Deutscher Auflauf mit Rosenkohl und Speck Recipe

Ein cremiger Auflauf mit Rosenkohl, Kartoffeln und knusprigem Speck ist ein typisches Wintergericht aus deutschen Haushalten. Er verbindet Gemüse, Sahnesoße und Käse, sodass selbst Menschen, die „Angst“ vor Rosenkohl haben, meist nach einem Nachschlag fragen. Im Geschmack erinnert er an eine Mischung aus französischem Gratin und polnischem Kartoffelauflauf, aber mit einer deutlichen Note von Speck und Muskatnuss.

In vielen deutschen Haushalten gehören im Winter Aufläufe mit Kohl und Kartoffeln zum Standardrepertoire – oft gewürzt mit Speck und Muskatnuss. Diese Variante verbindet die deutsche Vorliebe für Rosenkohl mit dem französischen Gratin-Stil und der polnischen Kartoffelauflauf-Tradition.

Dieser deutsche Auflauf mit Rosenkohl und Speck ist die Quintessenz von winterlichem Hausessen aus Regionen, in denen Kohlgewächse und sättigende Sahnesoßen eine große Rolle spielen. Die Kombination aus leicht vorgegarten Rosenkohlröschen, dünn geschnittenen Kartoffeln, geräuchertem Speck und Muskatnuss ergibt einen Geschmack zwischen französischem Gratin und polnischem Kartoffelauflauf – aber mit eindeutig „deutschem“ Charakter. Ein Gericht, das selbst ausgesprochene Rosenkohl-Skeptiker überzeugen kann.

Warum diese Version funktioniert

  • Das Blanchieren von Kartoffeln und Rosenkohl sorgt dafür, dass beides im Ofen gleichmäßig weich wird.
  • Dünne Kartoffelscheiben verkürzen die Backzeit und verhindern harte Kerne.
  • Kräftig ausgelassener Speck bringt ein intensives Rauch-Aroma, ohne dass weiteres Fleisch nötig ist.
  • Die Mischung aus Milch und Sahne ergibt eine cremige, aber nicht übermäßig schwere Soße.
Deutscher Auflauf mit Rosenkohl und Speck

Tipps vom Koch

Wichtig ist, die Kartoffeln wirklich dünn zu schneiden – dann garen sie gleichmäßig und bleiben nicht hart, wenn der Käse oben schon gebräunt ist. Den Rosenkohl beim Blanchieren nicht zerkochen, er soll noch leicht bissfest sein, da er im Ofen weitergart. Achte außerdem darauf, dass die Sahne-Milch-Soße gut gewürzt ist, denn sie trägt den gesamten Geschmack. Wenn dein Ofen von oben sehr stark bräunt, die Form in den letzten 5–10 Minuten mit Folie abdecken, damit der Käse nicht verbrennt, sondern nur schön überbackt.

Serviervorschläge

Der Auflauf eignet sich hervorragend als Hauptgericht für ein gemütliches Winteressen am Wochenende, serviert mit einem einfachen Salat aus Gewürzgurken oder Rotkohl. Dazu passt ein leichtes, halbtrockenes Weißwein wie Riesling oder einfach ein Glas helles Lagerbier. Er ist auch ein ideales Abendessen nach einem Weihnachtsspaziergang, wenn alle durchgefroren nach Hause kommen und sich nach etwas richtig Wärmendem sehnen.

