zusammen und wird schwammig.
  • Zu hohe Hitze lässt den Boden schnell verbrennen, während die Mitte noch flüssig ist.
  • Die Pfanne nicht zu früh abdecken, da das kondensierte Wasser die Oberfläche der Frittata verwässert.

Ersatzzutaten

  • Parmesan kannst du durch einen anderen gereiften Hartkäse ersetzen, z. B. Grana Padano.
  • Petersilie lässt sich durch Basilikum oder Schnittlauch ersetzen, was den Kräutercharakter verändert.
  • Einen Teil der Zucchini kannst du durch fein geriebene, gut ausgedrückte Möhre ersetzen – für eine süßere Note.
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
30 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Eier - 6 Stück
  • Zucchini mittelgroß, ca. 250–300 g - 1 Stück
  • geriebener Parmesan es kann auch Grana Padano sein - 40 g
  • Milch kann durch 30 % Sahne ersetzt werden - 40 ml
  • Olivenöl - 2 Esslöffel
  • Zwiebel klein - 0.5 Stück
  • Salz nach Geschmack
  • frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
  • frische Petersilie gehackt; Schnittlauch kann ebenfalls verwendet werden - 2 Esslöffel
Hauptzutat: Eier

Zubereitung

  1. Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und in dünne Halbringe schneiden. Leicht salzen und 5–10 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Tropfen Saft bilden. Dann mit den Händen oder in einem Küchentuch gründlich ausdrücken – die Scheiben sollen deutlich trockener und elastisch sein, nicht tropfnass.
  2. Die Zwiebel schälen und fein hacken. In einer Pfanne (ca. 24 cm) mit Antihaftbeschichtung 1 Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen, bis es leicht zu flimmern beginnt, aber nicht raucht.
  3. Die Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten unter Rühren braten, bis sie weich und glasig ist. Sie soll süßlich duften und hell bleiben; wenn die Ränder schnell bräunen, die Hitze reduzieren.
  4. Die ausgedrückte Zucchini und den zweiten Esslöffel Olivenöl hinzufügen. 6–8 Minuten unter gelegentlichem Rühren braten, bis die Scheiben weich sind und die Ränder stellenweise goldbraun werden. Auf dem Pfannenboden sollte keine wässrige Flüssigkeit mehr stehen.
  5. In einer Schüssel die Eier mit der Milch kurz mit einer Gabel oder einem Schneebesen verquirlen, nur bis alles verbunden ist – die Masse soll einheitlich, aber fast ohne Schaum sein. Parmesan, Petersilie, Salz und Pfeffer hinzufügen und mischen, bis der Käse gleichmäßig verteilt ist.
  6. Die Hitze unter der Pfanne auf klein reduzieren. Zucchini und Zwiebel gleichmäßig auf dem Pfannenboden verteilen und mit einem Pfannenwender glatt streichen. Die Eimasse eingießen und die Pfanne leicht bewegen, damit die Eier alle Zwischenräume füllen und das Gemüse leicht bedecken.
  7. Bei kleiner Hitze 8–10 Minuten ohne Rühren stocken lassen, bis die Ränder der Frittata fest und matt sind und die Mitte beim Bewegen der Pfanne nur noch leicht wobbelig ist, aber nicht mehr wie flüssiges Rührei aussieht.
  8. Ist die Oberfläche noch sehr flüssig, die Pfanne 2–3 Minuten mit einem Deckel abdecken und dabei darauf achten, dass der Boden nicht zu dunkel wird. Wenn die Pfanne ofenfest ist, kannst du sie alternativ 2–3 Minuten unter den stark vorgeheizten Grill stellen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.
  9. Die fertige Frittata 3–5 Minuten stehen lassen, bis der Dampf nicht mehr stark entweicht und die Ränder leicht fester geworden sind. Vorsichtig auf einen Teller gleiten lassen, dabei mit einem Pfannenwender helfen, und in Dreiecke oder Würfel schneiden. Warm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Nein

Die Frittata nach dem Abkühlen in Stücke schneiden und in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Sie hält sich 2–3 Tage und kann kalt gegessen oder in der Pfanne bzw. in der Mikrowelle schonend aufgewärmt werden.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Am häufigsten bereite ich diese Frittata am Sonntagabend zu und packe die Stücke in Lunchboxen für den Montag – sie hat mir schon so manchen hektischen Morgen im Büro gerettet. Einmal habe ich sie auch zu einem Grillabend im Schrebergarten mitgenommen, und sie war schneller weg als die Würstchen.

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