Jjigae mit Tofu und Kimchi – wärmende Suppe Recipe
Jjigae mit Tofu und Kimchi ist eine dicke, pikante Suppe, die man in Korea oft im Winter oder an regnerischen Tagen isst – meist mit einer Schüssel Reis dazu. Sie ist eine hervorragende Möglichkeit, Kimchi zu verwenden, das schon etwas reifer und saurer geworden ist. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Sauerkrautsuppe, scharfem Gulasch und zartem Tofu.
Dieses Jjigae ist die Essenz koreanischen Comfort Foods – scharfe Brühe, säuerliches, gut durchfermentiertes Kimchi und weicher Tofu ergeben etwas zwischen Gulasch und Sauerkrautsuppe. Das Gericht zeigt perfekt den cleveren, häuslichen Umgang mit Lebensmitteln: Nichts wird verschwendet, und „zu scharfes“ oder sehr saures Kimchi verwandelt sich in eine tief aromatische, wärmende Suppe. Durch die Kombination aus Gochujang, Gochugaru und Sojasauce bekommt die Suppe eine deutliche Schärfe, aber auch kräftige Umami-Noten, die lange in Erinnerung bleiben.
Tipps vom Koch
Kimchi unbedingt gut anbraten, bevor du Brühe zugibst – wenn es intensiv duftet und leicht „zusammengefallen“ ist, weißt du, dass du das Maximum an Geschmack herausgeholt hast. Tofu erst ganz zum Schluss hinzufügen und nicht zu kräftig rühren, damit er nicht zerfällt; es reicht, den Topf vorsichtig zu bewegen. Wenn du dich vor zu viel Schärfe scheust, beginne mit der halben Menge Gochugaru und probiere nach ein paar Minuten Kochzeit, bevor du mehr hinzufügst.
Serviervorschläge
Jjigae sehr heiß mit einer Schüssel frisch gekochtem Jasmin- oder Rundkornreis servieren – in Korea nimmt man oft mit dem Löffel gleichzeitig etwas Suppe und etwas Reis auf. Dazu passen leicht gekühltes Bier, Sprudelwasser oder gerösteter Gerstentee, wenn du beim koreanischen Tischgefühl bleiben möchtest. Das Gericht ist ideal nach einem langen, kalten Tag – zum Beispiel nach dem Skifahren oder einem herbstlichen Spaziergang im Regen.
Zutaten
- Kimchi am besten gut durchfermentiert, aus Chinakohl - 200 g
- Tofu natur, fest, in Würfel geschnitten - 300 g
- Schweinefleisch z.B. Bauch oder Schulter, in dünne Streifen geschnitten; kann weggelassen werden - 150 g
- Zwiebel in Streifen geschnitten - 1 Stück
- Knoblauch fein gehackt - 3 Zehe
- Pflanzenöl - 1 Esslöffel
- Gochujang-Paste - 1 Esslöffel
- Gochugaru-Chiliflocken für eine schärfere Version, Menge nach Belieben reduzieren - 1 Esslöffel
- Sojasauce - 1 Esslöffel
- Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe - 700 ml
- Zucker gleicht die Säure des Kimchi aus - 0.5 Teelöffel
- Sesamöl - 1 Teelöffel
- Schnittlauch gehackt - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Kimchi in kleinere Stücke schneiden, wenn die Blätter sehr lang sind. Den Kimchisaft unbedingt aufbewahren – er bringt viel Geschmack.
- Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Das Schweinefleisch zugeben und 4–5 Minuten braten, bis es bräunt und etwas Fett austritt.
- Die Zwiebel hinzufügen und weitere 3–4 Minuten braten, bis sie weich und leicht durchsichtig ist, ohne stark zu bräunen.
- Gehackten Knoblauch, Kimchi und den Kimchisaft zugeben und alles 3–4 Minuten unter Rühren braten, bis ein intensiver Duft entsteht.
- Gochujang-Paste und Chiliflocken hinzufügen, gut vermischen und noch 1 Minute mitbraten.
- Brühe angießen, Sojasauce und Zucker zugeben und umrühren. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.
- Tofuwürfel vorsichtig hinzufügen und weitere 5 Minuten bei kleiner Hitze köcheln, damit der Tofu heiß wird, ohne zu zerfallen.
- Zum Schluss die Suppe mit Sesamöl beträufeln, mit gehacktem Schnittlauch bestreuen und sehr heiß servieren, am besten mit einer Schüssel gekochtem Reis dazu.
Aufbewahrung
Die Suppe hält sich im Kühlschrank gut 2–3 Tage. Beim Aufwärmen langsam erhitzen und nur vorsichtig umrühren, damit der Tofu nicht zerfällt – am besten den Topf eher schwenken als kräftig rühren.