Kalte Nudeln mit Hähnchen und Erdnussbutter-Sauce Recipe

Kalte Nudelgerichte sind in China ein beliebtes Essen für heiße Tage – sie machen satt, wärmen aber nicht so auf wie Suppe. Dieses Rezept kombiniert zartes Hähnchenfleisch, Gurke und elastische Nudeln mit einer cremigen Erdnussbutter-Sauce, inspiriert von der klassischen chinesischen Sesamsauce. Es erinnert ein wenig an einen Nudelsalat, nur mit deutlich nussigem Charakter.

Liang mian ist ein klassisches Streetfood aus Nord- und Westchina, das im Sommer bei Zimmertemperatur oder leicht gekühlt serviert wird. In chinesischen Haushalten werden dafür oft übrig gebliebene, gekochte Hähnchenreste und knackiges Gemüse aus dem Kühlschrank verwendet.

Kalte Nudeln mit Hähnchen und Erdnussbutter-Sauce sind eine chinesische Antwort auf sommerliche Nudelsalate – sättigend, aber erfrischend, mit einem deutlichen Nussakzent. Inspiriert von der klassischen Sesamsauce, verwendet dieses Rezept die in Deutschland leicht erhältliche Erdnussbutter, wodurch eine cremige, umhüllende Textur mit zugleich pikant-säuerlichem Charakter entsteht. Das Gericht verbindet Kontraste: kühle Nudeln, saftiges Fleisch, knackiges Gemüse und eine intensive Sauce.

Warum diese Version funktioniert

  • Die Nudeln werden gründlich gekühlt und gut abgetrocknet, sodass sich die Sauce nicht trennt und nicht von den Nudeln abrutscht.
  • Das Hähnchen wird bei sanftem Köcheln gegart, bleibt dadurch saftig und lässt sich leicht in Fasern zupfen.
  • Die Erdnussbutter wird schrittweise mit Wasser verdünnt, was eine glatte, glänzende Sauce ohne Klümpchen ergibt.
  • Viel knackiges Gemüse balanciert die dichte Sauce aus und sorgt dafür, dass das Gericht nicht schwer wirkt.
Kalte Nudeln mit Hähnchen und Erdnussbutter-Sauce

Tipps vom Koch

Das Hähnchen sehr sanft garen (bei kleiner Hitze, ohne starkes Kochen), damit es saftig bleibt und sich leicht in Fasern zupfen lässt – zu lange gegart wird es trocken und faserig. Die Nudeln nach dem Kochen sofort mit kaltem Wasser abspülen, um den Garprozess zu stoppen und sie abzukühlen, sonst haftet die Sauce schlechter daran. Die Sauce nach und nach anrühren und mit Wasser oder Brühe esslöffelweise verdünnen, bis sie glatt und fließfähig, aber immer noch deutlich cremig ist.

Serviervorschläge

Gut gekühlt servieren, am besten nach 20–30 Minuten im Kühlschrank, wenn sich die Aromen verbunden haben – ideal an heißen Tagen statt eines schweren Mittagessens. Dazu passt leicht gesüßter Tee mit Zitrone oder hausgemachte Limonade mit etwas Ingwer. Das Gericht eignet sich hervorragend als Lunchbox-Essen für die Arbeit oder für ein Picknick im Park, da es den Transport gut verträgt und kalt gegessen werden kann.

Worauf man achten sollte

  • Die Sauce nicht mit noch warmen Nudeln vermischen – das Fett der Erdnussbutter trennt sich dann, und die Sauce wird ölig.
  • Die Nudeln müssen sehr gut abtropfen, sonst verwässert überschüssiges Wasser die Sauce und der Geschmack wird flach.
  • Das Hähnchen nur bei sanftem Sieden garen; in heftig kochendem Wasser trocknet es schnell aus und zerfällt zu trockenen Fasern.
  • Mit dem Chiliöl am Anfang nicht übertreiben – später nachwürzen ist einfacher, als ein zu scharfes Gericht zu retten.

