Polpette di ricotta – italienische Ricotta-Klößchen in Tomatensauce Recipe

Diese weichen, zarten Ricotta-Klößchen sind die vegetarische Version italienischer Fleischbällchen. Sie sind leicht wie eine Wolke, ergeben aber zusammen mit einer dicken Tomatensauce und Pasta oder Brot ein sehr sättigendes Gericht. In Italien werden solche Klößchen oft als zweiter Gang serviert, und die Sauce wird zusätzlich für Pasta verwendet.

Polpette di ricotta stammen aus Süditalien, wo Käse oft günstiger ist als Fleisch und dieses in einfachen Alltagsgerichten ersetzt. Solche Klößchen werden typischerweise in tiefen Tellern serviert, in reichlich Tomatensauce gebettet.

Polpette di ricotta sind die italienische Antwort auf leichte, fleischlose Klößchen – weich, fluffig und voller Käse statt schwerem Hackfleisch. Zusammen mit einer dicken, knoblauchigen Tomatensauce entsteht ein Gericht, das genauso sättigt wie klassische Fleischbällchen, aber kein Völlegefühl hinterlässt. Eine großartige Möglichkeit, italienisches Sonntagsflair zu genießen, auch wenn du kein Fleisch isst.

Warum diese Version funktioniert

  • Gründliches Abtropfen des Ricotta und eine kurze Ruhezeit der Masse sorgen für Klößchen, die formstabil, aber dennoch sehr weich sind.
  • Die dünne Panade bildet eine leichte Kruste und unterstützt beim Braten, ohne die Polpette in schwere Bälle zu verwandeln.
  • Das vorherige Anbraten entwickelt Röst­aromen und hilft den Klößchen, ihre Form beim anschließenden Schmoren in der Sauce zu behalten.
  • Die Sauce, die bei kleiner Hitze reduziert wird, bekommt ein tieferes, süßeres Aroma und umhüllt die zarten Klößchen besser.
Polpette di ricotta – italienische Ricotta-Klößchen in Tomatensauce

Tipps vom Koch

Ricotta sollte mindestens einige Minuten in einem Sieb oder auf Küchenpapier abtropfen, damit die Masse für die Klößchen nicht zu feucht ist und in der Sauce nicht zerfällt. Beim Formen der Polpette die Hände leicht einölen – so klebt die Masse weniger und die Klößchen werden schön glatt. Die Tomatensauce bei niedriger Hitze ein paar Minuten länger köcheln lassen, als du denkst, bis sie eindickt und etwas dunkler wird – dann ist der Geschmack am konzentriertesten.

Serviervorschläge

Serviere Polpette di ricotta mit Spaghetti oder Rigatoni, großzügig mit Sauce übergossen und mit Parmesan bestreut, oder einfach mit einer Scheibe gutem Sauerteigbrot zum Tunken. Dazu passt ein Glas einfacher roter Tafelwein oder selbst gemachter Kirschkompott, wenn du für die ganze Familie kochst. Ein Volltreffer für das Sonntagsessen, bei dem sowohl Fleischesser als auch Vegetarier am Tisch sitzen.

Worauf man achten sollte

  • Zu feuchter Ricotta lässt die Masse verlaufen – immer in einem Sieb abtropfen lassen und bei Bedarf etwas Paniermehl zugeben.
  • Die Klößchen nicht sofort nach dem Hineinlegen in die Pfanne wenden – warten, bis die Unterseite gebräunt ist und sich von selbst löst.
  • Zu kräftiges Rühren in der Sauce kann die Klößchen beschädigen – die Pfanne lieber sanft rütteln, anstatt mit dem Löffel zu rühren.

