Chinesischer Salat mit Chinakohl und Reisnudeln Recipe
Dieser knackige Salat aus Chinakohl und Reisnudeln ist die leichtere, salatartige Version chinesischer Wok-Gerichte. In China werden ähnliche Salate oft als kalte Vorspeisen vor warmen Speisen serviert. Er ist frisch, leicht säuerlich, mit zarten Nudeln und einer nussigen Sesamnote – perfekt für ein sommerliches Mittagessen oder als Beilage zu Gegrilltem.
Solche kalten Salate aus Kohl und Nudeln werden in Nordchina als kleine Vorspeisen vor den heißen Wokgerichten serviert. Sie stehen oft in Schalen in der Tischmitte, und alle greifen mit Stäbchen zwischendurch zu ein paar Bissen.
Dieser Salat verbindet zarten Chinakohl mit Reisnudeln und liegt geschmacklich zwischen einem leichten Hauptgericht und einer klassischen chinesischen kalten Vorspeise. Das säuerliche Dressing mit Sesamnote hebt die Frische des Gemüses hervor und erinnert stark an das, was in kleinen, familiengeführten Lokalen in China vor dem Hauptgang serviert wird.
Warum diese Version funktioniert
- Sehr fein geschnittener Chinakohl nimmt das Dressing schneller auf und bleibt trotzdem knackig.
- Gründliches Abspülen und Abtropfen der Nudeln verhindert, dass das Dressing verwässert.
- Das Entfernen der Gurkenkerne reduziert den Wasseranteil, sodass der Salat nicht nach einer Stunde im Saft schwimmt.
- Frisch gerösteter Sesam, erst zum Schluss zugegeben, sorgt für intensives Aroma und einen Kontrast zu den weichen Nudeln.
Tipps vom Koch
Schneide den Kohl so fein wie möglich – je dünner die Streifen, desto besser nimmt er das Dressing auf und wird nicht wässrig. Übergieße die Reisnudeln nach dem Garen sofort mit kaltem Wasser und lasse sie gut abtropfen, damit sie das Dressing nicht verwässern. Bereite das Dressing in einer separaten Schüssel zu und probiere es, bevor du es mit dem Salat mischst: Gib Essig und Sojasauce lieber nach und nach dazu, als später einen zu salzigen oder zu sauren Geschmack retten zu müssen.
Serviervorschläge
Serviere den Salat gut gekühlt als Kontrast zu heißen Grillgerichten – er passt hervorragend zu Nackensteaks vom Rost oder gegrilltem Tofu bei einem sommerlichen Treffen im Garten. Du kannst ihn auch solo als leichten Büro-Lunch in einer Box mit einem kleinen Thermosbecher grünen Tee mitnehmen. Für eine sättigendere Variante gib eine Handvoll geröstete Erdnüsse oder gegrilltes Hähnchen dazu.
Worauf man achten sollte
- Die Nudeln nicht zu lange im kochenden Wasser lassen – nach ein paar Minuten beginnen sie zu zerfallen und zu verkleben.
- Den Kohl nicht in dicke Stücke schneiden, sonst bleibt der Strunk zäh und die Blätter geben mehr Wasser ab.
- Mit Salz im Dressing sparsam sein, da helle Sojasauce bereits deutlich salzig ist.
Ersatzzutaten
- Reisessig kann durch Apfel- oder weißen Weinessig ersetzt werden; dann eine Prise mehr Zucker zugeben.
- Reisnudeln in Fadenform lassen sich durch dünne Glasnudeln (Cellophane-Nudeln) ersetzen.
- Wenn du kein Sesamöl hast, verwende ein neutrales Öl und erhöhe die Menge an geröstetem Sesam.
Zutaten
- Chinakohl halber mittelgroßer Kopf, fein gehackt - 400 g
- Reisnudeln - 80 g
- Möhre grob gerieben oder in feine Stifte geschnitten - 1 Stück
- frische Gurke in feine Streifen geschnitten - 0.5 Stück
- Frühlingszwiebel in dünne Ringe geschnitten - 2 Stück
- Knoblauch fein gehackt - 1 Zehe
- Reisessig kann durch hellen Weißweinessig ersetzt werden - 3 Esslöffel
- Sojasauce - 2 Esslöffel
- Sesamöl für den Geschmack, kann durch Rapsöl und einen Teelöffel Tahini ersetzt werden - 1.5 Esslöffel
- Zucker gleicht die Säure aus - 1 Teelöffel
- Sesamsamen in einer trockenen Pfanne geröstet - 1 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Reisnudeln mit kochendem Wasser übergießen und 3–4 Minuten (oder nach Packungsanweisung) ziehen lassen, bis sie weich und glasig sind, ohne kreidigen Kern. Abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und in ein Sieb geben, bis sie nicht mehr tropfen.
- Chinakohl der Länge nach halbieren und den harten Strunk herausschneiden. Den restlichen Kohl in sehr feine, streichholzbreite Streifen schneiden. In eine große Schüssel geben und die Blätter mit den Fingern lockern, bis sie luftig und voneinander getrennt sind.
- Möhre schälen und grob raspeln oder in feine Stifte schneiden. Gurke der Länge nach halbieren, mit einem Teelöffel das weiche Kerngehäuse entfernen und in feine Streifen schneiden. Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden.
- Möhre, Gurke und Frühlingszwiebel zum Chinakohl geben. Falls das Gemüse zu einem kompakten Haufen zusammenklebt, es mit der Hand vorsichtig auflockern, bis die Schüssel locker gefüllt ist und sichtbare Zwischenräume bleiben.
- In einer kleinen Schale Reisessig, helle Sojasauce, Sesamöl, Zucker, fein gehackten Knoblauch, eine Prise Salz und Pfeffer verrühren. So lange rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat und das Dressing gleichmäßig trüb ist.
- Die abgekühlten Reisnudeln mit einer Küchenschere in 5–7 cm lange Stücke schneiden, damit der Salat sich leichter essen lässt. Zu dem Gemüse in die Schüssel geben und eventuell verklebte Nudeln mit den Fingern vorsichtig voneinander trennen.
- Gemüse und Nudeln mit dem Dressing übergießen. Mit den Händen oder zwei großen Löffeln von unten nach oben mischen, bis alle Kohlblätter leicht glänzen und keine hellen, trockenen Stellen mehr am Schüsselboden zu sehen sind.
- Sesam in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten rösten, bis er intensiv duftet und leicht goldbraun wird. Sofort aus der Pfanne nehmen und über den Salat streuen.
- Den Salat 10–15 Minuten bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank ziehen lassen, bis der Kohl leicht weicher wird, aber beim Hineinbeißen noch knackt. Vor dem Servieren probieren und nach Bedarf mit etwas Essig, Sojasauce oder einer Prise Zucker abschmecken.
Aufbewahrung
Der Salat hält sich gut abgedeckt im Kühlschrank 1–2 Tage; vor dem Servieren kurz durchmischen und bei Bedarf mit etwas zusätzlicher Sojasauce oder Essig auffrischen.
Ich bereite diesen Salat am häufigsten morgens vor, bevor ich zu einem ganztägigen Ausflug an den See aufbreche, denn je länger er im Kühlschrank durchzieht, desto besser schmeckt er. Ich lege mir immer eine kleine Portion für den Lunchbox am nächsten Tag im Büro zurück.