Koreanischer Kartoffelgulasch mit Rindfleisch – Gamja Jjim Recipe
Gamja jjim ist ein sämiger koreanischer Eintopf mit Kartoffeln und zartem Rindfleisch, der in einer aromatischen, leicht pikanten Sauce geschmort wird. Man kann ihn mit unserem klassischen Rindergulasch vergleichen, nur dass hier Sojasauce, Knoblauch und Sesam statt Paprika die Hauptrolle spielen. In Korea steht er oft bei Familienessen auf dem Tisch, weil er langes Schmoren gut verträgt und sich leicht auf viele Portionen aufteilen lässt.
Gamja Jjim ist die koreanische Antwort auf Gulasch – Kartoffeln und Rindfleisch schmoren in einer Sojasauce mit Gochugaru und ergeben eine dicke, glänzende Sauce mit tiefem Umami-Geschmack. Statt Paprikapulver und Kümmel sorgen hier Knoblauch, Sesam und eine angenehme, nicht überwältigende Schärfe für Wärme von innen. Das Gericht verträgt langes Schmoren auf kleiner Flamme, wodurch das Fleisch butterzart wird und die Kartoffeln den ganzen Geschmack der Sauce aufnehmen.
Tipps vom Koch
Brate das Rindfleisch zuerst richtig kräftig an – rühre es nicht alle paar Sekunden um, sondern lass es in Ruhe in der Pfanne liegen, bis sich eine braune Kruste bildet, denn sie ist die Grundlage für den Geschmack der Sauce. Gib die Kartoffeln in recht großen Stücken dazu, damit sie in den letzten Schmor-Minuten nicht zerfallen; wenn du eine mehligkochende Sorte verwendest, verkürze die Garzeit um ein paar Minuten. Die Saucendicke steuerst du am besten zum Schluss – lieber einen Tick zu flüssig lassen, als sie auf hoher Hitze ohne Aufsicht einzukochen und anzubrennen.
Serviervorschläge
Serviere Gamja Jjim mit einer Schüssel dampfendem weißen Reis und etwas Säuerlichem dazu, z.B. Kimchi oder leicht eingelegten Gurken – das balanciert die Fülle der Sauce perfekt aus. Es ist ein ideales Gericht für lange Herbstabende, wenn alle durchgefroren und hungrig nach Hause kommen – der Topf in der Mitte des Tisches ist in wenigen Minuten leer. Dazu passt ein leichtes Bier oder, wenn du es alkoholfrei magst, Jasmintee.
Zutaten
- Rindergulasch z.B. Schulter, Nacken, in große Würfel geschnitten - 500 g
- Kartoffel mittelgroß, in große Stücke geschnitten - 4 Stück
- Möhre in dicke Scheiben geschnitten - 1 Stück
- Zwiebel in Streifen geschnitten - 1 Stück
- Knoblauch fein gehackt - 4 Zehen
- Sojasauce - 4 Esslöffel
- brauner Zucker - 1 Esslöffel
- Gochugaru koreanische Chiliflocken; für eine mildere Version 1 Teelöffel verwenden - 1 Esslöffel
- Öl zum Anbraten des Fleisches - 2 Esslöffel
- Wasser oder Rinderbrühe - 500 ml
- Sesamöl zum Verfeinern - 1 Esslöffel
- Schnittlauch gehackt, zum Servieren - 3 Esslöffel
- geröstete Sesamsamen zum Bestreuen - 1 Esslöffel
Zubereitung
- Das Rindfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und, falls die Stücke sehr groß sind, in mundgerechte, eher größere Stücke schneiden. Das Fleisch von allen Seiten leicht salzen.
- In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne das Öl bei recht hoher Hitze erhitzen. Das Fleisch portionsweise hineingeben und 3–4 Minuten pro Seite anbraten, bis es gebräunt ist. Den Topf nicht überfüllen, damit das Fleisch brät und nicht schmort.
- Die Zwiebel in den Topf geben und bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten unter Rühren anbraten, bis sie weich wird. Den Knoblauch hinzufügen und 1 weitere Minute braten, bis er intensiv duftet.
- Wasser oder Brühe angießen, Sojasauce, braunen Zucker und Gochugaru hinzufügen. Alles verrühren, zum Kochen bringen, dann die Hitze auf klein stellen, zudecken und 30 Minuten schmoren lassen.
- Nach 30 Minuten Kartoffeln und Möhren in den Topf geben. Umrühren, wieder zudecken und weitere 20–25 Minuten schmoren, bis das Gemüse weich und das Fleisch sehr zart ist.
- Wenn die Sauce zu dünn ist, den Topf offen weitere 5–10 Minuten bei höherer Hitze köcheln lassen, bis sie leicht eindickt. Sie sollte die Konsistenz einer dicken Sauce haben, die die Kartoffeln umhüllt.
- Zum Schluss das Sesamöl hinzufügen, vorsichtig umrühren und abschmecken. Bei Bedarf mit einem weiteren Esslöffel Sojasauce oder einer Prise Zucker nachwürzen.
- Den Gulasch mit Schnittlauch und geröstetem Sesam bestreut servieren, am besten mit einer Schüssel weißen Reis dazu.
Aufbewahrung
Reste abkühlen lassen und luftdicht verschlossen im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen bei niedriger Hitze langsam erhitzen und bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe zugeben, damit die Sauce wieder schön sämig wird. Eingefroren hält sich der Gulasch mehrere Wochen; am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.