Worauf man achten sollte

  • Den Rosenkohl nicht zerkochen – er soll hellgrün und bissfest bleiben, nicht olivfarben und weich.
  • Zu dicke Kartoffelscheiben können noch hart sein, obwohl der Käse schon gebräunt ist.
  • Wenn der Käse zu schnell dunkel wird, die Form in den letzten 5–10 Minuten mit Folie abdecken.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
40 Min
Gesamtzeit
65 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Rosenkohl - 400 g
  • Kartoffeln - 500 g
  • Speck - 120 g
  • Sahne - 200 ml
  • Milch - 150 ml
  • Hartkäse - 120 g
  • Knoblauch - 2 Zehen
  • Muskatnuss - 0.25 Teelöffel
  • Butter - 10 g
  • Salz - 1.5 Teelöffel
  • schwarzer Pfeffer - 0.5 Teelöffel
Hauptzutat: Rosenkohl

Zubereitung

  1. Kartoffeln schälen und in sehr dünne Scheiben (ca. 3–4 mm) schneiden, am besten mit einem langen, scharfen Messer oder einer Mandoline. Rosenkohl von den äußeren Blättern befreien, Strunkenden abschneiden und größere Röschen halbieren, damit alle Stücke ungefähr gleich groß sind.
  2. In einem großen Topf Wasser mit 1 Teelöffel Salz zum Kochen bringen. Kartoffeln hineingeben und ca. 5 Minuten kochen, bis die Ränder weich zu werden beginnen, die Mitte aber noch elastisch ist. Rosenkohl hinzufügen und alles zusammen 4–5 Minuten kochen, bis er hellgrün und bissfest ist, nicht olivfarben.
  3. Das Gemüse in einem Sieb abgießen und ein paar Minuten stehen lassen, damit überschüssige Flüssigkeit verdampfen kann. Vorsichtig rütteln – die Oberfläche sollte sich trocken anfühlen, sonst verwässert die Soße im Auflauf statt einzudicken.
  4. Speck in kleine Würfel schneiden. In einer trockenen Pfanne 5–7 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis Fett austritt und der Speck goldbraun und leicht knusprig ist. Fein gehackten Knoblauch zugeben und noch etwa 1 Minute braten, bis ein deutlicher Duft aufsteigt.
  5. In einer Schüssel Sahne mit Milch, Muskatnuss, 0,5 Teelöffel Salz und Pfeffer verrühren. Abschmecken – die Soße soll deutlich gewürzt und durch die Muskatnuss leicht nussig sein, da Kartoffeln und Rosenkohl beim Backen einen Teil des Geschmacks aufnehmen.
  6. Den Ofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform mit Butter ausfetten. Eine dünne Schicht aus Kartoffeln und Rosenkohl auf den Boden legen, mit einem Teil des Specks und Knoblauchs bestreuen und die Schicht leicht andrücken, damit keine großen Hohlräume bleiben.
  7. Weitere Schichten aus Gemüse und Speck einfüllen, mit einer Schicht Gemüse und Speck abschließen. Alles mit der Sahne-Milch-Mischung übergießen, langsam über die gesamte Oberfläche verteilen, damit die Flüssigkeit zwischen die Schichten läuft und das Gemüse leicht bedeckt.
  8. Käse reiben und gleichmäßig über die Oberfläche streuen, sodass eine dünne, schön ziehende Schicht entsteht und keine zu dicke Kruste. Die Form in den Ofen stellen und 25–30 Minuten backen, bis die Soße am Rand deutlich blubbert und der Käse goldbraun ist.
  9. Den Auflauf nach dem Herausnehmen aus dem Ofen etwa 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit dickt die Soße an und die Schichten verbinden sich, sodass sich schöne Portionen abstechen lassen, die auf dem Teller nicht zerfallen.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste im Kühlschrank luftdicht verpackt 2–3 Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen im Ofen mit Folie abgedeckt oder in der Mikrowelle erhitzen; bei Bedarf einen Schuss Milch oder Sahne hinzufügen, damit der Auflauf nicht austrocknet.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Am häufigsten mache ich diesen Auflauf nach den Feiertagen, wenn noch ein Rest Speck und angebrochene Sahne im Kühlschrank liegen – ich kaufe nur frischen Rosenkohl auf dem Markt dazu und habe ein Essen für zwei Tage. Manchmal bereite ich ihn auch morgens vor der Arbeit zu und backe ihn abends nur noch einmal auf, denn erneutes Erwärmen unter Folie verträgt er sehr gut.

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