Chinesisches Tofu in Honig-Soja-Sauce mit Sesam Recipe
Ein einfaches Gericht aus knusprigen Tofuwürfeln in einer klebrigen, süß-salzigen Sauce aus Honig und Sojasauce. In China werden solche Speisen oft als eines von mehreren Gerichten auf einem gemeinsamen Tisch serviert. Für alle, die sich gerade erst mit Tofu anfreunden, ist dies ein großartiger Einstieg – die Sauce erinnert ein wenig an eine Glasur für Honig-Hähnchenflügel.
In der chinesischen Küche wird Tofu häufig knusprig ausgebacken und in kräftigen, eingekochten Saucen serviert – meist als eines von mehreren Gerichten in der Mitte des Tisches. Die süß‑salzige Glasur mit Honig und Sesam ist von beliebten Hähnchensaucen inspiriert, wird hier aber in einer pflanzlichen Variante verwendet.
Tofu hat in dieser Version eine knusprige Hülle und ein weiches Inneres, alles überzogen von einer klebrigen Honig-Soja-Sauce mit Knoblauch- und Sesamnote. Der Geschmack erinnert an beliebte glasierten Hähnchenflügel, nur in pflanzlicher Form – so kann man selbst eingefleischte „Fleischesser“ leicht von Tofu überzeugen. Das gemeinsame Servieren mehrerer kleiner Gerichte, darunter auch solches Tofu, ist sehr typisch für chinesische Familienmahlzeiten.
Warum diese Version funktioniert
- Gründliches Auspressen des Tofus sorgt für eine deutlich knusprige Hülle, ohne dass die Würfel zerfallen.
- Eine dünne Schicht Stärke bildet eine Art Panzer, der die Honig‑Soja‑Sauce wie eine Glasur an der Oberfläche hält.
- Das kurze Einkochen der Sauce verhindert, dass der Honig verbrennt und bitter wird.
Tipps vom Koch
Drücke das Tofu vor dem Braten gut aus, am besten in Küchenpapier gewickelt und leicht beschwert – so werden die Würfel knuspriger. Wende das Tofu gründlich in Stärke und klopfe den Überschuss ab, da eine zu dicke Schicht sich ablöst und in der Pfanne verbrennt. Die Honig-Soja-Sauce erst hinzufügen, wenn das Tofu schön gebräunt ist; nur kurz einkochen, bis sie eindickt, damit der Honig nicht verbrennt und bitter wird.
Serviervorschläge
Serviere das Gericht als eines von mehreren Speisen auf einem gemeinsamen Tisch: zusammen mit einer Schüssel Reis, einem einfachen Gurkensalat und z.B. geschmorten Gemüse. Es passt hervorragend zu grünem Tee oder leicht süßem Jasmintee, der die süß-salzige Sauce mildert. Ein gutes Gericht für „vegane Freitage“ zu Hause, wenn du auf Fleisch verzichten, aber trotzdem etwas Herzhaftes und Sättigendes essen möchtest.
Worauf man achten sollte
- Gib den Tofu nicht in eine zu kalte Pfanne – wenn das Öl sich nicht sichtbar bewegt, warte noch, sonst saugen sich die Würfel mit Fett voll.
- Übertreibe es nicht mit der Stärke; eine zu dicke Schicht löst sich in der Sauce ab und kann leicht anbrennen.
Ersatzzutaten
- Honig kannst du durch Ahornsirup oder Agavendicksaft ersetzen und die Kochzeit der Sauce um etwa 30 Sekunden verkürzen.
- Statt heller Sojasauce kannst du Tamari oder eine glutenfreie Sojasauce verwenden, wenn du Gluten meidest.
- Weißen Sesam kannst du durch schwarzen Sesam ersetzen; er sorgt für ein intensiveres, nussiges Aroma und dunklere Akzente.
