Schwäbische Spätzle mit Käse Recipe
Spätzle sind eine weiche, hausgemachte Nudelspezialität aus dem Süden Deutschlands, besonders beliebt in Schwaben. In der Version mit Käse erinnern sie an eine Mischung aus Klößchen und Mac and Cheese, sehr sättigend und ideal für kältere Tage. In Deutschland werden sie oft als Hauptgericht oder als Beilage zu Braten serviert.
Schwäbische Käsespätzle sind die Essenz süddeutscher Wohlfühlküche – weiche, unregelmäßige Klößchen, von Hand in siedendes Wasser geschabt und mit reichlich schmelzendem Käse überbacken. Sie liegen geschmacklich irgendwo zwischen hausgemachten Klößen und Mac and Cheese, aber mit deutlich deutschem Charakter durch Butter und würzigen Käse. In Schwaben gelten sie fast als Nationalgericht und werden sowohl im Alltag als auch zu Sonntagsbraten serviert.
Tipps vom Koch
Der Spätzleteig sollte dick und elastisch, aber noch leicht fließend sein – schlage ihn nach dem Mischen kräftig mit dem Löffel, bis sich Luftbläschen bilden. Gib den Teig portionsweise in kräftig gesalzenes, siedendes Wasser, entweder mit einer speziellen Spätzlereibe oder einfach mit Brett und Messer; die Spätzle sind fertig, sobald sie an die Oberfläche steigen. Reibe den Käse fein und mische ihn schichtweise mit den Spätzle, damit er gleichmäßig schmilzt – wenn du alles auf einmal zugibst, kann er zu einem Block zusammenkleben.
Serviervorschläge
Serviere Käsespätzle heiß, direkt aus dem Ofen oder aus der Pfanne, mit goldbraun gebratenen Zwiebeln und frischem Schnittlauch bestreut. Sie sind eine perfekte Beilage zu Rinderbraten, Gulasch oder geschmortem Rindfleisch in Rotwein, eignen sich aber auch hervorragend als eigenständiges, vegetarisches Gericht mit einem Salat und Vinaigrette. Bei mir kommen sie am häufigsten im November auf den Tisch, wenn nach einem kalten Spaziergang alle Lust auf etwas richtig Herzhaftes und Heißes haben.
Zutaten
- Weizenmehl - 300 g
- Ei mittelgroß - 4 Stück
- Wasser lauwarm - 80 ml
- Salz für den Teig plus für das Kochwasser - 1 Teelöffel
- Hartkäse gut schmelzend, gerieben, z.B. Gouda oder Emmentaler - 200 g
- Butter - 40 g
- Zwiebel mittelgroß - 2 Stück
- Schwarzer Pfeffer zum Abschmecken
- Schnittlauch gehackt, optional - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Mehl und Salz in eine große Schüssel geben. Eier und Wasser hinzufügen.
- Den Teig mit einem Holzlöffel oder Knethaken 5–7 Minuten kräftig schlagen, bis er glatt, dickflüssig und leicht zäh wird. Er sollte dicker sein als Pfannkuchenteig, aber noch fließen.
- Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur leicht siedet.
- Den Teig portionsweise auf ein Brett oder ein spezielles Spätzlesieb geben und dünne Streifen oder Tropfen in das Wasser schaben. Alternativ eine Reibe mit großen Löchern verwenden und den Teig hindurchstreichen.
- Die Spätzle 2–3 Minuten kochen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und in ein Sieb oder eine Schüssel geben. Vorgang wiederholen, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.
- Zwiebeln schälen und in dünne Streifen schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln 8–10 Minuten bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren goldgelb und weich braten.
- Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Schicht Spätzle in eine Auflaufform geben, mit einem Teil des Käses bestreuen und etwas von den gebratenen Zwiebeln darauf verteilen. Schichten wiederholen, bis alle Zutaten verbraucht sind, mit einer Käseschicht abschließen.
- Die Form 10–12 Minuten in den Ofen stellen, bis der Käse vollständig geschmolzen ist und an den Rändern leicht bräunt. Nach dem Herausnehmen mit frisch gemahlenem Pfeffer und Schnittlauch bestreuen.
Aufbewahrung
Reste abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen im Ofen oder in der Pfanne mit einem kleinen Stück Butter erhitzen, bis der Käse wieder schmilzt.