Thailändisches Hähnchen in Cashewsoße mit Gemüse Recipe
Dieses Gericht ist die hausgemachte Version eines beliebten thailändischen Stir-fry mit Hähnchen und knackigen Cashewkernen. In Thailand sind solche schnellen Wokgerichte Alltagsessen – ähnlich wie unser „Hähnchen aus der Pfanne“, nur mit mehr Koriander und Nüssen. Es eignet sich hervorragend als Familienessen, denn die Sauce ist mild pikant und durch die Nüsse angenehm cremig, während das Gemüse schön knackig bleibt.
Dieses Gericht ist eine Abwandlung des thailändischen Kai Pad Med Mamuang, das in Straßenküchen sehr beliebt ist. Dort werden Fleisch, Gemüse und Nüsse in einem kräftigen Wok-Sud bei hoher Hitze blitzschnell angebraten.
Dieses Gericht schmeckt wie schnelles Streetfood aus Bangkok, aber in einer Version, die du problemlos in deiner heimischen Küche zubereiten kannst. Die Kombination aus herzhafter Sauce, Knoblauch und knackigen Cashewkernen ergibt einen tiefen, nussigen Geschmack, der wunderbar mit dem leicht süßen Gemüse kontrastiert. So ist jeder Bissen zugleich cremig durch die Sauce und angenehm knusprig.
Warum diese Version funktioniert
- Die Sauce wird im Voraus angerührt, sodass du in der Pfanne Konsistenz und Geschmack leicht steuern kannst.
- Das getrennte Anbraten des Gemüses macht es leicht weich, behält aber einen knackigen Kern.
- Die Reihenfolge Hähnchen – Gemüse – Sauce – Cashews schützt Fleisch und Nüsse davor, auszutrocknen oder zu verbrennen.
Tipps vom Koch
Brate das Hähnchen kurz auf sehr heißer Pfanne oder im Wok – es soll durchgaren und leicht bräunen, aber innen saftig bleiben. Die Cashewkerne separat in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie intensiv duften und leicht goldbraun sind – sie verbrennen schnell, also bleib am Herd. Das Gemüse nicht zerkochen: 2–3 Minuten auf hoher Hitze reichen, damit es weich, aber noch knackig bleibt.
Serviervorschläge
Mit Jasminreis oder dünnen Reisnudeln servieren, die die ganze Sauce aufsaugen. Dazu passen Wasser mit Limette, leicht kohlensäurehaltiges Kokoswasser oder ein helles Lagerbier. Ideal als schnelles, warmes Abendessen nach der Arbeit, wenn alle zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause kommen – das Gericht lässt sich leicht in der Pfanne wieder aufwärmen.
Worauf man achten sollte
- Reduziere die Hitze beim Braten des Hähnchens nicht zu stark – sonst tritt Saft aus und das Fleisch wird grau statt appetitlich gebräunt.
- Gib die Sauce nicht in eine völlig kalte Pfanne, sonst braucht sie lange zum Eindicken und das Gemüse wird weich und labbrig.
Ersatzzutaten
- Cashewkerne kannst du durch ungesalzene Erdnüsse ersetzen und sie ganz zum Schluss untermischen.
- Austernsauce lässt sich durch eine dickere Sojasauce mit einem Teelöffel Zucker ersetzen – der Geschmack wird etwas weniger tief, bleibt aber ausgewogen.
- Paprika kannst du durch Brokkoli oder grüne Bohnen ersetzen, brate sie dann aber etwa 1 Minute länger, bis sie al dente sind.
