Chinesisches Omelett mit Garnelen und Schnittlauch Recipe
Ein zartes Omelett mit Garnelen und viel Schnittlauch ist ein beliebtes Gericht im Süden Chinas und wird dort oft als schnelles Mittag- oder Abendessen gegessen. Es erinnert ein wenig an eine spanische Tortilla, ist aber leichter und saftiger. Es schmeckt hervorragend mit einer Schale Reis oder pur, direkt aus der Pfanne.
Solche Omeletts sind in Südchina und Hongkong beliebt und stehen dort häufig auf den Speisekarten kleiner Familienlokale. Sie verbinden Eier mit Meeresfrüchten und viel Grün, meist serviert mit Reis als schnelles Mittags- oder Abendgericht.
Dieses chinesische Omelett mit Garnelen ist ein zartes, aber sättigendes Gericht, in dem elastische Meeresfrüchte auf reichlich frischen Schnittlauch treffen. Die Konsistenz ist cremiger als bei einem klassischen, stark gestockten Omelett – eher wie eine weiche Frittata, die im Mund zerläuft. Es ist ein tolles Beispiel für die südchinesische Hausmannskost: einfach, schnell und mit Fokus auf die Frische der Zutaten.
Warum diese Version funktioniert
- Stärke und Wasser in der Eiermasse sorgen für die cremige, leicht elastische Konsistenz, die für südchinesische Omeletts typisch ist.
- Das separate Anbraten der Garnelen garantiert, dass sie saftig und nicht durchgegart werden, statt gummiartig zu werden.
- Die Technik, den Rand anzuheben, lässt die Eier gleichmäßig stocken, ohne das Omelett in Rührei zu verwandeln.
Tipps vom Koch
Tupfe die Garnelen vor dem Braten mit Küchenpapier gut trocken, damit sie nicht zu viel Wasser abgeben und das Omelett nicht verwässern. Brate bei mittlerer, nicht maximaler Hitze – die Eier sollen langsam stocken, dann bleibt das Omelett saftig statt gummiartig. Nach dem Eingießen der Eimasse nicht wie Rührei umrühren, sondern nur die Pfanne leicht bewegen und die Ränder anheben, damit rohes Ei nach unten laufen kann.
Serviervorschläge
Serviere das Omelett direkt aus der Pfanne, in Dreiecke geschnitten, mit einer Schale heißem Jasminreis – bei mir ein Hit für ein schnelles Sonntagsmittagessen, wenn ich keine Lust habe, lange am Herd zu stehen. Es schmeckt auch hervorragend mit einem leichten Gurken-Sesam-Salat, wenn du etwas Knusprigkeit dazu möchtest. Dazu passt ein mildes Weißwein, z.B. ein halbtrockener Riesling, oder einfach grüner Tee.
Worauf man achten sollte
- Zu hohe Hitze lässt den Boden schnell anbrennen, während die Mitte noch flüssig bleibt – wenn die Ränder zu rasch bräunen, sofort die Flamme reduzieren.
- Brate die Garnelen vor dem Hinzufügen der Eier nicht zu lange; sobald sie sich rosa färben, sofort mit dem nächsten Schritt weitermachen.
Ersatzzutaten
- Statt Garnelen kannst du dünn geschnittene Surimi-Sticks verwenden und sie nur leicht anbraten, bis sie etwas Farbe bekommen.
- Frischen Ingwer kannst du durch eine Prise getrockneten Ingwer ersetzen; nimm etwa die halbe Menge, da er intensiver ist.
- Helle Sojasauce lässt sich durch Tamari ersetzen; reduziere dann die zusätzliche Salzmenge in der Eiermasse.
