Horiatiko psomi – rustikales griechisches Brot mit Olivenöl Recipe

Horiatiko psomi ist ein einfaches, ländliches Brot, das in griechischen Haushalten zu fast jeder Mahlzeit auf den Tisch kommt. Es hat eine knusprige Kruste, eine weiche Krume und ein feines Aroma von Olivenöl. Perfekt zum Tunken in Olivenöl, zum Aufnehmen von Sauce vom Teller oder als Basis für mediterrane Sandwiches.

Horiatiko psomi ist ein typisches „Bauernbrot“, das in Griechenland statt einzelner Brötchen zusammen mit Oliven, Käse und einfachen Salaten auf den Tisch kommt. Oft wird es nur mit Olivenöl, Salz und Oregano serviert, um die Qualität des lokalen Olivenöls zu betonen.

Horiatiko psomi ist die Quintessenz des griechischen Esstisches – ein einfaches, ländliches Brot mit knuspriger, gut ausgebackener Kruste und einer weichen, elastischen Krume mit feinem Olivenölaroma. Durch den Zusatz von Olivenöl bleibt der Laib länger frisch und bekommt einen dezenten mediterranen Charakter, der den Geschmack von Käse, Oliven und kräftigen Tomatensaucen perfekt unterstreicht.

Warum diese Version funktioniert

  • Die Zugabe von Olivenöl verleiht ein feines Aroma und verlangsamt das Altbackenwerden, sodass das Brot länger frisch bleibt.
  • Langes Kneten und zwei Gehzeiten stärken das Glutengerüst, wodurch die Krume elastisch wird und beim Schneiden nicht zerbröselt.
  • Dampf im Ofen verhindert, dass die Oberfläche zu schnell austrocknet, sodass der Laib gut aufgehen kann und eine dicke, knusprige Kruste entsteht.
Horiatiko psomi – rustikales griechisches Brot mit Olivenöl

Tipps vom Koch

Achte auf die Wassertemperatur für die Hefe – sie sollte angenehm warm, aber nicht heiß sein, sonst geht das Brot schlecht auf. Gib beim Kneten nicht zu viel zusätzliches Mehl dazu: Es ist besser, wenn der Teig leicht klebrig bleibt, als dass er zu fest wird, denn dann wird der Laib kompakt. Nach dem Backen unbedingt warten, bis das Brot vollständig ausgekühlt ist – heißes Brot anzuschneiden ist der sicherste Weg zu einer feuchten, klitschigen Krume.

Serviervorschläge

Serviere dieses Brot warm mit einer Schale guten Olivenöls, etwas Meersalz und Oregano – genau wie in kleinen Tavernen auf den Inseln. Es passt hervorragend zu griechischem Salat, Ofengemüse und Grillgerichten; dazu ein leichtes Weißwein oder hausgemachte Limonade. Es ist auch der ideale Laib für ein Wochenendfrühstück: mit Feta, Tomaten und Oliven statt eines klassischen belegten Brotes.

Worauf man achten sollte

  • Verwende kein zu heißes Wasser für die Hefe – es sollte warm, aber nicht heiß sein; in zu heißem Wasser stirbt die Hefe ab.
  • Wenn du beim Kneten zu viel Mehl zugibst, wird der Laib schwer und kompakt statt locker und luftig.
  • Schneide das Brot nicht heiß an – die Krume wird schmierig und kann feucht wirken, als wäre sie nicht richtig durchgebacken.

Ersatzzutaten

  • Bis zu 100 g Weizenmehl kannst du durch Vollkornmehl ersetzen; rechne dann mit einer etwas schwereren, kräftigeren Krume.
  • Trockenhefe kannst du durch frische Hefe (ca. 20 g) ersetzen, indem du sie in der gleichen Menge lauwarmem Wasser mit Zucker auflöst.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
60 Min
Portionen
10

Zutaten

  • Weizenmehl Typ 550 oder Brotmehl - 500 g
  • Wasser lauwarm, nicht heiß - 320 ml
  • Trockenhefe oder 20 g frische Hefe - 7 g
  • Salz - 1.5 Teelöffel
  • Zucker zum Aktivieren der Hefe - 1 Teelöffel
  • Olivenöl für den Teig und zum Bestreichen - 3 Esslöffel
  • Weizenmehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche - 2 Esslöffel
Hauptzutat: Weizenmehl

Zubereitung

  1. Gib das lauwarme Wasser in eine Schüssel (es sollte sich warm wie ein angenehmes Bad anfühlen), füge Zucker und Hefe hinzu. Verrühre alles und lass es 10 Minuten stehen, bis sich eine deutliche Schaumschicht bildet und die Mischung leicht nach Brot duftet.
  2. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben und mischen. Die aufgeschäumte Hefe und 2 Esslöffel Olivenöl zugießen und mit einem Löffel rühren, bis eine klebrige, ungleichmäßige Teigkugel ohne trockene Mehlreste am Boden entsteht.
  3. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und 8–10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und federnd ist. Nur dünn mit Mehl bestäuben, wenn nötig, damit der Teig weich bleibt und nicht hart und kompakt wird.
  4. Die Schüssel leicht mit Olivenöl einstreichen, den Teig hineinlegen und einmal wenden, damit er überall mit einer dünnen Fettschicht überzogen ist. Mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat und der Teig sichtbar luftig ist.
  5. Den gegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit der Hand sanft flachdrücken, die Ränder wie einen Briefumschlag zur Mitte einschlagen, mit dem Schluss nach unten drehen und zu einem runden oder länglichen Laib mit glatter, gespannter Oberfläche formen.
  6. Den Laib auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit einem Tuch abdecken und 30–40 Minuten gehen lassen, bis er erneut deutlich aufgegangen ist und eine leichte Delle vom Fingerdruck nur langsam zurückspringt, ohne einzusinken.
  7. Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kurz vor dem Einschieben das Brot mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge 2–3 Mal etwa 1 cm tief einschneiden und die Oberseite mit dem restlichen 1 Esslöffel Olivenöl bestreichen.
  8. Eine kleine ofenfeste Form mit heißem Wasser auf den Ofenboden stellen, damit Dampf entsteht. Das Blech mit dem Brot in den Ofen schieben und 30–35 Minuten backen, bis die Kruste kräftig gebräunt, leicht aufgerissen ist und der Laib deutlich aufgegangen ist.
  9. Das fertig gebackene Brot aus dem Ofen nehmen, vorsichtig vom Blech lösen und auf ein Gitter legen. Nach ein paar Minuten auf den Boden klopfen – er sollte hohl und trocken klingen, dann ist das Brot gut durchgebacken.
  10. Mit dem Anschneiden warten, bis das Brot vollständig ausgekühlt ist, damit die Krume trocken und elastisch ist und das Messer gleichmäßig durch die Scheiben gleitet, ohne dass der Teig am Messer schmiert.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 4 Tage
Einfrieren: Ja

Reste in einem Brotkasten oder in einem Baumwollbeutel bei Zimmertemperatur aufbewahren. Zum Auffrischen kurz im heißen Ofen aufbacken oder toasten. Zum längeren Lagern in Scheiben oder Stücken einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Am häufigsten backe ich dieses Brot am Samstagnachmittag, damit ich am Sonntagmorgen einfach noch leicht warme Scheiben abbrechen und in Olivenöl mit Knoblauch tunken kann. Oft nehme ich auch einen ganzen Laib mit zum Grillen im Garten – er ist schneller weg als die Wurst.

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