Schwäbische Spätzle mit Käse Recipe

Spätzle sind eine weiche, hausgemachte Nudelspezialität aus dem Süden Deutschlands, besonders beliebt in Schwaben. In der Version mit Käse erinnern sie an eine Mischung aus Klößchen und Mac and Cheese, sehr sättigend und ideal für kältere Tage. In Deutschland werden sie oft als Hauptgericht oder als Beilage zu Braten serviert.

Käsespätzle sind eines der typischsten Hausmannsgerichte aus Schwaben und dem Allgäu und werden in Alpenwirtschaften oft anstelle von klassischer Pasta serviert. In Deutschland bereitet man sie meist mit regionalen Bergkäsen zu, und die Zwiebeln werden häufig separat obenauf gegeben.

Schwäbische Käsespätzle sind die Essenz süddeutscher Wohlfühlküche – weiche, unregelmäßige Klößchen, von Hand in siedendes Wasser geschabt und mit reichlich schmelzendem Käse überbacken. Sie liegen geschmacklich irgendwo zwischen hausgemachten Klößen und Mac and Cheese, aber mit deutlich deutschem Charakter durch Butter und würzigen Käse. In Schwaben gelten sie fast als Nationalgericht und werden sowohl im Alltag als auch zu Sonntagsbraten serviert.

Warum diese Version funktioniert

  • Langes Schlagen des Teigs, bis sich Bläschen bilden, sorgt für elastische, aber weiche Spätzle, die im Wasser nicht zerfallen.
  • Das Garen in nur leicht siedendem Wasser erhält die Form der Spätzle und verhindert, dass der Teig ausfranst.
  • Frisch und fein geriebener Käse schmilzt gleichmäßig und bildet eine schön ziehende Schicht statt klumpiger Inseln.
  • Kräftig, aber nicht zu dunkel gebräunte Zwiebeln bringen Süße und eine leichte Karamellnote ein, die die Reichhaltigkeit des Käses ausgleicht.
Schwäbische Spätzle mit Käse

Tipps vom Koch

Der Spätzleteig sollte dick und elastisch, aber noch leicht fließend sein – schlage ihn nach dem Mischen kräftig mit dem Löffel, bis sich Luftbläschen bilden. Gib den Teig portionsweise in kräftig gesalzenes, siedendes Wasser, entweder mit einer speziellen Spätzlereibe oder einfach mit Brett und Messer; die Spätzle sind fertig, sobald sie an die Oberfläche steigen. Reibe den Käse fein und mische ihn schichtweise mit den Spätzle, damit er gleichmäßig schmilzt – wenn du alles auf einmal zugibst, kann er zu einem Block zusammenkleben.

Serviervorschläge

Serviere Käsespätzle heiß, direkt aus dem Ofen oder aus der Pfanne, mit goldbraun gebratenen Zwiebeln und frischem Schnittlauch bestreut. Sie sind eine perfekte Beilage zu Rinderbraten, Gulasch oder geschmortem Rindfleisch in Rotwein, eignen sich aber auch hervorragend als eigenständiges, vegetarisches Gericht mit einem Salat und Vinaigrette. Bei mir kommen sie am häufigsten im November auf den Tisch, wenn nach einem kalten Spaziergang alle Lust auf etwas richtig Herzhaftes und Heißes haben.

Worauf man achten sollte

  • Den Teig nicht auf einmal ins Wasser geben – es entstehen dicke, ungleich gegarte Klumpen mit rohem Kern.
  • Die Zwiebeln nicht bei zu hoher Hitze braten; schwarze Ränder machen den ganzen Auflauf bitter.
  • Die Form nicht zu lange im Ofen lassen; sobald der Käse geschmolzen und leicht goldgelb ist, herausnehmen, damit die Spätzle nicht austrocknen.
  • Keine bereits geriebenen Käsemischungen aus dem Beutel verwenden – sie enthalten Stärke und schmelzen schlechter, sodass trockene Fäden entstehen.

