Chinesischer Salat mit Chinakohl, Huhn und Sesam Recipe

Ein leichter, knackiger Salat aus Chinakohl, Huhn und Sesam in einem einfachen Soja-Essig-Dressing. In China werden ähnliche Salate oft als kalte Vorspeisen vor dem Hauptgericht serviert. Für den deutschen Tisch ist er eine spannende Alternative zum klassischen Mayonnaise-Salat – leichter, aber dennoch sättigend.

In vielen chinesischen Haushalten werden leichte, kalte Salate aus Kohl oder Gurke neben heißen Wokgerichten serviert, um Frische und Knackigkeit ins Essen zu bringen. Diese Variante mit Hähnchen erinnert eher an einfache Alltagsgerichte zu Hause als an schwere, restauranttypische Salate.

Dieser Salat verbindet die chinesische Art, leichte, knackige Vorspeisen zu servieren, mit dem bei uns beliebten Huhn – allerdings ohne schwere Mayonnaise-Dressings. Das Soja-Essig-Dressing mit Sesam verleiht ihm einen klaren, herzhaften Charakter mit nussiger Note und angenehmem Umami. Durch den Chinakohl bleibt alles leicht, aber strukturell spannend – bei jedem Bissen gibt es etwas Knackiges.

Warum diese Version funktioniert

  • Sehr fein geschnittener Chinakohl nimmt die Sauce schnell auf und dominiert die Textur des Salats nicht.
  • Hähnchen ohne Panade macht satt, beschwert das Gericht aber nicht wie Varianten mit Mayonnaise.
  • Zum Schluss zugegebener, gerösteter Sesam sorgt für ein intensives Aroma und angenehmen Crunch.
  • Die Sauce ist so abgestimmt, dass sie die Zutaten umhüllt, statt auf den Boden der Schüssel zu laufen.
Chinesischer Salat mit Chinakohl, Huhn und Sesam

Tipps vom Koch

Schneide den Chinakohl so fein wie möglich, fast wie für Coleslaw – so nimmt er das Dressing besser auf und wird nicht wässrig. Am besten brätst oder backst du das Huhn im Voraus und lässt es vollständig abkühlen; warmes Fleisch im Salat lässt das Gemüse schnell „welken“. Den Sesam kurz in einer trockenen Pfanne rösten, bis er intensiv duftet – er verbrennt leicht, also bleib unbedingt am Herd.

Serviervorschläge

Gut gekühlt als Vorspeise zu Wok-Gerichten, gedämpften Teigtaschen oder gebratenen Jiaozi servieren. Bei Einladungen zu Hause ist er eine leichtere Alternative zum klassischen Gemüsesalat, besonders bei Sommergrills statt schwerer Rohkostsalate. Dazu passen gekühlter Jasmintee, leicht sprudelndes Wasser mit Limette oder ein trockenes, leichtes Weißwein.

Worauf man achten sollte

  • Gib kein warmes Hähnchen in den Salat – durch den Dampf fällt der Kohl schnell zusammen und wird wässrig.
  • Sesam verbrennt leicht; nimm die Pfanne vom Herd, sobald er stark duftet und leicht bräunt.

Ersatzzutaten

  • Reisessig kann durch Apfel- oder Weißwein-Essig ersetzt werden, dabei etwas weniger verwenden.
  • Hähnchenbrust lässt sich durch gebratenen Putenbraten oder Reste von gebratenem Hähnchen ohne Haut ersetzen.
  • Frische Gurke kann durch in dünne Scheiben geschnittene Radieschen ersetzt werden, für eine etwas schärfere Note.
Vorbereitungszeit
20 Min
Kochzeit
12 Min
Gesamtzeit
32 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Chinakohl etwa die Hälfte eines mittelgroßen Kopfes - 400 g
  • Hähnchenbrust - 250 g
  • Möhre mittelgroß - 1 Stück
  • frische Gurke groß - 0.5 Stück
  • Schnittlauch bzw. Frühlingszwiebelgrün - 3 Stück
  • gerösteter Sesam - 2 Esslöffel
  • Sojasauce - 3 Esslöffel
  • Essig (z.B. Reisessig) kann durch Apfelessig ersetzt werden - 2 Esslöffel
  • Sesamöl für das Aroma, kann weggelassen werden - 1 Esslöffel
  • Pflanzenöl zum Braten des Huhns - 1 Esslöffel
  • Zucker - 1 Teelöffel
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Chinakohl

Zubereitung

  1. Die Hähnchenbrust in dünne Streifen schneiden, Häutchen und Sehnen entfernen. Leicht mit Salz und Pfeffer bestreuen, sodass jedes Stück gleichmäßig bedeckt, aber nicht übersalzen ist.
  2. Pflanzenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Das Huhn zugeben und 7–8 Minuten unter Rühren braten, bis das Fleisch innen ganz weiß und stellenweise leicht goldbraun ist. Auf einen Teller geben und abkühlen lassen, bis es nicht mehr dampft.
  3. Den Chinakohl der Länge nach halbieren und den harten Strunk entfernen. Die Blätter quer zur Faser sehr fein schneiden; den weißen, festeren Teil etwas feiner hacken, damit er in der Sauce schneller zart wird.
  4. Die Möhre schälen und auf einer groben Reibe raspeln oder in feine Stifte schneiden, ungefähr so lang wie die Kohlstreifen. Die Gurke längs halbieren, die wässrigen Kerne entfernen und den Rest in dünne Halbmonden schneiden.
  5. Schnittlauch bzw. Frühlingszwiebel mitsamt dem grünen Teil in feine Ringe schneiden. Ist sie sehr scharf, 5 Minuten in kaltem Wasser einlegen und anschließend gut abtrocknen – so wird der Geschmack milder.
  6. In einer kleinen Schüssel Sojasauce, Reisessig, Sesamöl und Zucker verrühren, bis sich die Kristalle gelöst haben und eine gleichmäßige, leicht dickliche Sauce entsteht. Abschmecken und bei Bedarf eine Prise Zucker oder einen Hauch mehr Essig zugeben.
  7. Sesam in einer trockenen Pfanne 1–2 Minuten bei mittlerer Hitze rösten, dabei häufig schwenken. Sobald die Körner leicht bräunen und intensiv nussig duften, sofort in eine Schüssel umfüllen, damit sie in der heißen Pfanne nicht nachrösten.
  8. In einer großen Schüssel Chinakohl, Möhre, Gurke, Schnittlauch und das abgekühlte Hähnchen mischen. Mit der Sauce übergießen und alles gründlich mit den Händen oder einem großen Löffel vermengen, bis die Kohlblätter leicht weicher werden, glänzen und gleichmäßig mit einer dünnen Dressingschicht überzogen sind.
  9. Kurz vor dem Servieren den Salat mit dem gerösteten Sesam bestreuen. Die Oberfläche vorsichtig durchmischen, sodass ein Teil der Körner zwischen die Zutaten fällt, der Großteil aber obenauf bleibt und seine Knusprigkeit behält.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Nein

Reste im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen aufessen. Der Salat wird mit der Zeit etwas weicher, bleibt durch den Chinakohl aber relativ knackig. Für Meal-Prep das Dressing getrennt aufbewahren und erst vor dem Essen unterheben.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich mache diesen Salat am häufigsten, wenn nach der Sonntagsbrühe noch gekochte Hähnchenbrust übrig ist – dann ist er in wenigen Minuten fertig. Er eignet sich auch hervorragend für die Lunchbox, denn Chinakohl bleibt selbst nach einigen Stunden noch schön knackig.

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