Thailändische Reisnudeln mit Tamarindensauce (Pad Thai ohne Fleisch) Recipe
Pad Thai ist eines der bekanntesten Streetfood-Gerichte Thailands. In dieser fleischlosen Version werden Reisnudeln mit Tofu, Sprossen und Erdnüssen in einer süß-sauren Tamarindensauce kombiniert. Es ist etwas zwischen Salat und Nudelgericht – leicht, aber sehr sättigend.
Pad Thai ist eines der bekanntesten Street-Food-Gerichte in Bangkok und wurde im 20. Jahrhundert als schnelle, preisgünstige Mahlzeit aus lokalen Zutaten populär gemacht. Fleischfreie Varianten mit Tofu sind sowohl bei Buddhisten als auch bei Menschen beliebt, die eine leichtere Alternative suchen.
Dieses fleischlose Pad Thai bewahrt alle typischen Eigenschaften des Straßenklassikers: elastische Reisnudeln, knackige Sprossen, Erdnüsse und eine intensive, süß-saure Tamarindensauce mit einer leichten Schärfe. Dank Tofu und Ei ist das Gericht sättigend und trotzdem leicht, mit einer perfekten Balance aus Süße, Säure, Salz und Schärfe in jedem Bissen.
Warum diese Version funktioniert
- Die Nudeln werden nur eingeweicht und nicht gekocht, dadurch werden sie in der Pfanne nicht weich und breiig.
- Die Sauce rührst du vorab in einer Schüssel an, so umhüllt sie die Nudeln in der Pfanne schnell und es gibt kein Chaos beim Abschmecken.
- Das Tofu wird separat goldbraun angebraten, was ihm eine feste, leicht knusprige Textur statt weicher, gedünsteter Würfel verleiht.
- Die Sprossen werden erst zum Schluss hinzugegeben und bleiben dadurch knackig – ein frischer Kontrast zu den weichen Nudeln.
Tipps vom Koch
Die Reisnudeln nur so lange einweichen, bis sie biegsam, aber noch leicht fest sind – in der Pfanne garen sie schnell nach und werden sonst leicht zu weich und matschig. Alles in Portionen in einer gut vorgeheizten Pfanne oder im Wok braten; wenn du zu viele Zutaten auf einmal hineingibst, beginnen sie zu schmoren statt zu braten und die Sauce verdampft nicht richtig. Die Erdnüsse kurz vor dem Servieren in einer trockenen Pfanne anrösten – ihr frisches Aroma macht wirklich einen großen Unterschied.
Serviervorschläge
Pad Thai mit Limettenvierteln, frischem Koriander und einer zusätzlichen Handvoll Erdnüsse servieren, damit jeder seine Portion nach Belieben verfeinern kann. Dazu passen hervorragend Kokoswasser oder leicht sprudelndes Wasser mit Gurkenscheiben, die die Schärfe mildern. Das Gericht eignet sich fantastisch als schnelles Abendessen unter der Woche oder als „Hauptattraktion“ eines Filmabends mit Reisedokus über Asien.
Worauf man achten sollte
- Die Nudeln nicht zu lange einweichen – wenn sie sich schon wie gekochte Nudeln anfühlen, verwandeln sie sich in der Pfanne in eine klebrige Masse.
- Die Pfanne nicht überladen; wenn du nur eine kleine hast, brate in zwei Portionen, sonst garen die Zutaten im eigenen Saft, statt zu braten.
- Die Sauce nicht zu lange einkochen – wenn die Pfanne völlig trocken ist, braten die Nudeln schnell zu stark und werden hart.
Ersatzzutaten
- Fischsauce kannst du für eine vegane Version durch Sojasauce und einen Spritzer Limettensaft ersetzen.
- Palmzucker lässt sich durch hellen braunen Zucker oder Honig ersetzen – die Süße dabei nach Geschmack anpassen.
- Mungbohnensprossen kannst du durch Sojasprossen oder feine Streifen von Chinakohl ersetzen.
Zutaten
- Reisnudeln - 200 g
- Naturtofu abgetropft und mit Küchenpapier trocken getupft - 200 g
- Eier können für die vegane Version weggelassen werden - 2 Stück
- Mungbohnensprossen abgespült; können durch Sojasprossen ersetzt werden - 100 g
- Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln in 3–4 cm lange Stücke geschnitten - 4 Stück
- ungesalzene Erdnüsse grob gehackt - 40 g
- Öl - 3 Esslöffel
- Tamarindenpaste kann durch eine Mischung aus Limettensaft und einer kleinen Menge Reisessig ersetzt werden - 2 Esslöffel
- Palmzucker oder brauner Zucker - 2 Esslöffel
- Fischsauce für Veganer Sojasauce verwenden - 2 Esslöffel
- Sojasauce - 1 Esslöffel
- Chiliflocken oder frische Chili oder nach Geschmack - 0.5 Teelöffel
- Limette zum Servieren in Viertel geschnitten - 1 Stück
Zubereitung
- Die Reisnudeln mit sehr heißem, aber nicht kochendem Wasser übergießen und 10–15 Minuten stehen lassen, bis sie weich, aber noch leicht elastisch sind. Abgießen und mit kaltem Wasser abspülen, damit sie nicht zusammenkleben.
- Tofu in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden. 1 Esslöffel Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Tofu 5–7 Minuten unter häufigem Wenden braten, bis er von allen Seiten goldbraun ist. Auf einen Teller geben.
- In einer kleinen Schüssel Tamarindenpaste, Zucker, Fischsauce und Sojasauce verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abschmecken – die Sauce sollte süß-sauer-salzig sein. Bei Bedarf nachwürzen.
- In derselben Pfanne das restliche Öl erhitzen. Die Eier hineinschlagen und mit einem Pfannenwender 30–60 Sekunden schnell rühren, bis sie zu kleinen, rühreiähnlichen Stückchen gestockt sind. Wenn du keine Eier verwendest, diesen Schritt auslassen.
- Die eingeweichten Reisnudeln in die Pfanne geben. Die vorbereitete Tamarindensauce dazugießen. Alles 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze vorsichtig mischen, bis die Nudeln die Sauce aufgenommen haben und leicht glänzen.
- Den gebratenen Tofu, die Sprossen und den Großteil des Schnittlauchs (etwas zum Bestreuen zurückbehalten) hinzufügen. Noch 1–2 Minuten rühren, bis alles gut erhitzt ist, die Sprossen aber noch leicht knackig bleiben.
- Zum Schluss Chiliflocken und die Hälfte der gehackten Erdnüsse hinzufügen und vermischen.
- Sofort servieren, mit den restlichen Erdnüssen und dem übrigen Schnittlauch bestreuen. Limettenviertel danebenlegen, damit jeder die Nudeln nach eigenem Geschmack mit Saft beträufeln kann.
Aufbewahrung
Reste in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen aufessen. Beim Aufwärmen in der Pfanne oder Mikrowelle etwas Wasser oder Sojasauce zugeben, damit die Nudeln wieder weich und saftig werden.
Am häufigsten koche ich dieses Pad Thai am Freitagabend, wenn ich angebrochenen Tofu im Kühlschrank habe und nicht möchte, dass er verdirbt. Dann gilt bei uns die Regel: Wer die Limetten schneidet und die Erdnüsse hackt, darf den Film auf Netflix aussuchen.