Zutaten
- festes Naturtofu - 400 g
- Kartoffel- oder Maisstärke (zum Wenden des Tofus) - 3 Esslöffel
- Öl (zum Braten) - 3 Esslöffel
- Sojasauce - 3 Esslöffel
- Honig (oder Ahorn-/Agavendicksaft für die vegane Version) - 2 Esslöffel
- Essig (kann durch Apfelessig ersetzt werden) - 1 Esslöffel
- Knoblauch (fein gehackt) - 2 Zehen
- frischer Ingwer (gerieben) - 1 Teelöffel
- Wasser (für die Sauce) - 50 ml
- gerösteter Sesam - 1.5 Esslöffel
- Frühlingszwiebel (zum Bestreuen) - 2 Stück
Zubereitung
- Tofu aus der Packung nehmen und in mehrere Lagen Küchenpapier einschlagen. Mit der Hand leicht andrücken oder ein kleines Brett mit leichtem Gewicht 10–15 Minuten obenauf legen, bis das Papier deutlich feucht und der Tofublock spürbar trockener ist.
- Den trocken gepressten Tofu in Würfel von etwa 2 cm Kantenlänge schneiden. Die Würfel in eine Schüssel oder auf einen Teller geben und gleichmäßig in Stärke wenden, sodass jedes Stück dünn überzogen ist; überschüssige Stärke abklopfen, damit die Oberfläche trocken bleibt und keine dicken Mehlschichten zurückbleiben.
- In einer großen Pfanne 2 Esslöffel Öl bei mittelhoher Hitze erhitzen, bis es sich leicht kräuselt. Den Tofu in einer Lage hineinlegen, sodass sich die Würfel nicht berühren. 3–4 Minuten pro Seite braten, bis alle Seiten gleichmäßig goldbraun und bei Berührung mit der Gabel deutlich knusprig sind.
- Den gebratenen Tofu auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller geben, damit überschüssiges Fett abtropfen kann. In derselben Pfanne die Hitze auf niedrig stellen, 1 Esslöffel Öl hinzufügen und den fein gehackten Knoblauch sowie den geriebenen Ingwer hineingeben.
- Knoblauch und Ingwer etwa 30 Sekunden unter Rühren anbraten, bis sie intensiv duften und leicht glasig werden, aber noch hell bleiben – sie sollten nicht bräunen, sonst wird die Sauce bitter.
- Sojasauce, Honig und Reisessig hinzufügen und das Wasser angießen. Alles gut verrühren, die Hitze auf mittel erhöhen und 1–2 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht blubbert und eindickt; sie soll klebrig und glänzend werden, aber noch leicht vom Löffel fließen.
- Den gebratenen Tofu wieder in die Pfanne geben. Vorsichtig rühren oder die Pfanne schwenken und 2–3 Minuten garen, bis alle Würfel gleichmäßig mit einer glasigen Schicht Sauce überzogen sind und sich am Pfannenboden kaum noch Flüssigkeit, sondern vor allem eine dicke Glasur befindet.
- Das Gericht mit geröstetem Sesam bestreuen, noch einmal kurz durchschwenken und die Pfanne vom Herd nehmen. Die Sauce soll dick und glänzend bleiben, nicht trocken oder karamellisiert.
- Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und das Tofu erst direkt auf den Tellern kurz vor dem Servieren damit bestreuen, damit Farbe und Knackigkeit erhalten bleiben.
Aufbewahrung
Reste vollständig abkühlen lassen und im Kühlschrank in einem verschlossenen Behälter 1–2 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen in der Pfanne eventuell etwas Wasser hinzufügen, damit die Sauce wieder flüssiger wird; im Ofen wird das Tofu etwas weniger knusprig, bleibt aber aromatisch.
Ich brate dieses Tofu am häufigsten an Freitagabenden, wenn wir zu Hause den „Pizzatag“ gegen eine „Nacht der asiatischen Schalen“ tauschen und sich jeder seine eigene Reisschüssel zusammenstellt. Ich mache immer etwas mehr Sauce, weil garantiert jemand seinen Reis oder das Gemüse noch damit übergießen möchte.