Pasta mit Thunfisch, Zitrone und Kapern Recipe
Das ist eines dieser italienischen „Vorratskammer“-Pastagerichte: Thunfisch aus der Dose, Kapern, Zitrone und Olivenöl. In vielen Küstenregionen Italiens retten solche Gerichte das Abendessen, wenn die Läden schon geschlossen sind – und das Ergebnis ist überraschend elegant und voller Geschmack.
Dieses Gericht knüpft an die einfachen Pastagerichte Süditaliens an, bei denen häufig Pasta mit Fisch aus der Dose, Zitrusfrüchten und Olivenöl kombiniert wird. Solche „pasta da dispensa“ sind die Rettung, wenn nur Vorratskammer-Zutaten im Haus sind.
Diese Pasta ist die Quintessenz der italienischen „Vorratskammerküche“: Einige einfache Vorratsprodukte verwandeln sich in ein Gericht, das nach einer Trattoria am Meer duftet. Salziger Thunfisch, aromatische Kapern und frische Zitrone ergeben eine Sauce ganz ohne Sahne, aber voller Umami und Leichtigkeit – ideal, wenn du in 15 Minuten etwas Elegantes essen möchtest.
Warum diese Version funktioniert
- Der Thunfisch wird nur sanft erwärmt, bleibt dadurch saftig und wird nicht trocken und faserig.
- Das Nudelwasser emulgiert mit dem Olivenöl und ergibt eine seidige Sauce ganz ohne Sahne.
- Zum Schluss zugegebene Zitrone frischt den Geschmack auf und balanciert die Salzigkeit von Kapern und Thunfisch aus.
- In Olivenöl angeröstete Kapern entwickeln ein tieferes, nussig-salziges Aroma.
Tipps vom Koch
Den Thunfisch nicht zu lange anbraten – es reicht, wenn er sich erwärmt, sonst wird er trocken und faserig. Sehr salzige Kapern kannst du vor dem Verwenden kurz abspülen, und die Zitronenschale nur von der gelben Schicht abreiben, da die weiße Schale Bitterkeit bringt. Heb dir immer etwas Nudelwasser auf, um die Sauce am Ende in der Pfanne zu „emulgieren“ und eine seidige Konsistenz zu bekommen.
Serviervorschläge
Sofort nach dem Vermengen servieren, mit etwas frischer Petersilie oder Oregano und einem zusätzlichen Spritzer Olivenöl. Dazu passt ein trockenes, leichtes Weißwein wie Pinot Grigio sehr gut – oder einfach Wasser mit Zitrone, wenn es ein schnelles Abendessen nach der Arbeit ist. Das Gericht eignet sich auch hervorragend als „Notfall“-Pasta, wenn du spät von einer Reise zurückkommst, der Kühlschrank leer ist und spontan Gäste auf Pasta und Wein vorbeikommen.
Worauf man achten sollte
- Den Knoblauch nicht verbrennen – wird er braun, wird die Sauce bitter und man beginnt besser von vorn.
- Den Thunfisch nicht zu lange erhitzen, da er schnell austrocknet und seine zarte Struktur verliert.
Ersatzzutaten
- Thunfisch in Olivenöl kann durch Thunfisch im eigenen Saft ersetzt werden; dann die Menge an Olivenöl erhöhen.
- Kapern lassen sich durch fein gehackte grüne Oliven ersetzen, falls du sie nicht magst.
- Petersilie kann durch frischen Oregano oder Basilikum ersetzt werden, um das Aroma zu variieren.
- Spaghetti können durch Linguine oder eine kurze Pastaform wie zum Beispiel Fusilli ersetzt werden.
Zutaten
- Pasta - 200 g
- Thunfisch in Olivenöl aus der Dose Abtropfgewicht - 160 g
- Kapern in Lake abgetropft - 1.5 Esslöffel
- Knoblauchzehen - 2 Stück
- Zitrone Schale und Saft - 1 Stück
- Olivenöl ein Teil kann aus der Thunfischdose stammen - 3 Esslöffel
- Chiliflocken optional - 0.25 Teelöffel
- frische Petersilie fein gehackt - 2 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- In einem großen Topf reichlich gut gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, sodass es wie leicht salzige Brühe schmeckt. Die Pasta hineingeben und bis zum Zustand al dente kochen, wenn die Mitte noch leicht elastisch ist; dabei etwa 1/2 Tasse Kochwasser beiseitestellen.
- In der Zwischenzeit den Knoblauch fein hacken. Kapern, falls die Lake sehr salzig ist, kurz abspülen und trocken tupfen, größere Kapern grob hacken. Die Schale der Zitrone fein abreiben und 2–3 Esslöffel Saft auspressen, dabei darauf achten, keine Kerne zuzufügen.
- In einer großen Pfanne das Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen, bis es glänzt, aber nicht raucht. Den Knoblauch zugeben und 1–2 Minuten braten, bis er intensiv duftet und leicht glasig wird; sobald er zu bräunen beginnt, sofort die Hitze reduzieren.
- Kapern und Chiliflocken, falls verwendet, hinzufügen. Etwa 1 Minute braten, bis die Kapern leicht anrösten und beginnen, in dem Öl sanft zu „springen“, sodass sich ihr Aroma entfaltet, ohne dass sie verbrennen.
- Den abgetropften Thunfisch zugeben und mit einer Gabel in Stücke teilen. 2–3 Minuten bei niedriger Hitze braten, nur bis er gleichmäßig erwärmt ist und eine feuchte, leicht glänzende Sauce ohne trockene Brocken entsteht.
- Zitronenschale und -saft hinzufügen und alles gründlich vermischen. Abschmecken und mit Pfeffer sowie bei Bedarf mit etwas Salz würzen, dabei bedenken, dass Thunfisch und Kapern bereits salzig sind.
- Wenn die Pasta al dente ist, abgießen und dabei das zurückbehaltene Kochwasser sichern. Die Pasta direkt, noch leicht feucht, in die Pfanne zur Sauce geben, damit sie die Aromen besser aufnimmt.
- Die Pasta 1–2 Minuten bei niedriger Hitze mit der Sauce mischen und dabei nach und nach etwas Kochwasser hinzugeben, bis eine leicht cremige Emulsion entsteht und die Nudeln gleichmäßig überzogen und glänzend, aber nicht trocken sind.
- Die Pfanne vom Herd nehmen, die gehackte Petersilie hinzufügen und alles ein letztes Mal kräftig durchmischen. Sofort servieren, solange die Pasta heiß ist und die Sauce noch leicht flüssig ist und sich am Boden des Tellers sammelt.
- Wenn die Pasta nach kurzer Zeit zu trocken wirkt, noch etwas Olivenöl oder einen Löffel vom zurückbehaltenen Kochwasser darübergeben und in der Pfanne kurz durchschwenken, bis sie wieder schön glänzt.
Aufbewahrung
Reste rasch abkühlen lassen, luftdicht verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Am besten innerhalb von 24 Stunden aufessen und vor dem Servieren schonend in der Pfanne mit einem Schluck Wasser oder zusätzlichem Olivenöl erwärmen.
Ich koche diese Pasta am häufigsten an Freitagabenden, wenn wir spät vom Schwimmbad nach Hause kommen und ich wirklich keine Kraft habe, länger als eine Viertelstunde in der Küche zu stehen. Eine Dose Thunfisch und ein Glas Kapern habe ich immer im Schrank – genau „für solche Notfälle“.