Deutsche Lauch-Möhren-Suppe Recipe

Lauch-Möhren-Suppe ist eine einfache Gemüsesuppe, die in Deutschland unter der Woche oft als schnelles Mittag- oder Abendessen gekocht wird. Sie ist mild, leicht süßlich durch die Möhren und aromatisch dank des Lauchs. In der Konsistenz erinnert sie an eine kräftige Brühe mit weichem Gemüse – etwas zwischen klassischer Gemüsesuppe und einer leichten Cremesuppe.

Solche Suppen aus Lauch und Möhren sind in Deutschland ein typischer Eintopf für Wochentage – ein Gericht aus einem Topf, das schnell satt machen und wärmen soll. Oft wird es mit einer Scheibe Brot als vollwertige Hauptmahlzeit serviert.

Lauch-Möhren-Suppe ist eine typisch deutsche Alltagssuppe, die zeigt, wie man aus wenigen einfachen Gemüsesorten etwas wirklich Wohltuendes kochen kann. Lauch verleiht ihr ein mildes, leicht zwiebeliges, fast buttriges Aroma, Möhren bringen natürliche Süße und Kartoffeln sorgen für angenehme Sättigung – das Ergebnis liegt irgendwo zwischen leichter Cremesuppe und klassischer Gemüsesuppe. Sie passt perfekt zu schnellen Mittag- oder Abendessen unter der Woche, wenn keine Zeit für aufwendiges Kochen bleibt.

Warum diese Version funktioniert

  • Das Anschwitzen von Lauch und Zwiebel vor dem Aufgießen mit Brühe hebt ihre natürliche Süße hervor und sorgt für einen volleren, hausgemachten Geschmack.
  • Das teilweise Pürieren der Suppe bindet sie auf natürliche Weise mit dem Gemüse, ganz ohne Mehl oder Mehlschwitze.
  • Das Angleichen der Temperatur (Temperieren) der Sahne mit heißer Suppe verhindert, dass sie im Topf gerinnt und Klümpchen bildet.
Deutsche Lauch-Möhren-Suppe

Tipps vom Koch

Lauch zwischen den Schichten gründlich waschen, am besten die Blätter unter fließendem Wasser auseinanderfächern – Sandreste können sonst eine ganze Schüssel Suppe verderben. Das Gemüse vor dem Aufgießen mit Brühe kurz anschwitzen, denn dieser Schritt verstärkt den Geschmack deutlich und verhindert, dass die Suppe „wässrig“ wirkt. Für eine sämigere Konsistenz einen Teil des Gemüses mit Brühe pürieren, aber nicht alles – ein paar Stücke im Ganzen sorgen beim Essen für eine angenehme Textur.

Serviervorschläge

Sehr heiß mit Croutons aus altbackenem Brot oder einer Scheibe Vollkornbrot mit Butter servieren – diese Kombination rettet bei mir oft die Montagabende nach der Arbeit. Sie eignet sich auch gut als Vorspeise vor einem einfachen Hauptgericht, z.B. Spiegelei mit Gurkensalat. Dazu passen milde Kräutertees (z.B. Kamille oder Minze) oder ein Glas leicht sprudelndes Wasser mit Zitrone.

Worauf man achten sollte

  • Unzureichend gewaschener Lauch kann Sand in der Suppe hinterlassen – alle Schichten unter fließendem Wasser gut auseinanderfächern und spülen.
  • Die Suppe nach Zugabe der Sahne nicht mehr stark kochen lassen, sonst kann sie gerinnen und das Fett sich absetzen.
  • Die Suppe nicht komplett pürieren, wenn dir eine angenehme Stückchen-Textur mit gut spürbarem Gemüse im Teller wichtig ist.

