Deutsche Brot-Käse-Klößchen Käse-Semmelknödel Recipe

Diese Klößchen aus altbackenem Brot und Käse sind die üppigere Cousine der klassischen deutschen Semmelknödel. In Bayern werden sie oft als sättigende Beilage zu Bratensaucen oder als eigenständiges Gericht mit Salat serviert. Sie schmecken wie eine Mischung aus Brotauflauf und Klößen – innen weich, leicht käsig und sehr gehaltvoll.

Semmelknödel und ihre Käse‑Variante, die Käse‑Semmelknödel, sind Klassiker der bayerischen Küche und werden meist zu Braten und Schmorgerichten serviert. Es handelt sich um ein typisches „No‑Waste“-Gericht, bei dem altbackene Brötchen verwendet werden, anstatt Brot wegzuwerfen.

Käse-Semmelknödel sind die Quintessenz der bayerischen „No-Waste“-Küche – aus altbackenem Brot und Käse entsteht etwas zwischen fluffigem Knödel und Brotauflauf. Das weiche, saftige Innere mit deutlicher Käse- und Butternote nimmt Bratensaucen hervorragend auf, während Petersilie und Zwiebel für Würze sorgen. Ein Gericht, das richtig satt macht und nach einem langen Tag von innen wärmt.

Warum diese Version funktioniert

  • Deutlich altbackene Brötchen saugen die Milch auf, ohne sich in Brei zu verwandeln.
  • Warme, aber nicht kochende Milch dringt schneller ins Brot ein und weicht es gleichmäßig auf.
  • Die Ruhezeit der Masse vor dem Formen bindet die Feuchtigkeit und verhindert, dass die Knödel aufreißen.
  • Ein Probeknödel ermöglicht es, die Mehlmenge anzupassen, bevor du die ganze Portion kochst.
Deutsche Brot-Käse-Klößchen Käse-Semmelknödel

Tipps vom Koch

Die Brötchen sollten deutlich altbacken sein – zu frische Brötchen machen die Masse breiig, und die Klößchen können zerfallen. Nach dem Einweichen muss die Masse dicht und klebrig, aber formbar sein; wenn sich eine Kugel in der Hand zerläuft, noch ein bis zwei Esslöffel Mehl hinzufügen. Achte außerdem darauf, dass das Wasser nur leicht „zittert“ – bei zu starkem Kochen können die Knödel aufreißen.

Serviervorschläge

Am besten mit dunkler, kräftiger Bratensauce oder Pilzsauce und einem einfachen grünen Salat mit Vinaigrette servieren, der die Schwere der Klößchen ausgleicht. Dazu passt ein helles Bier im Helles-Stil oder ein alkoholfreies Weizenbier, wenn du für ein familiäres Sonntagsessen kochst. Das Gericht eignet sich auch für winterliche Treffen mit Freunden – du stellst eine Schüssel Klößchen und einen Topf Sauce auf den Tisch, und jeder nimmt sich selbst.

Worauf man achten sollte

  • Zu frisches Brot führt zu einer zu nassen Masse, und die Knödel können zerfallen.
  • Lass das Wasser nicht heftig kochen – große Blasen können die Knödel regelrecht „zerreißen“.
  • Forme keine zu großen Kugeln, sonst bleiben sie innen roh und klebrig.

Ersatzzutaten

  • Statt nur einer Käsesorte kannst du eine Mischung aus Gouda, Emmentaler oder Cheddar verwenden, um einen volleren Geschmack zu bekommen.
  • Einen Teil der Milch kannst du durch 18‑%‑Sahne ersetzen, wenn du reichhaltigere, cremigere Knödel möchtest.
  • Weizenbrötchen lassen sich teilweise durch gut getoastetes bzw. gut getrocknetes Toastbrot ersetzen.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Weizenbrötchen - 250 g
  • Milch - 250 ml
  • Hartkäse - 120 g
  • Ei - 2 Stück
  • Zwiebel - 1 Stück
  • Butter - 25 g
  • Petersilie gehackt - 2 Esslöffel
  • Weizenmehl - 20 g
  • Salz - 6 g
  • Pfeffer - 1 g
Hauptzutat: Weizenbrötchen

Zubereitung

  1. Die Brötchen in kleine Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben.
  2. Die Milch erhitzen, bis sie heiß, aber nicht kochend ist. Über die Brötchenwürfel gießen, mischen und 10–15 Minuten stehen lassen, bis das Brot die Flüssigkeit aufgenommen hat und weich ist.
  3. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebel 3–5 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie weich und leicht glasig ist, ohne zu bräunen. Etwas abkühlen lassen.
  4. Zu den eingeweichten Brötchen die angeschwitzte Zwiebel, den geriebenen Käse, die gehackte Petersilie, die Eier, das Mehl, Salz und Pfeffer geben.
  5. Alles mit der Hand oder einem Löffel gründlich vermengen und leicht durchkneten, bis eine dichte, klebrige Masse entsteht. Ist sie zu weich und hält die Form nicht, etwas mehr Mehl hinzufügen.
  6. Die Schüssel abdecken und die Masse 10 Minuten ruhen lassen, damit sie etwas fester wird.
  7. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur leicht siedet.
  8. Mit angefeuchteten Händen aus der Masse Kugeln in der Größe einer kleinen Mandarine formen und leicht zusammendrücken, damit sie kompakt sind.
  9. Die Klöße vorsichtig ins Wasser geben und 12–15 Minuten gar ziehen lassen. Nach ein paar Minuten den Topf leicht rütteln, damit sie nicht am Boden festkleben.
  10. Fertige Klößchen mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf einen Teller legen. Sofort als Beilage zu Sauce oder mit einem einfachen Salat servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Gekochte Klößchen lassen sich gut im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag in Scheiben geschnitten in Butter anbraten oder in etwas Brühe vorsichtig erwärmen. Eingefrorene Klößchen am besten direkt gefroren in leise siedendem Wasser oder in Sauce erhitzen.

Autor Marek Krokosiński

Ich mache diese Klößchen oft nach größeren Feiern zu Hause, wenn ein ganzer Berg Brötchen übrig bleibt – niemand glaubt, dass sie aus „Resten“ entstanden sind. Ich forme immer ein paar extra kleine Stücke, weil die als erstes von der Platte verschwinden.

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