Türkischer Grießdessert mit Nüssen und Zimt Recipe
Eine weiche, leicht körnige Masse aus in Butter angeröstetem Grieß, der mit süßem Sirup übergossen wird, dazu Nüsse und Zimt. In der Türkei werden solche Grießdesserts zu Hause oft zubereitet, wenn man Lust auf etwas Süßes ohne Backen hat. Im Geschmack erinnert es an eine Mischung aus Pudding, Halva und süßem Grießbrei, nur in einer festeren, dessertartigen Form.
Dieses türkische Grießdessert ist eine hausgemachte Version der beliebten Helva – es hat ein buttriges, leicht nussiges Aroma, das durch das lange Anrösten des Grießes und das anschließende Aufnehmen des süßen Sirups entsteht. Die Konsistenz ist dicht, aber weich, irgendwo zwischen Pudding, Halva und Grießbrei, mit knusprigen Nussstückchen und Rosinen sowie einer warmen Zimtnote. Es ist ein typisches „Topf-Dessert“, das keinen Backofen braucht und ideal ist, wenn spät abends die Lust auf etwas Süßes kommt.
Tipps vom Koch
Der wichtigste Schritt ist das ruhige Anrösten des Grießes in Butter – rühre häufig und achte darauf, dass er eine goldene Farbe und einen nussigen Duft bekommt, aber nicht zu dunkel wird, sonst wird er bitter. Wenn du die heiße Flüssigkeit zum Grieß gießt, mache das portionsweise und rühre ständig, denn die Masse dickt schnell ein und es bilden sich leicht Klümpchen. Lass das Dessert nach dem Kochen unbedingt unter dem Deckel ruhen – diese 10–15 Minuten machen den Unterschied in der Struktur, alles „setzt sich“ und lässt sich später schöner schneiden.
Serviervorschläge
Serviere das Dessert leicht warm in kleinen Schälchen nach dem Samstagsessen – es passt hervorragend zu starkem türkischen Kaffee oder Espresso. Wenn du eine festlichere Version möchtest, bestreue die Oberfläche mit zusätzlichen Nüssen und etwas Pistazien und serviere dazu einen Klecks dichten Naturjoghurts als Kontrast. Es eignet sich auch als süßer Snack bei einem gemütlichen Beisammensein statt Kuchen, da man es vorher in Rauten schneiden und wie kleine Häppchen servieren kann.
Zutaten
- Weichweizengrieß - 200 g
- Butter - 80 g
- Zucker - 200 g
- Wasser - 400 ml
- Milch - 200 ml
- Walnüsse gehackt - 60 g
- Zimt gemahlen - 0.5 Teelöffel
- Rosinen - 40 g
- Zitronenschale abgerieben - 0.5 Teelöffel
Zubereitung
- In einem Topf Wasser mit Milch und der Hälfte des Zuckers (100 g) zum Kochen bringen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Wenn die Mischung leicht zu köcheln beginnt, die Hitze auf ein Minimum reduzieren und warm halten.
- In einer großen, tiefen Pfanne oder einem breiten Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Den Grieß hinzufügen und 8–10 Minuten unter häufigem Rühren mit einem Holzlöffel rösten, bis er leicht Farbe annimmt und angenehm nussig duftet. Darauf achten, dass er nicht anbrennt.
- Den restlichen Zucker (100 g), die gehackten Walnüsse und die Rosinen zum Grieß geben und weitere 1–2 Minuten unter Rühren rösten.
- Die Hitze unter der Pfanne auf klein stellen. Die heiße Milch-Wasser-Mischung sehr vorsichtig portionsweise zum angerösteten Grieß gießen und dabei ständig rühren (Achtung, es wird stark dampfen und spritzen).
- Bei kleiner Hitze 5–7 Minuten kochen, dabei rühren, bis der Grieß die gesamte Flüssigkeit aufgenommen hat und die Masse eindickt – sie sollte sich von den Topfwänden lösen und eine dichte, schwere Masse bilden.
- Zimt und die abgeriebene Zitronenschale hinzufügen und gründlich vermischen.
- Den Topf vom Herd nehmen, mit einem Deckel abdecken und 10–15 Minuten ruhen lassen, damit das Dessert „durchzieht“.
- Die Masse in eine flache Form oder in kleine Schälchen füllen und die Oberfläche mit einem Löffel glattstreichen. Nach Wunsch mit zusätzlichem Zimt oder gehackten Nüssen bestreuen.
- Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren. Vor dem Servieren kann das Dessert, wenn es in einer größeren Form ist, in Rauten oder Quadrate geschnitten werden.
Aufbewahrung
Reste in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Vor dem Servieren kannst du die Portionen kurz bei niedriger Leistung in der Mikrowelle oder bei Zimmertemperatur anwärmen. Nicht erneut einfrieren.