Choriatiki – klassischer griechischer Bauernsalat Recipe

Choriatiki ist der „echte“ griechische Salat, der in Griechenland zu fast jedem Mittag- oder Abendessen in die Mitte des Tisches gestellt wird. Große Gemüsestücke, eine dicke Scheibe Feta obendrauf und reichlich Olivenöl machen ihn eher zu einem leichten Gericht als zu einer bloßen Beilage. Eine großartige Möglichkeit, das Flair einer griechischen Taverne nach Hause zu holen.

Choriatiki bedeutet wörtlich „Bauernsalat“ und wird in Griechenland zu fast jeder Mahlzeit bestellt – oft steht nur eine große Schüssel in der Mitte, aus der alle gemeinsam essen. In der klassischen Version kommt kein Blattsalat hinein, und der Feta wird als ein großes, kompaktes Stück obenauf serviert.

Choriatiki ist die Quintessenz des griechischen Esstisches – große Stücke saftigen Gemüses, salziger Feta und großzügig verwendetes Olivenöl ergeben einen Salat, der problemlos ein leichtes Gericht ersetzen kann. Der Verzicht auf Blattsalat sorgt für einen konzentrierteren Geschmack: Süße Tomaten, knackige Gurke und Paprika, pikante Zwiebel und aromatischer Oregano. Ein Gericht, das einen gedanklich sofort in eine sonnenbeschienene Taverne versetzt, selbst wenn man es am Küchentisch in einer Stadtwohnung isst.

Warum diese Version funktioniert

  • Ohne Blattsalat welken die Zutaten nicht und der Salat bleibt länger knackig.
  • Große Stücke von Tomaten und Gurke halten den Saft im Inneren und verhindern, dass der Salat zur wässrigen Suppe wird.
  • Ein schlichtes Dressing aus Olivenöl, Essig und Oregano unterstreicht das Aroma des Gemüses, statt es zu überdecken.
Choriatiki – klassischer griechischer Bauernsalat

Tipps vom Koch

Der beste Choriatiki gelingt mit sehr reifen, duftenden Tomaten – außerhalb der Saison lieber kleinere, aber süße Sorten wählen als große, wässrige Exemplare. Das Gemüse nicht zu klein schneiden, sonst tritt zu viel Saft aus und der Salat wird zur Suppe; beim Mischen sehr vorsichtig vorgehen, fast so, als würdest du die Zutaten nur anordnen. Wenn die Zwiebel sehr scharf ist, unbedingt abspülen oder in Wasser einweichen – so dominiert sie den Geschmack nicht.

Serviervorschläge

In einer großen Schüssel in die Mitte des Tisches stellen, dazu einen Korb mit frischem Brot oder gerösteten Baguettescheiben, mit denen man die Olivenöl-Tomatensoße vom Boden aufnehmen kann. Passt hervorragend zu gegrilltem Hähnchen, Fisch oder Grillspießen im Garten, wird im Sommer aber oft auch solo als schnelles Mittagessen mit einer Scheibe Sauerteigbrot gegessen. Dazu ein leichtes Weißwein, ein trockener Rosé oder einfach gut gekühltes Wasser mit Zitrone und Eiswürfeln.

Worauf man achten sollte

  • Den Salat nicht lange im Voraus salzen – Salz entzieht Tomaten und Gurken schnell Flüssigkeit.
  • Das Gemüse nicht zu klein schneiden, sonst verliert es Struktur und zerdrückt leicht beim Mischen.

