Toskanische Crostini mit Geflügellebercreme Recipe
Toskanische Crostini sind kleine geröstete Brotscheiben mit einer intensiven, cremigen Paste aus Geflügelleber, Zwiebeln und Kapern. In Italien werden sie oft zu Beginn eines festlichen Essens serviert – ein bisschen wie unser Pastetenbrot, nur aromatischer. Eine großartige Vorspeise für kühlere Abende.
Toskanische Crostini mit Leber sind die Quintessenz der rustikalen Küche Mittelitaliens – einfache Brotscheiben mit einer Paste, die tief, weinbetont und leicht kräuterig schmeckt. Die cremige Leber mit Kapern und Zwiebeln erinnert ein wenig an Pastete, ist aber ausdrucksstärker und wird warm serviert. Ein Snack, der sofort Bilder von langen Tafeln, geselligen Runden und einem Glas Rotwein weckt.
Tipps vom Koch
Brate die Leber nicht zu lange – innen sollte sie noch leicht rosa sein, dann bleibt die Paste zart und nicht bitter; ein paar Minuten bei mittlerer Hitze reichen. Nach dem Braten alles 5–10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen setzen, und erst dann zu einer Paste pürieren, wobei du die Konsistenz mit etwas Butter oder Olivenöl regulierst. Die Brotscheiben goldbraun rösten und unbedingt mit einer halbierten Knoblauchzehe einreiben – dieser Schritt macht geschmacklich einen riesigen Unterschied.
Serviervorschläge
Serviere die Crostini auf einem großen Brett als Teil eines italienischen Antipasto, zusammen mit Oliven, Käse und getrockneten Tomaten – ideal für lange Abende mit Freunden. Sie passen hervorragend zu einem trockenen, nicht zu schweren Rotwein, z. B. Chianti, oder zu selbstgemachtem Rotwein mit Orangensaft an kalten Abenden. Auch auf der Festtafel sind sie eine gute Alternative zu klassischer Pastete.
Zutaten
- Geflügelleber (Hühnerleber) von Häutchen befreit - 300 g
- Zwiebel in Würfel geschnitten - 1 Stück
- Knoblauchzehen gehackt - 2 Stück
- Butter - 40 g
- Olivenöl - 2 Esslöffel
- Weißwein kann durch Brühe ersetzt werden - 80 ml
- Kapern abgespült - 1 Esslöffel
- Anchovisfilets optional, für mehr Tiefe im Geschmack - 2 Stück
- Sahne 30 % oder Milch zum Verdünnen der Paste - 2 Esslöffel
- Baguette oder Bauernbrot in Scheiben geschnitten - 1 Stück
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- In einer großen Pfanne Olivenöl und die Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze erhitzen. Die gewürfelte Zwiebel zugeben und 5–7 Minuten unter Rühren braten, bis sie weich und leicht goldgelb ist.
- Gehackten Knoblauch und ggf. Anchovisfilets hinzufügen. 1–2 Minuten braten, bis der Knoblauch duftet und die Anchovis zerfallen sind.
- Die vorbereitete Leber zugeben. 6–8 Minuten braten und die Stücke gelegentlich wenden, bis das Innere noch leicht rosa, aber nicht mehr roh ist. Nicht zu lange braten, damit die Leber nicht trocken wird.
- Weißwein angießen und 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Großteil der Flüssigkeit verdampft ist.
- Kapern, die restliche Butter, eine Prise Salz und Pfeffer hinzufügen. Umrühren und weitere 1–2 Minuten köcheln lassen.
- Den Pfanneninhalt in eine Schüssel oder ein hohes Gefäß geben. 1–2 Esslöffel Sahne oder Milch zugeben und mit dem Stabmixer zu einer glatten oder leicht stückigen Paste pürieren – je nach Vorliebe. Ist die Paste zu dick, etwas mehr Milch hinzufügen.
- Abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseitestellen und leicht abkühlen lassen – die Paste wird dabei fester.
- Baguettescheiben auf ein Blech legen und im auf 190 °C vorgeheizten Ofen 5–7 Minuten rösten, bis sie knusprig und an den Rändern leicht goldbraun sind.
- Auf die warmen oder abgekühlten Crostini Portionen der Leberpaste geben und sofort servieren.
Aufbewahrung
Die Leberpaste in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen verbrauchen. Vor dem erneuten Servieren kurz auf Zimmertemperatur kommen lassen und ggf. mit etwas Olivenöl oder Milch cremiger rühren.