Frittata mit Zucchini, Kartoffeln und Ziegenkäse Recipe
Diese Frittata ist die italienische Antwort auf die Frage „Was mache ich mit Gemüseresten aus dem Kühlschrank?“. Zucchini, Kartoffeln und aromatischer Ziegenkäse ergeben ein sättigendes, aber dennoch leichtes Gericht – ideal zum Frühstück, als Lunch für die Arbeit oder zum Abendessen. In Italien wird Frittata oft in Dreiecke geschnitten und kalt als Snack bei Picknicks und Hauspartys serviert.
Frittata ist ein einfaches Alltagsgericht der italienischen Küche und wird oft aus übrig gebliebenen Nudeln oder Gemüse vom Vortag zubereitet. In vielen Haushalten wird sie in derselben Pfanne gebacken, in der das Gemüse zuvor angebraten wurde.
Diese Frittata zeigt den italienischen Weg, Reste clever zu verwerten – aus ein paar einfachen Gemüsesorten und Ziegenkäse entsteht ein Gericht, das sowohl warm als auch kalt gut schmeckt. Zarte Zucchini, weiche Kartoffeln und der charaktervolle Käse erinnern ein wenig an eine spanische Tortilla und an eine herzhafte Quiche, nur ohne Teig und ohne aufwendige Zubereitung. Eine tolle Alternative zu Rührei oder Omelett, besonders wenn du einmal kochst und zwei Tage davon isst.
Warum diese Version funktioniert
- Dünne Scheiben von Kartoffeln und Zucchini sorgen dafür, dass das Gemüse weich wird, bevor die Eier vollständig stocken.
- Das vorherige Anbraten des Gemüses in der Pfanne bringt Röstaromen und verhindert, dass die Frittata nach dem Backen wässrig wird.
- Der Ziegenkäse wird nur oben aufgelegt, sodass jeder Bissen kräftig nach Käse schmeckt, ohne die gesamte Eimasse schwer zu machen.
- Die Kombination aus kurzem Anbraten und anschließendem Backen im Ofen ergibt eine gleichmäßig gestockte, aber dennoch saftige Mitte.
Tipps vom Koch
Schneide die Kartoffeln in dünne Scheiben und brate oder dünste sie, bis sie fast gar sind – bleiben sie zu hart, stockt die Frittata ungleichmäßig. Die Eimasse auf eine mittelmäßig erhitzte Pfanne gießen und nicht zu stark rühren; lass den Boden erst stocken und gare dann den Rest im Ofen oder mit Deckel. Den Ziegenkäse zum Schluss obenauf geben, damit er leicht überbackt, aber nicht verbrennt – so bleibt er schön cremig.
Serviervorschläge
Serviere die Frittata mit einem einfachen Salat mit Vinaigrette oder mit Tomaten in Olivenöl – das reicht für eine vollständige Mahlzeit als Arbeitslunch. Morgens kannst du sie mit einer Scheibe Roggenbrot und einer Tasse starken Kaffees statt belegter Brote servieren. Bei uns landet sie oft auf der Picknickdecke an der Weichsel, in Dreiecke wie Pizza geschnitten und mit den Händen gegessen.
Worauf man achten sollte
- Die Eimasse nicht auf eine stark rauchende, sehr heiße Pfanne gießen – der Boden verbrennt schnell, während die Mitte noch roh bleibt.
- Zu dicke Kartoffelscheiben können hart bleiben, selbst wenn die Eier bereits gestockt sind.
- Die Frittata nicht „auf Vorrat“ ein paar Minuten länger backen – zu lange gebacken wird sie nach dem Abkühlen trocken und gummiartig.
Ersatzzutaten
- Verwende Ziegenkäse in Frischkäse-Form oder ersetze ihn durch Feta, der eine ähnliche Salzigkeit und Säure mitbringt.
- Statt Milch kannst du Sahne mit 30 % Fett verwenden, wenn du eine cremigere, reichhaltigere Frittata möchtest.