Ersatzzutaten

  • Anstelle von Weinessig kannst du Zitronensaft verwenden – so wird die Säure milder.
  • Wenn du keinen Feta hast, nimm einen anderen festen Salzlakenkäse, vermeide jedoch Schnitt- und Schmelzkäse.
  • Schwarze Oliven lassen sich durch grüne ersetzen, am besten in einer milden Kräuterlake.
Vorbereitungszeit
20 Min
Gesamtzeit
20 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Tomate reif, mittelgroß - 4 Stück
  • Gurke lang, frisch - 1 Stück
  • Paprika grün oder rot - 1 Stück
  • rote Zwiebel klein - 1 Stück
  • Feta-Käse am Stück, nicht zerkrümelt - 200 g
  • schwarze Oliven am besten mit Stein, z. B. Kalamata - 80 g
  • Olivenöl gute Qualität, extra vergine - 4 Esslöffel
  • roter Weinessig - 1 Esslöffel
  • getrockneter Oregano - 1 Teelöffel
  • Salz nach Geschmack, vorsichtig, da Feta salzig ist
  • schwarzer Pfeffer frisch gemahlen, nach Geschmack
Hauptzutat: Gemüse

Zubereitung

  1. Die Tomaten nicht wie für einen Gemüsesalat in Würfel schneiden, sondern in größere Stücke – jede Tomate in 6–8 Spalten teilen, sodass sie innen noch schön fleischig bleiben. In eine große Schüssel geben, leicht salzen, damit sie etwas Saft ziehen, aber noch nicht kräftig durchmischen.
  2. Die Gurke waschen, die Enden abschneiden, der Länge nach halbieren und dann in etwa 0,5 cm dicke Halbmonde schneiden. Wenn die Schale sehr hart ist, kannst du sie streifenweise teilweise schälen. Zu den Tomaten geben.
  3. Die Paprika längs aufschneiden, Kerngehäuse und helle Häutchen entfernen und in Streifen oder größere Stücke schneiden. Zu Tomaten und Gurke in die Schüssel geben und die Zutaten mit einem Löffel nur sanft bewegen, ohne sie zu zerdrücken, damit die Tomaten nicht zu viel Saft verlieren.
  4. Die Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Wenn sie sehr scharf ist, 5 Minuten in kaltem Wasser einlegen, dann abgießen und mit Küchenpapier trockentupfen – so wird der Geschmack milder, ohne den Salat zu verwässern.
  5. Zwiebel und Oliven in die Schüssel geben. Wenn die Oliven Steine haben, die Mitesser oder Gäste darauf hinweisen – in Griechenland werden sie traditionell so serviert und entsprechend vorsichtig gegessen.
  6. In einer kleinen Schüssel Olivenöl, Weinessig, Oregano, eine Prise Salz und frisch gemahlenen Pfeffer verrühren. Abschmecken – das Dressing soll aromatisch, leicht säuerlich und deutlich nach Oregano schmecken, aber nicht zu essiglastig sein.
  7. Das Gemüse mit dem Dressing übergießen und sehr behutsam mit den Händen oder einem großen Löffel mischen, die Zutaten von unten nach oben anheben, damit die Tomaten nicht zerdrückt werden. Das Gemüse soll nur von einem dünnen Film Dressing überzogen sein; am Schüsselboden darf sich nur wenig Flüssigkeit sammeln.
  8. Den Feta in eine dicke Scheibe oder einige größere Stücke schneiden und oben auf den Salat legen. Mit etwas zusätzlichem Olivenöl beträufeln, mit einer Prise Oregano und nach Wunsch etwas Pfeffer bestreuen und sofort bei Zimmertemperatur servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 1 Tage
Einfrieren: Nein

Den Salat schmeckt am besten frisch, aber Reste können für einige Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am nächsten Tag sind die Tomaten meist sehr weich und geben viel Saft ab – dann eignet er sich gut als Beilage, zusammen mit frischem Brot, um die aromatische Flüssigkeit aufzutunken.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Das ist mein „Notfallsalat“ für abendliche Treffen auf dem Balkon – wenn ich Feta und ein paar Tomaten im Kühlschrank habe, findet sich der Rest der Zutaten fast immer. Meistens bereite ich ihn in der größten Schüssel im Haus zu, denn aus Erfahrung weiß ich, dass alle sich „nur ein bisschen“ nehmen und dann doch für Nachschlag zurückkommen.

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