Nudelsalat mit Schinken – deutscher Nudelsalat Recipe
Nudelsalat ist ein deutscher Salat mit Pasta, Schinken und Gemüse in einem cremigen Mayonnaise-Joghurt-Dressing. Er steht sehr oft bei Grillabenden, Picknicks und Familienfeiern auf dem Tisch, weil man ihn gut vorbereiten kann und er entspannt im Kühlschrank wartet. Er schmeckt ein bisschen wie eine Mischung aus klassischem Gemüsesalat und Pastasalat mit einem milden, „brotzeitartigen“ Charakter.
Nudelsalat ist ein fester Bestandteil deutscher Grillabende, Schulfeste und Familienbuffets und wird oft schon am Vortag zubereitet. In vielen Familien gibt es „Hausrezepte“ mit einer ganz bestimmten Pastasorte und der jeweils liebsten Schinkensorte.
Nudelsalat ist die Quintessenz deutscher Gartenpartys – Pasta, Schinken, Gemüse und ein cremiges Dressing, das richtig satt macht und trotzdem nach „Picknick“ schmeckt. Die Kombination aus Gewürzgurke, Paprika und Mais mit dem milden Mayonnaise-Joghurt-Dressing erinnert an klassischen Gemüsesalat, aber in einer leichteren, „grilltauglichen“ Version. Er lässt sich hervorragend vorbereiten, hält sich gut im Kühlschrank und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser.
Warum diese Version funktioniert
- Die Mischung aus Mayonnaise und Joghurt ergibt ein cremiges, aber leichteres Dressing, das auch bei wärmeren Temperaturen nicht belastet.
- Der Gurkensud bringt Säure und Charakter ins Spiel und ersetzt Essig durch eine mildere, würzige Note.
- Al-dente gekochte Pasta behält ihre Form und zerfällt nicht, selbst nachdem sie mehrere Stunden im Dressing gezogen hat.
- Fein gewürfelter Schinken und klein geschnittenes Gemüse sorgen dafür, dass in jedem Bissen von allem etwas dabei ist.
Tipps vom Koch
Die Pasta al dente kochen – durch das Mischen mit dem Dressing wird sie ohnehin noch etwas weicher, also die Kochzeit nicht übertreiben. Den Salat etwas kräftiger würzen als gewohnt, denn nach dem Durchkühlen werden die Aromen runder und milder. Wenn du ihn für einen Grillabend machst, mische alles erst 1–2 Stunden vor dem Losgehen mit dem Dressing, damit die Pasta nicht die ganze Sauce aufsaugt.
Serviervorschläge
Nudelsalat ist der Klassiker zu Grillwürstchen, Nackensteaks oder Spießen, weil er sie mit seiner cremigen, leicht säuerlichen Note perfekt ausgleicht. Dazu passen leichtes Weizenbier, Radler oder selbst gemachte Zitronenlimonade. Der Salat lässt sich problemlos in einer Box mit in den Schrebergarten, an den Strand oder zum Firmen-Grillfest nehmen – er ist transportstabil und verzeiht Wartezeiten.
Worauf man achten sollte
- Das Dressing nicht mit noch warmer Pasta mischen – es wird sonst zu flüssig und der Salat wird nach dem Kühlen wässrig.
- Die Pasta muss sehr gut abgetropft sein; selbst ein wenig Wasser am Schüsselboden verwässert das Dressing.
- Mit Salz anfangs sparsam sein – Schinken und Gewürzgurken bringen nach dem Durchziehen zusätzliche Salzigkeit mit.
Ersatzzutaten
- Gekochten Schinken kannst du durch gebratene oder gebackene Puten- oder Hühnerbrust in Würfeln ersetzen.
- Naturjoghurt lässt sich durch saure Sahne mit 12–18 % Fett ersetzen, wenn du ein reichhaltigeres Dressing bevorzugst.
- Rote Paprika kannst du durch gelbe oder grüne Paprika ersetzen, wobei die Menge gleich bleibt.
Zutaten
- kleine Pastaformen z. B. Fusilli, Farfalle oder Makkaroni - 300 g
- gekochter Schinken am Stück, zum Würfeln - 200 g
- Gewürzgurke mittelgroß - 3 Stück
- rote Paprika mittelgroß - 1 Stück
- Mais aus der Dose abgetropft - 150 g
- Frühlingszwiebel mit Grün - 3 Stück
- Mayonnaise - 4 Esslöffel
- Naturjoghurt cremig - 4 Esslöffel
- Senf mild - 1 Teelöffel
- Gurkensud von Gewürzgurken aus dem Glas der Gurken - 2 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- schwarzer Pfeffer, gemahlen nach Geschmack
Zubereitung
- Die Pasta in reichlich gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung kochen, die Garzeit aber um 1–2 Minuten verkürzen, damit sie al dente bleibt. Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und sehr gründlich abtropfen lassen, bis keine Tropfen mehr aus dem Sieb fallen.
- Den Schinken in kleine Würfel schneiden, damit er sich gut mit der Pasta verbindet. Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden und kurz beiseitestellen, damit überschüssige Lake von der Arbeitsfläche ablaufen kann. Die Paprika entkernen und in feine Würfel schneiden.
- Die Frühlingszwiebeln mitsamt dem grünen Teil in dünne Ringe schneiden und separat beiseitelegen. Den Mais in ein Sieb geben und abtropfen lassen, dabei das Sieb leicht schütteln, bis die Körner nicht mehr glänzen – sie sollen matt aussehen, nicht feucht.
- In einer großen Schüssel Mayonnaise, Joghurt, Senf und Gurkensud verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und abschmecken – das Dressing soll leicht säuerlich, kräftig und etwas stärker gewürzt sein, als du es normalerweise magst, da die Pasta den Geschmack abmildert.
- Die vollständig abgekühlte, trockene Pasta in die Schüssel mit dem Dressing geben. So lange mischen, bis alle Spiralnudeln oder anderen kleinen Formen gleichmäßig mit Sauce überzogen sind und keine trockenen, matten Stellen mehr zu sehen sind.
- Schinken, Gurken, Paprika, Mais und den Großteil der Frühlingszwiebeln (etwas für die Deko zurückbehalten) hinzufügen. Vorsichtig, aber gründlich vom Schüsselboden her mischen, damit sich die Zutaten gleichmäßig verteilen und das Gemüse knackig bleibt.
- Den Salat probieren und bei Bedarf mit Salz, Pfeffer oder einem zusätzlichen Löffel Gurkensud nachwürzen, falls Säure fehlt. Die Konsistenz soll cremig, aber nicht flüssig sein – die Pasta soll sichtbar von Dressing umhüllt sein.
- Den Salat abdecken und mindestens 30 Minuten, besser 2–3 Stunden, im Kühlschrank durchziehen lassen, damit die Pasta etwas Dressing aufnimmt und sich die Aromen verbinden. Vor dem Servieren erneut durchmischen, mit den restlichen Frühlingszwiebeln garnieren und bei Bedarf 1–2 EL Joghurt unterrühren, falls der Salat zu fest wirkt.
Aufbewahrung
Reste im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen verzehren. Vor dem Servieren gut durchrühren und bei Bedarf mit etwas Joghurt oder Mayonnaise auffrischen.
Ich mache diesen Salat immer, wenn jemand auf der Arbeit einen „spontanen Grillabend“ ankündigt und ich nur eine Stunde Zeit zur Vorbereitung habe. Es reicht, auf dem Heimweg Schinken und Gurken zu kaufen – den Rest der Zutaten habe ich fast immer im Vorratsschrank.