Ersatzzutaten

  • Anstelle eines klassischen Bergkäses kannst du guten Gouda, Emmentaler oder eine Mischung daraus verwenden.
  • Die Butter für die Zwiebeln kannst du teilweise durch Butterschmalz ersetzen, wenn du Angst vor dem Anbrennen hast.
  • Einen Teil des Wassers im Teig kannst du durch Milch ersetzen; das ergibt einen etwas milderen Geschmack und eine etwas hellere Farbe der Spätzle.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Weizenmehl - 300 g
  • Ei mittelgroß - 4 Stück
  • Wasser lauwarm - 80 ml
  • Salz für den Teig plus für das Kochwasser - 1 Teelöffel
  • Hartkäse gut schmelzend, gerieben, z.B. Gouda oder Emmentaler - 200 g
  • Butter - 40 g
  • Zwiebel mittelgroß - 2 Stück
  • Schwarzer Pfeffer zum Abschmecken
  • Schnittlauch gehackt, optional - 2 Esslöffel
Hauptzutat: Weizenmehl

Zubereitung

  1. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben. Eier und den Großteil des Wassers hinzufügen und mit einem Löffel 5–7 Minuten rühren, bis der Teig glatt, dick und ohne Mehlklümpchen in einer dicken, elastischen Bahn vom Löffel fließt.
  2. Den Teig weitere 1–2 Minuten kräftig „schlagen“, bis sich kleine Luftbläschen bilden und er sich von den Schüsselwänden zu lösen beginnt. Ist er sehr fest und gummiartig, 1–2 EL Wasser ergänzen. 5 Minuten ruhen lassen.
  3. Einen großen Topf mit kräftig gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. Die Hitze so reduzieren, dass die Oberfläche nur zittert – einzelne Bläschen ohne starkes Sprudeln, sonst werden die Spätzle ausgefranst und können zerfallen.
  4. Eine Portion Teig auf ein Brett, ein Spätzlesieb oder eine Reibe mit großen Löchern geben. Dünne Streifen oder Tropfen direkt ins Wasser schaben bzw. drücken, dabei zügige, kurze Bewegungen machen. In Portionen arbeiten, damit die Spätzle im Topf nicht zu einem Klumpen zusammenkleben.
  5. Jede Portion 2–3 Minuten garen, bis die Spätzle aufsteigen, sich bei leichtem Druck mit dem Löffel federnd anfühlen und innen matt, nicht glasig roh sind. Mit einer Schaumkelle in ein Sieb heben; wenn du nicht sofort überbackst, kurz mit kaltem Wasser abspülen und mit etwas Butter vermischen.
  6. Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln 8–10 Minuten bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren braten, bis sie weich, goldgelb und an den Rändern stellenweise hellbraun, aber nicht schwarz sind.
  7. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Käse direkt vor der Verwendung fein reiben, damit er locker bleibt. Eine dünne Schicht heißer oder lauwarmer Spätzle in eine Auflaufform geben, mit einem Teil des Käses und einem Teil der Zwiebeln bestreuen.
  8. Schichten wiederholen, bis alle Zutaten verbraucht sind, und mit einer dickeren Käseschicht abschließen, sodass die Spätzle oben nicht mehr zu sehen sind. 10–12 Minuten in den Ofen stellen, bis der Käse vollständig geschmolzen ist, die Ränder leicht blubbern und die Oberfläche goldgelb ist.
  9. Nach dem Herausnehmen mit frisch gemahlenem Pfeffer und gehacktem Schnittlauch bestreuen. Sofort servieren, solange der Käse noch schön zieht und die Spätzle weich und saftig, nicht ausgetrocknet sind.
  10. Wenn du eine stärker gebräunte Oberfläche möchtest, zum Schluss für 2–3 Minuten die Grillfunktion zuschalten und den Käse im Blick behalten: Er sollte kräftig goldbraun werden, aber nicht dunkelbraun oder hart wie eine Kruste.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen im Ofen oder in der Pfanne mit einem kleinen Stück Butter erhitzen, bis der Käse wieder schmilzt.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Meine ersten Spätzle habe ich mit einer ganz normalen Gemüsereibe statt mit einem Spezialgerät gemacht – danach war die halbe Küche mit Teigtropfen gesprenkelt, aber der Geschmack hat das Chaos mehr als wettgemacht. Bis heute rühre ich mir an schlechten Tagen heiße Spätzle mit einer doppelten Portion Käse zusammen und esse sie direkt aus der Pfanne, bevor mich jemand zum Tisch rufen kann.

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