Kalter Tofu-Sesam-Salat nach chinesischer Art Recipe

Kalter Tofu-Sesam-Salat ist ein leichtes Gericht, das in China im Sommer oft als Vorspeise oder Beilage zum Mittag- oder Abendessen gegessen wird. Er erinnert ein wenig an einen Feta-Salat, nur dass statt Käse zarter Tofu verwendet wird und statt Olivenöl ein aromatisches Sesam-Soja-Dressing. Ideal, wenn es heiß ist und du keine Lust hast, lange am Herd zu stehen.

In China eröffnen kalte Vorspeisen mit Tofu und Gemüse oft die Mahlzeit, besonders im Sommer, um die heißen Wokgerichte auszugleichen. Sesamsoßen sind unter anderem von Sichuan-Gerichten wie bang bang ji und von Nudeln mit Sesampaste inspiriert.

Dieser Salat zeigt eine ganz andere Seite der chinesischen Küche – leicht, knackig und erfrischend, ganz ohne Braten und schwere Saucen. Die Kombination aus kühlem Tofu, saftiger Gurke und einem Sesam-Dressing erinnert an einen Feta-Salat, hat aber einen deutlich asiatischen, nussigen Charakter. Es ist eines dieser Gerichte, die in China im Sommer oft als kleine, kalte Zwischenstation zwischen heißen Speisen serviert werden.

Warum diese Version funktioniert

  • Das vorsichtige Auspressen des Tofus lässt ihn die Soße besser aufnehmen, während die Struktur weich, aber kompakt bleibt.
  • Das kurze Salzen der Gurke und anschließende Ausdrücken der Flüssigkeit sorgt für elastische Scheiben statt eines wässrigen Salats.
  • Gründliches Emulgieren der Sesampaste mit Wasser und Sojasoße verhindert, dass sich das Dressing trennt.
Kalter Tofu-Sesam-Salat nach chinesischer Art

Tipps vom Koch

Tofu lässt sich am besten vorbereiten, wenn du ihn vorher in Küchenpapier einwickelst, leicht beschwerst und 10–15 Minuten abtropfen lässt – so nimmt er das Dressing besser auf. Schneide die Gurke nicht zu dünn, damit sie auch nach dem Mischen mit dem Sesam-Dressing noch knackig bleibt. Würze das Dressing nach und nach – Tahini oder chinesische Sesampaste können unterschiedlich salzig sein, also probiere zuerst, bevor du mehr Sojasauce hinzufügst.

Serviervorschläge

Serviere diesen Salat gut gekühlt und nimm ihn etwa 10 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank, damit sich die Aromen entfalten. Er passt hervorragend zu gegrilltem Fleisch, gebackenem Lachs oder als leichtes Mittagessen mit einer Schale Jasminreis. Dazu empfehle ich Jasmin-Grüntee oder hausgemachte Limonade mit Limette und Ingwer.

Worauf man achten sollte

  • Die Gurke nicht übersalzen – zu viel Salz entzieht schnell zu viel Wasser und die Scheiben werden schlaff.
  • Zu kräftiges Rühren zerdrückt den weichen Tofu zu einer Paste, statt schöne Würfel zu erhalten.
  • Wenn die Sesampaste sehr fest ist, zuerst mit etwas warmem Wasser glattrühren, bevor du sie mit den restlichen Zutaten vermischst.

Ersatzzutaten

  • Statt Chiliöl kannst du ein neutrales Öl mit einer Prise Chiliflocken oder einem Teelöffel Sambal Oelek verwenden.
  • Reisessig lässt sich durch hellen Weißweinessig ersetzen, mit Wasser im Verhältnis 3:1 verdünnt.
  • Tahini kann durch chinesische Sesampaste ersetzt werden; nimm davon etwas weniger und bei Bedarf mehr Wasser.
  • Wenn du keine Frühlingszwiebeln hast, verwende Schnittlauch und gib ihn erst zum Schluss dazu, damit er frisch und knackig bleibt.
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
5 Min
Gesamtzeit
20 Min
Portionen
2