Ersatzzutaten

  • Parmesan kann durch Grana Padano oder einen anderen gut gereiften, würzigen Hartkäse ersetzt werden.
  • Passata lässt sich durch hochwertige Dosentomaten ersetzen, die gründlich zerdrückt werden.
  • Petersilie kann durch fein gehacktes Basilikum ausgetauscht oder durch eine Prise getrocknetes Oregano ergänzt werden.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
25 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Ricotta-Käse gut abgetropft - 400 g
  • Ei - 1 Stück
  • geriebener Parmesan oder Grana Padano - 50 g
  • Paniermehl plus etwas zum Wälzen - 50 g
  • Petersiliengrün fein gehackt - 2 Esslöffel
  • Knoblauch fein gehackt oder gepresst - 1 Zehe
  • Passata (passierte Tomaten) - 700 ml
  • Olivenöl aufgeteilt für Sauce und Braten - 3 Esslöffel
  • frisches oder getrocknetes Basilikum wenn frisch, ein paar Blätter verwenden - 1 Teelöffel
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Ricotta

Zubereitung

  1. Ricotta in ein feines Sieb über einer Schüssel geben und 10–15 Minuten abtropfen lassen, damit überschüssige Flüssigkeit abläuft. Danach sollte er deutlich trockener und leicht krümelig, nicht flüssig sein.
  2. In einer Schüssel Ricotta, Ei, geriebenen Parmesan, Paniermehl, fein gehackte Petersilie, durchgepressten Knoblauch, Salz und Pfeffer vermischen. So lange rühren, bis die Masse gleichmäßig und dick ist, ohne trockene Paniermehlklümpchen.
  3. Die Masse 5–10 Minuten ruhen lassen, damit das Paniermehl die Feuchtigkeit aufnimmt. Sie sollte klebrig, aber gut zu Kugeln formbar sein; wenn sie sich wie eine Paste verläuft, 1–2 Esslöffel Paniermehl zugeben und erneut warten, bis sie fester wird.
  4. In der Zwischenzeit in einer großen, breiten Pfanne 1 Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die passierten Tomaten eingießen, Salz, Pfeffer und Basilikum zugeben und 10–15 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt und am Rand etwas nachdunkelt.
  5. Aus der Ricotta-Masse mit feuchten oder leicht eingeölten Händen kleine Kugeln in Walnussgröße formen. Die fertigen Klößchen sollten ihre Form halten und nicht auf dem Teller zerfließen.
  6. Jede Kugel in einer dünnen Schicht Paniermehl wälzen und den Überschuss abklopfen. Die Panade soll die Oberfläche nur zart überziehen, damit sie nach dem Braten goldgelb und dünn, nicht dick und hart wird.
  7. In einer zweiten Pfanne 2 Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Klößchen hineinlegen und 2–3 Minuten pro Seite braten, bis sie leicht gebräunt sind; wenn du die Pfanne bewegst, sollten sie sich frei bewegen.
  8. Die Klößchen vorsichtig mit einer Zange oder zwei Löffeln wenden, erst wenn die Unterseite goldbraun ist und sich von selbst löst – zu frühes Anheben würde sie zerreißen.
  9. Die gebratenen Klößchen behutsam in die heiße Tomatensauce geben. Alles zusammen 5–7 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen und die Pfanne gelegentlich sanft rütteln, bis die Sauce eingedickt ist und die Polpette rundum überzieht.
  10. Die Sauce probieren und bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Die Klößchen großzügig mit Sauce servieren, mit Pasta, Reis oder einer Scheibe knusprigem Brot, um die Sauce vom Teller aufzunehmen.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen verzehren. Schonend in einem Topf bei niedriger Hitze oder in der Mikrowelle erwärmen; bei Bedarf etwas Wasser oder Passata hinzufügen, falls die Sauce zu dick geworden ist.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich mache diese Klößchen immer dann, wenn nach einem größeren Kochprojekt eine angebrochene Packung Ricotta und ein Stück Parmesan übrig bleiben – statt sie im Kühlschrank austrocknen zu lassen, verwandle ich sie in ein schnelles „italienisches“ Abendessen. Wenn ich für Freunde koche, verdopple ich meistens die Menge der Sauce, weil alle um Nachschlag bitten, nur um mehr Brot darin eintunken zu können.

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