Ersatzzutaten

  • Gemüsebrühe kann durch Hühnerbrühe ersetzt werden, wenn dir eine vegetarische Variante nicht wichtig ist.
  • Sahne mit 30 % Fett lässt sich durch leichtere 12–18 % ersetzen, dann aber besonders vorsichtig zugeben und gut temperieren.
  • Kartoffeln können teilweise durch Knollensellerie ersetzt werden, so bekommt die Suppe einen kräftigeren, leicht würzigen Geschmack.
  • Petersilie kann je nach Vorrat durch Schnittlauch oder Dill ersetzt werden.
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
25 Min
Gesamtzeit
40 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Lauch nur der weiße und hellgrüne Teil - 2 Stück
  • Möhre mittelgroß - 3 Stück
  • Kartoffeln mittelgroß, mehligkochend - 3 Stück
  • Zwiebel klein - 1 Stück
  • Gemüsebrühe selbst gemacht oder aus Brühwürfeln - 1 l
  • Pflanzenöl zum Anbraten des Gemüses - 2 Esslöffel
  • Sahne 12–18% Fett, optional - 80 ml
  • Lorbeerblatt - 1 Stück
  • Pimentkörner - 3 Körner
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Petersilie gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
Hauptzutat: Lauch

Zubereitung

  1. Lauch putzen, die dunkelgrünen Blätter abschneiden, der Länge nach halbieren und zwischen den Schichten unter fließendem Wasser gründlich ausspülen. In Halbringe schneiden.
  2. Möhren und Kartoffeln schälen, waschen und in kleine, möglichst gleichmäßige Würfel schneiden, damit sie gleichzeitig gar werden. Zwiebel schälen und fein hacken, damit sie schnell glasig wird, ohne zu verbrennen.
  3. In einem großen Topf das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel zugeben und unter Rühren ca. 3–4 Minuten dünsten, bis sie weich und leicht glasig ist – sie soll süßlich duften, nicht nach verbranntem Fett oder gebräunter Kruste.
  4. Den geschnittenen Lauch hinzufügen und weitere 3–4 Minuten unter Rühren anschwitzen, bis er weich wird, etwas zusammenfällt und intensiv duftet. Möhren- und Kartoffelwürfel dazugeben, mit Lauch und Zwiebel vermischen und noch 2–3 Minuten anbraten, bis das Gemüse gut erhitzt ist und leicht Farbe annimmt.
  5. Die Brühe angießen, Lorbeerblatt und Pimentkörner hinzufügen. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe bei kleiner Flamme etwa 15–18 Minuten köcheln lassen, bis Möhren und Kartoffeln weich sind und sich leicht mit einer Gabel einstechen lassen, ohne schon zu zerfallen.
  6. Lorbeerblatt und Pimentkörner herausnehmen. 2–3 Kellen Suppe mit Gemüse abnehmen, mit dem Stabmixer fein pürieren und zurück in den Topf geben, gut umrühren – die Suppe wird deutlich sämiger, behält aber sichtbar weiche Gemüsestückchen.
  7. Die Sahne in einer Tasse mit ein paar Löffeln heißer Suppe verrühren, um sie zu temperieren und die Temperatur anzugleichen. In den Topf gießen, gründlich umrühren und bei kleiner Hitze erwärmen, ohne die Suppe wieder stark kochen zu lassen.
  8. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sehr heiß servieren und mit gehackter Petersilie bestreuen; das Gemüse soll weich sein, aber seine Form behalten und beim Essen nicht zerfallen.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Die Suppe lässt sich gut aufwärmen; beim Erhitzen mit Sahne nicht mehr stark kochen, damit sie nicht ausflockt.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich koche diese Suppe am häufigsten, wenn im Kühlschrank noch ein paar leicht welke Möhren und ein einsamer Lauch von den Wocheneinkäufen übrig sind – statt sie wegzuwerfen, landet alles in einem Topf. Im Winter nehme ich sie mir oft in einer Thermoskanne mit zur Arbeit, wenn ich keine Lust mehr auf belegte Brote am Schreibtisch habe.

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