Koulouri – griechische Sesamringe zum Frühstück Recipe

Koulouri ist das griechische Straßenfrühstück – große, dünne Sesamringe, die in Athen und Thessaloniki aus Wagen auf den Gehwegen verkauft werden. Sie sind außen leicht knusprig und innen weich, ideal zum Kaffee oder als Snack für unterwegs. Man kann sie pur essen, aufgeschnitten und mit Frischkäse bestrichen oder mit Tomaten und Oliven füllen.

In Athen verkaufen Straßenhändler Koulouri schon in den frühen Morgenstunden, und der Sesamring in der Hand ersetzt dort oft das Frühstücksbrot. Je nach Region unterscheiden sie sich in Dicke und möglichen Zusätzen, aber Sesam bleibt immer Pflicht.

Koulouri ist die Essenz griechischer Morgen – Sesamringe, die man in Athen auf dem Weg zur Arbeit statt eines belegten Brotes kauft. Sie sind dezent süß-salzig, mit knuspriger Kruste und weicher Krume, und die dicke Sesamschicht verleiht ihnen ein nussiges Aroma und den typischen „Streetfood“-Geschmack.

Warum diese Version funktioniert

  • Eingeweichter Sesam haftet besser und fällt nach dem Backen nicht ab.
  • Zuckersirup oder Honig sorgt für eine leicht süße, glänzende Kruste wie bei den Straßenständen.
  • Längeres Kneten macht den Teig elastisch und ergibt eine federnde Krume.
Koulouri – griechische Sesamringe zum Frühstück

Tipps vom Koch

Der Schlüssel zu gutem Koulouri ist ein gut ausgekneteter, elastischer Teig – kürze die Knetzeit nicht ab, sonst werden die Ringe kompakt. Achte darauf, dass der Sesam wirklich feucht ist, sonst fallen nach dem Backen viele Körner einfach ab. Nach dem Formen der Ringe sollte das Loch in der Mitte recht groß sein, da der Teig noch aufgeht und sich ein zu kleines Loch komplett schließen kann.

Serviervorschläge

Serviere Koulouri warm mit starkem griechischem Kaffee oder Espresso – ein perfektes Frühstück „to go“ vor dem Verlassen des Hauses. Für gemütliche Wochenendmorgen die Ringe aufschneiden, mit Frischkäse bestreichen und mit Tomatenscheiben und ein paar Oliven belegen. Sie eignen sich auch gut für Treffen mit Freunden: Lege sie in einen Korb neben eine Schale Tzatziki und eine Käseplatte, anstelle von klassischem Brot.

Worauf man achten sollte

  • Zu heißes Wasser tötet die Hefe – es sollte nur handwarm sein.
  • Wenn sich das Teigvolumen nicht verdoppelt hat, gib ihm mehr Zeit an einem warmen Ort, sonst werden die Ringe kompakt und dicht.
  • Nicht zu lange backen – stark gebräunte Koulouri werden innen trocken.

Ersatzzutaten

  • Etwa 100 g Weizenmehl kannst du durch Vollkornmehl ersetzen und 1–2 EL Wasser zusätzlich zugeben.
  • Zuckersirup kannst du durch flüssigen Honig ersetzen, der mit wenig Wasser verdünnt wird.
  • Statt nur Sesam kannst du einen Teil der Ringe mit einer Mischung aus Sesam und Schwarzkümmel bestreuen.
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
18 Min
Gesamtzeit
48 Min
Portionen
8

Zutaten

  • Weizenmehl Typ 550 - 500 g
  • Wasser lauwarm - 280 ml
  • Trockenhefe oder 20 g frische Hefe - 7 g
  • Zucker - 2 Esslöffel
  • Salz - 1 Teelöffel
  • Olivenöl für den Teig - 3 Esslöffel
  • Sesam zum Wälzen - 80 g
  • Wasser zum Befeuchten des Sesams - 100 ml
  • Zuckersirup kann durch mit Wasser verdünnten Honig ersetzt werden - 3 Esslöffel
Hauptzutat: Weizenmehl

