Türkischer Salat aus Ofenblumenkohl mit Joghurt und Tahini Recipe
Ein ausdrucksstarker Salat, in dem der geröstete Blumenkohl die Hauptrolle spielt und nicht nur Beilage ist. In der Türkei stehen solche Gemüsegerichte oft neben Grillfleisch auf dem Tisch – ein bisschen wie bei uns der Rohkostteller, nur viel liebevoller zubereitet. Die Sauce aus Joghurt und Tahini verleiht dem Ganzen einen leicht nussigen, sesamigen Geschmack, der hervorragend zu den angerösteten Blumenkohlröschen passt.
Dieser Salat zeigt den türkischen Umgang mit Gemüse – Blumenkohl ist hier keine Beilage, sondern ein vollwertiges Gericht, das locker mit Grillfleisch mithalten kann. Die Kombination aus rauchigem Aroma der gerösteten Röschen, Joghurt-Sesam-Sauce und knackigen Granatapfelkernen erinnert an ein Meze aus einer Bar in Istanbul. Der Temperaturkontrast (warmer Blumenkohl auf kühler Sauce) macht das Gericht überraschend „restauranttauglich“, obwohl die Zutaten sehr schlicht sind.
Tipps vom Koch
Das gründliche Trocknen des Blumenkohls ist entscheidend – bleibt er zu feucht, dämpft er statt zu rösten und wird weich, aber ohne die appetitlichen braunen Ränder. Gegen Ende der Garzeit unbedingt einen Blick in den Ofen werfen: Die Röschen sollten innen weich wie gekochte Kartoffeln und an den Rändern gut gebräunt, stellenweise sogar leicht dunkel sein. Die Sauce vor dem Servieren abschmecken – Joghurt und Tahini verhalten sich unterschiedlich, daher lohnt es sich, bei Bedarf etwas mehr Zitrone oder eine Prise Salz zuzugeben, damit der Geschmack deutlich zitronig-sesamig und nicht fade ist.
Serviervorschläge
Am besten auf einer großen Platte in der Mitte des Tisches servieren, neben gegrilltem Hähnchen, Lamm oder Spießen – genau so, wie man es in türkischen Gärten beim Sommergrillen macht. Schmeckt großartig mit warmer Pita, Lawasch oder einfach frischem Baguette, mit dem man die restliche Sauce vom Teller wischen kann. Dazu passen gekühlter Ayran, ein leicht trockenes Weißwein (z.B. Sauvignon Blanc) oder hausgemachte Limonade mit viel Minze.
Zutaten
- Blumenkohl - 1 Stück
- Joghurt - 200 g
- Tahini - 2 Esslöffel
- Knoblauch - 1 Zehe
- Zitronensaft - 1.5 Esslöffel
- Öl - 3 Esslöffel
- Paprika, geräuchert oder edelsüß - 1 Teelöffel
- Kreuzkümmel (Kumin), gemahlen - 0.5 Teelöffel
- Petersilie, glatt - 2 Esslöffel
- Granatapfelkerne - 40 g
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Backofen auf 210°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.
- Blumenkohl in kleine Röschen teilen, waschen und auf einem Küchentuch oder mit Küchenpapier sehr gut trocknen, damit er beim Rösten bräunt und nicht dämpft.
- Die Blumenkohlröschen in eine große Schüssel geben, mit 2 Esslöffeln Öl beträufeln, mit Salz, Pfeffer, geräucherter Paprika und Kreuzkümmel bestreuen. Mit den Händen mischen, sodass die Gewürze den Blumenkohl gleichmäßig bedecken.
- Blumenkohl in einer Schicht auf dem Blech verteilen. 25–30 Minuten rösten, dabei einmal zur Hälfte der Zeit wenden, bis die Röschen innen weich und an den Rändern kräftig gebräunt sind.
- In der Zwischenzeit die Sauce zubereiten: In einer Schüssel Joghurt, Tahini, Zitronensaft, durch die Presse gedrückten Knoblauch, 1 Esslöffel Öl, eine Prise Salz und Pfeffer verrühren. Ist die Sauce sehr dick, 1–2 Esslöffel Wasser zugeben, bis sie die Konsistenz von dicker Sahne hat.
- Petersilie fein hacken. Aus dem Granatapfel die Kerne herauslösen und die weißen Häutchen entfernen.
- Den gerösteten Blumenkohl 5–10 Minuten leicht abkühlen lassen. Die Joghurt-Sesam-Sauce auf einem großen Teller verstreichen, den Blumenkohl darauf verteilen.
- Alles mit gehackter Petersilie und Granatapfelkernen bestreuen. Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.
Aufbewahrung
Reste getrennt im Kühlschrank aufbewahren: den Blumenkohl luftdicht verpackt, die Sauce in einem verschlossenen Behälter. Blumenkohl vor dem Servieren kurz im Ofen oder in der Pfanne aufwärmen und erst dann mit der kalten Sauce kombinieren. Innerhalb von 2 Tagen aufessen.