Zutaten

  • fester Tofu natur, nicht geräuchert - 250 g
  • frische Gurke mittelgroß - 1 Stück
  • Zwiebel - 2 Stück
  • Knoblauch - 1 Zehe
  • Sesampaste Tahini oder chinesische Sesampaste - 1.5 Esslöffel
  • Sojasauce - 1.5 Esslöffel
  • Essig kann durch Apfelessig ersetzt werden - 1 Esslöffel
  • Chiliöl oder Öl mit Chilischote Menge nach Geschmack, kann reduziert werden - 1 Esslöffel
  • Zucker - 0.5 Teelöffel
  • weißer Sesam zum Anrösten - 1 Esslöffel
  • Wasser zum Verdünnen des Dressings - 1 Esslöffel
  • Salz Prise für die Gurke
Hauptzutat: tofu

Zubereitung

  1. Tofu aus der Packung nehmen, die Flüssigkeit abgießen und vorsichtig mit Küchenpapier trocken tupfen. Wenn möglich den Block in mehrere Lagen Küchenpapier wickeln, leicht mit einem Teller beschweren und 10–15 Minuten stehen lassen – die Oberfläche soll deutlich trockener und fester werden.
  2. Den gut abgetropften Tofu mit einem scharfen Messer in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden, ohne die Seiten zu zerdrücken. Die Würfel sollen ihre Form behalten und bei leichtem Anheben mit dem Löffel nicht zerfallen; auf einen Teller legen und kurz antrocknen lassen.
  3. Die Gurke der Länge nach halbieren, bei sehr weichem Inneren die Kerne mit einem Teelöffel herausschaben. In etwa 4–5 mm dicke Halbringe schneiden, in eine Schüssel geben, mit einer Prise Salz bestreuen, mischen und 5 Minuten stehen lassen – am Boden sollte sich ein dünner Saftfilm bilden.
  4. Sesam in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten unter häufigem Rütteln anrösten. Die Körner sind fertig, sobald sie leicht bräunen und intensiv nussig duften; sofort in eine Schüssel umfüllen, damit sie nicht nachrösten und bitter werden.
  5. Knoblauch fein hacken oder durch eine Presse drücken. Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden, weiße und grüne Teile trennen – die weißen kommen in den Salat, die grünen dienen später als knackiges Topping.
  6. In einer Schüssel Sesampaste, Sojasoße, Reisessig, Chiliöl, Zucker, 1 EL Wasser und den Knoblauch verrühren. Kräftig mischen, bis die Soße glatt, homogen und leicht fließend ist – sie soll den Löffel dünn überziehen und langsam herablaufen.
  7. Wenn die Soße zu dick und zäh ist, teelöffelweise Wasser zugeben und jeweils gründlich einrühren. Die fertige Soße sollte sich nicht trennen und keine sichtbare Ölschicht an der Oberfläche haben.
  8. Die Gurkenscheiben in den Händen oder in einem Sieb leicht ausdrücken – sie sollen elastisch und glasig grün bleiben, nicht schlaff werden. In einer größeren Schüssel Gurke, Tofu und den Großteil des weißen Teils der Frühlingszwiebel mischen.
  9. Zutaten mit der Sesamsoße übergießen und sehr behutsam mit einem Spatel oder großen Löffel von unten nach oben mischen. Nur so lange rühren, bis alle Tofuwürfel gleichmäßig überzogen sind und sich am Boden keine große Soßenpfütze mehr sammelt.
  10. Den Salat mit dem gerösteten Sesam und dem grünen Teil der Frühlingszwiebel bestreuen. Sofort servieren oder 15–20 Minuten im Kühlschrank durchkühlen lassen – nach dem Kühlen ist der Tofu fester und das Sesamaroma der Soße deutlich intensiver.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 1 Tage
Einfrieren: Nein

Reste im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter aufbewahren und innerhalb von 1 Tag verzehren. Vor dem Servieren kurz durchmischen; der Tofu wird mit der Zeit weicher, bleibt aber gut essbar.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich mache diesen Salat immer dann, wenn es in der Wohnung über 28 °C hat und ich nicht einmal den Herd einschalten möchte – einfach nur schneiden, mischen und fertig. Oft packe ich ihn auch in eine Box und nehme ihn als „Notfall“-Lunch mit ins Büro, wenn ich weiß, dass ein langer Tag voller Meetings vor mir liegt.

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