- Zucchini lässt sich durch dünn geschnittene Paprika oder kleine Brokkoliröschen ersetzen, die du vorher kurz blanchierst oder vorkochst.
Zutaten
- Eier Größe M oder L - 6 Stück
- Zucchini mittelgroß, etwa 250 g - 1 Stück
- Kartoffeln mittelgroß, insgesamt etwa 250 g - 2 Stück
- Ziegenkäse kann durch Feta oder Quark ersetzt werden - 80 g
- Zwiebel klein - 1 Stück
- Olivenöl - 2 Esslöffel
- Milch oder 30 % Sahne für eine luftigere Eimasse - 3 Esslöffel
- frischer Schnittlauch oder Petersilie fein gehackt - 2 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Die Kartoffeln schälen und in dünne Halbringe von 2–3 mm schneiden, die Zucchini in ähnlich dünne Scheiben und die Zwiebel in feine Streifen – alle Stücke sollten etwa die gleiche Dicke haben, damit sie gleichmäßig garen.
- In einer Pfanne von ca. 24 cm Durchmesser (ofenfest) 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Kartoffeln zugeben, leicht salzen und 8–10 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis sie weich sind und die Ränder leicht gebräunt; lassen sie sich leicht mit einer Gabel einstechen, sind sie fertig.
- Den zweiten Esslöffel Olivenöl, die Zwiebel und die Zucchini hinzufügen. 5–7 Minuten braten, bis die Zwiebel glasig ist und die Zucchini weich, aber noch formstabil – die Scheiben sollen sich beim Drücken biegen, nicht zu Brei zerfallen.
- In einer Schüssel die Eier mit Milch oder Sahne verquirlen, Salz, Pfeffer und den gehackten Schnittlauch oder die Petersilie zugeben. Mit einer Gabel etwa 1 Minute schlagen, bis die Masse gleichmäßig und oben leicht schaumig ist – eine dünne Schaumschicht ist ein gutes Zeichen.
- Das Gemüse gleichmäßig in der Pfanne verteilen und die Hitze auf klein stellen. Die Eimasse eingießen und die Pfanne vorsichtig bewegen, damit die Eier zwischen das Gemüse laufen; nach 1–2 Minuten sollten die Ränder zu stocken und matt zu werden beginnen, während die Mitte noch flüssig bleibt.
- Den Ziegenkäse mit den Fingern in unregelmäßige Stücke zerbröseln und darüber verteilen, einige Stücke leicht in die Masse drücken. Der Käse soll in Abständen sichtbar sein und keine geschlossene Schicht bilden.
- Bei kleiner Hitze 3–4 Minuten weitergaren, bis der Boden gestockt und leicht gebräunt ist – den Rand mit einem Pfannenwender anheben; er sollte in einem Stück abgehen. Die Mitte soll noch leicht gelartig und federnd beim Drücken sein.
- Die Pfanne in den auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen stellen und 8–10 Minuten backen, bis die Oberfläche gestockt und leicht gebräunt ist. Beim leichten Bewegen der Pfanne sollte die Mitte nicht mehr wackeln, darf aber unter Fingerdruck etwas „federn“.
- Die Frittata aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen, damit sie sich setzen kann. Wenn die Ränder sich leicht von der Pfanne lösen, in Dreiecke schneiden und warm oder bei Zimmertemperatur servieren.
Aufbewahrung
Die abgekühlte Frittata in Stücke schneiden und in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Sie hält sich 2–3 Tage und eignet sich gut zum Mitnehmen oder zum schonenden Aufwärmen in Pfanne oder Mikrowelle.
Am häufigsten mache ich diese Frittata am Sonntagabend, wenn im Kühlschrank noch eine halbe Zucchini, ein paar gekochte Kartoffeln und ein angebrochener Ziegenkäse liegen. Am Montag packe ich sie in eine Dose und habe ein vernünftiges, fertiges Mittagessen zwischen den Meetings.