Zutaten
- Hähnchenbrust ohne Haut, in dünne Streifen geschnitten - 400 g
- ungesalzene Cashewkerne können durch Erdnüsse ersetzt werden - 80 g
- Paprika in Streifen geschnitten - 1 Stück
- Karotte in dünne Halbringe geschnitten - 1 Stück
- Zwiebel in Streifen geschnitten - 1 Stück
- Knoblauch fein gehackt - 3 Zehen
- Sojasauce - 3 Esslöffel
- Austernsauce Vegan: Sojasauce und etwas Zucker verwenden - 2 Esslöffel
- Zucker oder weißer Zucker - 1 Teelöffel
- Reisessig oder Limettensaft - 1 Esslöffel
- Wasser - 60 ml
- Öl z.B. Rapsöl - 2 Esslöffel
- rote Chilischote optional, fein gehackt - 0.5 Stück
- Schnittlauch oder Frühlingszwiebel gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
- Jasminreis zum Servieren
Zubereitung
- Alle Zutaten vorbereiten: Hähnchen in dünne Streifen schneiden, Paprika in Streifen, Karotte in dünne Halbringe, Zwiebel in Federn schneiden. Knoblauch und Chili fein hacken, damit sie in der Pfanne schnell Aroma abgeben.
- In einer kleinen Schüssel Sojasauce, Austernsauce, Zucker, Essig oder Limettensaft und Wasser verrühren. Rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und die Sauce einheitlich und leicht glänzend ist, ohne Zuckerkristalle.
- Die Cashewkerne in einer großen, trockenen Pfanne oder im Wok bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten unter häufigem Rühren rösten. Sobald sie gleichmäßig goldbraun sind und intensiv duften, sofort auf einen Teller geben, damit sie nicht nachdunkeln und bitter werden.
- Das Hähnchen gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen. In derselben Pfanne 1 Esslöffel Öl bei hoher Hitze erhitzen, bis es leicht zu rauchen beginnt. Das Fleisch in einer Schicht zugeben und 4–5 Minuten braten, bis es durchgegart ist und stellenweise goldbraune Ränder bekommt.
- Das Hähnchen auf einen Teller geben. Den zweiten Esslöffel Öl in die Pfanne gießen, Zwiebel, Karotte und Paprika hinzufügen. 3–4 Minuten bei recht hoher Hitze unter häufigem Rühren braten, bis das Gemüse leicht weicher, aber beim Einstechen mit der Gabel noch federnd ist.
- Den gehackten Knoblauch und Chili hinzufügen. 30–40 Sekunden braten, bis ein deutliches Knoblaucharoma aufsteigt; er sollte hell bleiben. Wenn er schnell dunkel wird, die Hitze reduzieren und umrühren, damit er nicht bitter wird.
- Das Hähnchen samt ausgetretenem Saft zurück in die Pfanne geben. Mit dem Gemüse vermengen, sodass das Fleisch gleichmäßig verteilt ist und alles deutlich heiß ist, ohne rohe Stellen.
- Die vorbereitete Sauce zugießen und 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze unter Rühren köcheln lassen. Die Sauce sollte leicht eindicken, mit dicken Bläschen köcheln und Fleisch sowie Gemüse mit einer dünnen, glänzenden Schicht überziehen.
- Die gerösteten Cashewkerne hinzufügen, gründlich vermengen und noch etwa 1 Minute mitgaren. Die Nüsse sollen außen leicht weicher werden, innen aber deutlich knackig bleiben.
- Die Sauce probieren und bei Bedarf mit etwas Sojasauce oder Limettensaft nachwürzen. Das heiße Hähnchen auf Jasminreis servieren und mit gehacktem Schnittlauch oder Frühlingszwiebel bestreuen – der Reis sollte etwas von der Sauce aufsaugen.
Aufbewahrung
Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahren. Vor dem Servieren in einer Pfanne oder im Wok mit einem Spritzer Wasser erhitzen, damit die Sauce wieder cremig wird. Reis immer gut durcherhitzen und nicht mehrfach aufwärmen.
Ich koche diesen Stir-fry am häufigsten am Freitagabend, wenn im Kühlschrank noch einzelne Gemüsereste liegen – Paprika, Karotte oder ein Stück Zucchini, alles landet im Wok. Ich lege immer eine Portion ohne zusätzliches Chili für die Kinder zurück und streue mir am Tisch Chiliflocken darüber.