Thailändisches Curry Massaman mit Rind und Kartoffeln in der Hausversion Recipe
Massaman-Curry ist eines der aromatischsten thailändischen Gerichte – mild, leicht nussig und sehr sättigend. In Thailand gilt es als typisches „Comfort Food“, ideal für ein entspanntes Familienessen. Unsere Version ist vereinfacht, sodass du sie in einer normalen Küche ohne seltene Gewürze zubereiten kannst.
Massaman ist eines der mildesten thailändischen Currys, geprägt von Einflüssen der muslimischen und indischen Küche. Daher tauchen hier Kartoffeln, Zimt und eine ausgeprägte nussige Note auf.
Hausgemachtes Massaman-Curry mit Rind und Kartoffeln ist die thailändische Antwort auf Gulasch – mild, cremig und duftend nach Gewürzen, mit einer charakteristischen, leicht nussigen Note. Das Gericht stammt aus dem Süden Thailands und verbindet Einflüsse der thailändischen und muslimischen Küche, weshalb es weniger scharf, aber besonders aromatisch ist. In der vereinfachten Hausversion kannst du es ohne schwer erhältliche Zutaten zubereiten und behältst trotzdem die Tiefe des Geschmacks.
Warum diese Version funktioniert
- Fertige Massaman-Currypaste liefert den komplexen Gewürzgeschmack, ohne dass du die Gewürze selbst rösten und mörsern musst.
- Langes, schonendes Schmoren macht günstigere Rindfleischstücke zart und saftig.
- Erdnussbutter unterstreicht den nussigen Charakter des Gerichts und bindet die Sauce auf natürliche Weise.
- Die Kartoffeln werden erst nach dem Vorschmoren des Fleisches hinzugegeben, damit sie nicht zerfallen.
Tipps vom Koch
Das Rindfleisch in größere Würfel schneiden und langsam bei kleiner Hitze schmoren, bis es weich ist und sich bei leichtem Druck mit der Gabel fast zerfällt – das kann etwas länger dauern, aber das Ergebnis lohnt sich. Die Kartoffeln erst hinzufügen, wenn das Fleisch fast gar ist, damit sie nicht zerfallen und die Sauce zu stark eindicken. Wenn du fertige Currypaste verwendest, brate sie kurz im Fett an, bevor du Flüssigkeit zugibst – so „erwachen“ die Gewürze und die Sauce wird aromatischer.
Serviervorschläge
Am besten mit lockerem Jasmin- oder Basmatireis servieren, der die Sauce wie ein Schwamm aufsaugt. Ideal für ein gemütliches Sonntagsessen, bei dem der Topf leise auf dem Herd köchelt und das Haus mit Gewürzduft füllt. Dazu passen ein leichtes Rotwein, Jasmintee oder einfach Wasser mit Limettenscheiben, um den Gaumen zu erfrischen.
Worauf man achten sollte
- Koche das Curry nach dem Zugießen der Kokosmilch nicht auf hoher Hitze, sonst kann die Sauce gerinnen und sich trennen.
- Gib die Kartoffeln nicht zu früh dazu – wenn sie zerkochen, zerfallen sie und verwandeln die Sauce in ein dickes Püree.
Ersatzzutaten
- Rindfleisch kannst du durch Hähnchenschenkel ohne Knochen in größeren Stücken ersetzen und die Schmorzeit auf ca. 30–35 Minuten verkürzen.
- Erdnussbutter lässt sich gut durch 100 % Erdnussmus ohne Zucker austauschen, für einen volleren, weniger süßen Geschmack.
- Rinderbrühe kannst du durch Gemüsebrühe ersetzen, wenn du eine mildere, weniger fleischige Sauce möchtest.
Zutaten
- Rindergulasch z.B. Schulter, Wade - 600 g
- Kartoffeln Gewicht nach dem Schälen - 400 g
- Zwiebel groß - 1 Stück
- Kokosmilch - 400 ml
- Rinder- oder Gemüsebrühe - 400 ml
- Massaman-Curry-Paste wenn nicht erhältlich, rote Currypaste verwenden und eine Prise Zimt und gemahlenen Kreuzkümmel hinzufügen - 2.5 Esslöffel
- Erdnussbutter ohne Zucker, am besten 100 % Nüsse - 2 Esslöffel
- Fischsauce oder Sojasauce - 2 Esslöffel
- Zucker - 1 Esslöffel
- Lorbeerblatt - 2 Stück
- Zimtstange optional - 0.5 Stück
- Öl - 2 Esslöffel
- geröstete Erdnüsse zum Bestreuen, optional - 30 g
Zubereitung
- Das Rindfleisch in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Kartoffeln schälen und in größere Würfel schneiden.
- In einem großen Topf mit dickem Boden das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel zugeben und 4–5 Minuten unter Rühren braten, bis sie weich und leicht glasig ist, aber nicht bräunt.
- Die Massaman-Currypaste hinzufügen und 1–2 Minuten unter ständigem Rühren anbraten, bis sie intensiv duftet.
- Die Rindfleischwürfel zugeben. 5–7 Minuten unter Rühren braten, bis das Fleisch von allen Seiten leicht gebräunt ist.
- Kokosmilch und Brühe angießen. Lorbeerblätter und ein Stück Zimtstange, falls verwendet, hinzufügen. Zum Kochen bringen.
- Die Hitze auf klein reduzieren, den Topf mit einem Deckel abdecken und 40 Minuten köcheln lassen, bis das Rindfleisch beginnt weich zu werden. Gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.
- Nach 40 Minuten die Kartoffeln hinzufügen. Weitere 20–25 Minuten bei kleiner Hitze garen, bis die Kartoffeln weich und das Fleisch sehr zart ist.
- Erdnussbutter, Fischsauce und Rohrzucker zugeben. Gründlich umrühren, bis sich die Erdnussbutter in der Sauce aufgelöst hat. Abschmecken und bei Bedarf mit zusätzlicher Fischsauce oder einer Prise Zucker nachwürzen.
- Lorbeerblätter und Zimtstange entfernen. Das Curry sollte dick und cremig sein, mit weichem Rindfleisch und Kartoffeln.
- Heiß mit Jasminreis servieren und nach Belieben mit gehackten Erdnüssen bestreuen.
Aufbewahrung
Reste im Kühlschrank aufbewahren – am nächsten Tag schmeckt das Curry oft noch besser, weil sich die Aromen verbinden. Zum Aufwärmen langsam in einem Topf erhitzen und bei Bedarf mit etwas Wasser oder Brühe verdünnen.
Am häufigsten koche ich Massaman am Samstagmorgen und lasse den Topf auf dem Herd stehen, damit sich jeder eine Portion nehmen kann, wenn er von seinen Erledigungen zurückkommt. Am zweiten Tag schmeckt es noch besser, deshalb verstecke ich immer eine Schüssel „für morgen“ ganz unten im Kühlschrank.