Zubereitung

  1. Lauwarmes Wasser (280 ml) in eine Schüssel geben, Zucker und Trockenhefe hinzufügen. Verrühren und 10 Minuten stehen lassen, bis sich eine deutlich sichtbare, fluffige Schaumschicht bildet – dann ist die Hefe aktiv.
  2. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben und mischen. Die aufgeschäumte Hefe und das Olivenöl zugießen. 8–10 Minuten kneten, bis der Teig glatt, elastisch und federnd ist; drückt man mit dem Finger hinein, sollte er langsam in die Ausgangsform zurückkehren, ohne dass die Ränder aufreißen.
  3. Wenn der Teig sehr klebt, die Arbeitsfläche mit einer minimalen Menge Mehl bestäuben – nur so viel, dass der Teig gut zu kneten ist; zu viel Mehl macht die Ringe hart. Die Schüssel leicht mit Olivenöl ausstreichen, den Teig hineingeben und wenden, sodass er dünn mit Fett überzogen ist.
  4. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einen warmen, zugfreien Ort für ca. 1 Stunde stellen, bis der Teig sein Volumen deutlich verdoppelt hat und sich auf Berührung leicht anfühlt. In der Zwischenzeit ein Blech mit Backpapier belegen.
  5. In einer flachen Schüssel Sesam mit 100 ml Wasser mischen – die Körner sollen gleichmäßig feucht sein, aber nicht im Wasser schwimmen. In einer kleinen Schale Zuckersirup oder Honig mit etwas Wasser verrühren, bis eine dünnflüssige Lösung zum Eintauchen entsteht.
  6. Den gegangenen Teig auf die Arbeitsfläche geben und durch sanftes Niederdrücken mit der Hand entgasen, bis er zusammenfällt. In 8 gleich große Stücke teilen. Aus jedem Stück eine Rolle von etwa 40–45 cm Länge formen und darauf achten, dass sie über die gesamte Länge ungefähr gleich dick ist.
  7. Die Enden der Rolle zusammenführen, leicht zusammendrücken und an der Verbindungsstelle rollen, damit sie unsichtbar wird. Die Öffnung in der Mitte relativ weit lassen, da der Teig noch aufgeht und sich das Loch beim Backen deutlich verkleinert.
  8. Jeden Ring kurz in den verdünnten Zuckersirup oder Honig tauchen, den Überschuss abtropfen lassen und anschließend gründlich im feuchten Sesam wälzen, die Körner mit der Hand leicht andrücken, damit sie gut haften. Mit Abstand auf das Blech legen.
  9. Die Ringe mit einem Tuch abdecken und 20–25 Minuten erneut gehen lassen – sie sollten leicht aufgehen und sich weich anfühlen. In dieser Zeit den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  10. 15–18 Minuten backen, bis die Koulouri goldbraun sind und der Sesam deutlich geröstet und nussig duftend ist. Nach dem Backen auf ein Gitter legen; am besten schmecken sie, wenn sie leicht abgekühlt sind und die Kruste beim Reinbeißen zart knuspert.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Sesamringe am besten in einem luftdurchlässigen Beutel oder Brotkorb bei Zimmertemperatur aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen verzehren. Zum Auffrischen kurz im heißen Ofen oder Toaster aufbacken. Länger haltbar werden sie, wenn du sie direkt nach dem Abkühlen einfrierst und bei Bedarf aufbackst.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Am häufigsten backe ich Koulouri am Sonntagabend, damit ich am Montagmorgen nur noch einen Ring schnappen, in die Tasche stecken und auf dem Weg zur Arbeit in der Straßenbahn essen kann. Einen Teil friere ich immer ein – nach kurzem Aufbacken im Ofen schmecken sie wie frisch vom Straßenstand in Athen.

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