Zutaten
- Eier - 5 Stück
- rohe Garnelen - 150 g
- Schnittlauch - 4 Esslöffel
- Sojasauce - 1 Esslöffel
- Kartoffel- oder Maisstärke - 1 Esslöffel
- Wasser - 2 Esslöffel
- frischer Ingwer - 10 g
- Öl - 2 Esslöffel
- Salz
- gemahlener weißer Pfeffer - 0.25 Teelöffel
Zubereitung
- Wenn du tiefgekühlte Garnelen verwendest, diese im Kühlschrank oder in kaltem Wasser auftauen und anschließend gründlich abtropfen lassen. Größere Exemplare der Länge nach halbieren oder in 2–3 Stücke schneiden und mit Küchenpapier trocken tupfen, bis sie matt und nicht mehr feucht sind – so geben sie später kein Wasser in die Pfanne ab.
- Schnittlauch fein hacken. Ingwer schälen und auf einer feinen Reibe reiben oder sehr fein hacken, sodass nahezu eine Paste entsteht, die sich gleichmäßig in den Eiern verteilt, ohne feste Fasern.
- In einer Schüssel Eier mit Wasser, Stärke, heller Sojasauce, einer Prise Salz und weißem Pfeffer verrühren. Mit einer Gabel 30–40 Sekunden aufschlagen, bis die Masse homogen und etwas dicker ist und sich ein feiner Schaum auf der Oberfläche bildet, jedoch ohne große Luftblasen.
- Geschnittenen Schnittlauch und Ingwerpaste zu den Eiern geben und mit einem Löffel umrühren. 2–3 Minuten stehen lassen, damit die Stärke quellen kann und Kräuter sowie Ingwer ihr Aroma abgeben; die Masse sollte leicht eindicken.
- In einer beschichteten Pfanne 1 Esslöffel Öl bei mittelhoher Hitze erhitzen. Garnelen hineingeben und 1–2 Minuten braten, bis sie auf beiden Seiten rosa und leicht matt sind; das Innere sollte nicht mehr durchsichtig sein, die Garnelen aber bei leichtem Druck noch weich.
- Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Die Garnelen gleichmäßig in der Pfanne verteilen, dann die Eimasse hineingießen und die Pfanne leicht schwenken, damit sich die Eier als gleichmäßige Schicht verteilen. Falls sich die Garnelen an einer Stelle sammeln, sie rasch mit einem Pfannenwender verteilen.
- Das Omelett 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze ohne Rühren braten. Zwischendurch die Ränder mit einem Spatel leicht anheben und die Pfanne kippen, damit flüssige Eimasse darunterlaufen kann; die Ränder sollen fest und matt werden, die Oberfläche leicht glänzend, aber nicht mehr flüssig sein.
- Wenn du das Omelett wenden möchtest, die Pfanne mit einem großen Teller abdecken, entschlossen umdrehen und das Omelett wieder in die Pfanne zurückgleiten lassen. Weitere 1–2 Minuten braten, bis die Unterseite leicht gebräunt ist und die Mitte weich und elastisch bleibt, wenn du sie leicht eindrückst.
- Zum Schluss nach Wunsch 1 Esslöffel Öl am Rand der Pfanne entlang zugießen und etwa 30 Sekunden weiterbraten, damit die Ränder zart knusprig werden. Das Omelett auf ein Brett gleiten lassen, in Dreiecke schneiden und sofort servieren, solange die Mitte noch saftig und die Ränder leicht gebräunt sind.
Aufbewahrung
Reste möglichst noch am selben Tag essen. Wenn etwas übrig bleibt, im Kühlschrank luftdicht verpackt maximal 1 Tag aufbewahren und in der Pfanne bei niedriger Hitze kurz aufwärmen, bis es gerade eben heiß ist. Nicht mehrfach aufwärmen.
Dieses Omelett mache ich am häufigsten unter der Woche, wenn ich am Donnerstag die letzte Packung Garnelen im Gefrierfach finde und weiß, dass sie endlich wegmuss. Es ist meine Art von „fauler Luxus“ – sieht aus wie ein Restaurantgericht, ist aber schneller fertig als belegte Brote.