Ersatzzutaten

  • Asiatische Weizennudeln kannst du durch normales Spaghetti oder durch Ramen-Nudeln ohne Gewürzpäckchen ersetzen.
  • Die Hähnchenbrust lässt sich durch gekochtes oder gebratenes Fleisch von den Keulen ersetzen, das sich leicht in Fasern zupfen lässt.
  • Cremige Erdnussbutter kannst du durch Tahin ersetzen; die Sauce wird dann sesamiger, gib in diesem Fall eine Prise Zucker dazu.
  • Reisessig kannst du durch hellen Weißweinessig ersetzen, verwende davon aber etwas weniger und schmecke zwischendurch ab.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
40 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Hähnchenbrust ohne Haut und Knochen - 350 g
  • asiatische Weizennudeln oder Spaghetti trocken - 300 g
  • frische Gurke in feine Stifte geschnitten - 1 Stück
  • Möhre in feine Stifte geschnitten - 1 Stück
  • Erdnussbutter ungesüßt, am besten 100 % Nüsse - 3 Esslöffel
  • Sojasauce - 3 Esslöffel
  • Reisessig kann durch Apfelessig ersetzt werden - 2 Esslöffel
  • Chiliöl Menge nach Geschmack - 1.5 Esslöffel
  • Knoblauch gerieben oder fein gehackt - 2 Zehen
  • Zucker - 1 Teelöffel
  • Wasser zum Verdünnen der Sauce - 4 Esslöffel
  • Öl zum Garen des Hähnchens - 1 Esslöffel
  • Schnittlauch oder Koriander gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
  • Salz zum Kochen der Nudeln und des Hähnchens
Hauptzutat: Hähnchen

Zubereitung

  1. Koche die Nudeln in reichlich stark gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung, bis sie al dente sind – weich, aber mit leichtem Biss. Gieße sie ab und spüle sie sofort mehrmals mit sehr kaltem Wasser, rühr dabei um, bis die Nudeln vollkommen kalt und elastisch sind.
  2. Die abgetropften Nudeln auf einem Sieb oder einem großen Teller ausbreiten, damit sie abdampfen und leicht antrocknen. Nach ein paar Minuten sollten die Nudeln locker und leicht trocken anfühlen, nicht zu einem nassen Klumpen verklebt; falls nötig, die Stränge vorsichtig mit den Fingern voneinander lösen.
  3. Die Hähnchenbrust in einen kleinen Topf legen, mit kaltem Wasser bedecken, sodass das Fleisch vollständig untertaucht, leicht salzen. Langsam zum Sieden bringen, die Hitze auf Minimum reduzieren und 10–12 Minuten sanft köcheln, bis das Fleisch in der Mitte nicht mehr rosa ist und der austretende Saft klar bleibt.
  4. Das Hähnchen aus dem Wasser nehmen (die Brühe aufheben) und 5–10 Minuten stehen lassen, bis es warm, aber nicht mehr heiß ist. Das Fleisch mit den Fingern oder zwei Gabeln in feine Fasern zupfen – es sollte sich leicht trennen lassen und saftig bleiben, ohne trockene, bröselige Enden.
  5. Die Gurke der Länge nach halbieren, mit einem Teelöffel die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in feine Stifte schneiden. Die Möhre schälen und ebenfalls in dünne Streichhölzer schneiden; das Gemüse soll knackig sein und ungefähr so lang wie die Nudeln.
  6. In einer mittelgroßen Schüssel Erdnussbutter, Sojasauce, Reisessig, Chiliöl, fein geriebenen oder gepressten Knoblauch und Zucker verrühren. Wasser esslöffelweise hinzufügen und kräftig rühren, bis eine glatte, glänzende Sauce mit der Konsistenz von dicker Sahne entsteht, die langsam vom Löffel fließt.
  7. In eine große Schüssel die vollständig abgekühlten, sich trocken anfühlenden Nudeln, das gezupfte Hähnchen sowie Gurken- und Möhrenstifte geben. Alles mit der Erdnusssauce übergießen und vorsichtig, aber gründlich mit einer Zange oder Stäbchen mischen, die Nudeln dabei von unten anheben, bis jede Nudel gleichmäßig überzogen ist.
  8. Probieren und abschmecken: Fehlt Salz, etwas Sojasauce hinzufügen; für mehr Säure ein paar Tropfen Reisessig. Wirkt das Gericht zu dick, 1–2 EL kaltes Wasser oder Hühnerbrühe zugeben und erneut mischen, bis die Sauce wieder seidig-cremig ist.
  9. Die Nudeln mindestens 20–30 Minuten im Kühlschrank kühlen, bis sie deutlich kalt sind und sich die Aromen verbunden haben. Vor dem Servieren mit gehacktem Schnittlauch oder Koriander bestreuen, nach Belieben mit ein paar Tropfen zusätzlichem Chiliöl beträufeln und leicht gekühlt oder bei Zimmertemperatur servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Nein

Reste im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen verzehren. Vor dem Essen kurz durchmischen; wenn die Sauce zu dick geworden ist, mit einem Löffel Wasser oder etwas Sojasauce lockern.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Diese Nudeln packe ich am häufigsten in Dosen, wenn mir ein ganzer Tag außer Haus bevorsteht und ich weiß, dass mich sonst Fast Food locken würde. Einmal habe ich sie zu einer ganztägigen Schulung mitgenommen, und die halbe Gruppe fragte, woher ich „diesen duftenden Nudelsalat“ habe.

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